Ausgehend von persönlichen Erfahrungen seit der Kindheit widmet sich Simoné Goldschmidt-Lechner in »Nerd Girl Magic« der Nerd und Geek Culture aus nicht-weißer, nicht-männlicher Perspektive. Diskutiert wird das nerdy Coming-of-Age als Potential für gesellschaftlichen Widerstand und Wandel anhand verschiedener Beispiele. Diese reichen vom Magical Girl-Genre und seiner (scheinbar) inhärenten Queerness über Gaming Culture, Videospiele und den Kampf gegen den Ausschluss von Personen, die nicht weiß, männlich und cis sind, um Pen & Paper und alternative Realitäten, Fantasy und Sci-Fi bis hin zu Pro-Wrestling und der »großen Welle« aus Korea in den letzten Jahren mit K-Pop und K-Drama. Es geht um einen Zugang zu Nerd Culture für diejenigen, die Nerdiness nach wie vor abwerten, aber auch darum, dass Fandom schon immer von antiautoritären, widerständigen, female and non-white Strömungen durchzogen ist, dass Nerd Culture ein utopischer Rückzugsort sein kann für FLINTA, queere Menschen, BIPoC, neurodivergente Menschen und Arbeiter*innen. Dies alles wird eingebettet in eine detaillierte, intersektionale, erkenntnisreiche wie amüsante Analyse von Filmen, Serien, Spielen, Comics, Anime, Manga und Genreliteratur wie Sailor Moon, Buffy, Star Trek und auch Dark Academia. Es ist an der Zeit, das Bild des Nerds neu zu denken!
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Rina
aus Mannheim
4/5
17.09.2025
eBook (ePUB 3)
Zwischen Fanliebe und neuen Blickwinkeln
Von Sailor Moon über K-Pop und Pen & Paper bis hin zu Fanfiction - Nerd Girl Magic greift genau die Themen auf, die viele von uns aus eigener Erfahrung kennen. Die Autorin schaut dabei genau hin: Welche Vorbilder bekommen junge Mädchen eigentlich präsentiert? Wie werden Frauen- und Männerrollen dargestellt? Und wie steht es um Diversität in all den Geschichten, die wir lieben?
Was mir besonders gefallen hat: Das Buch zeigt nicht nur, wo es Probleme gibt, sondern auch die positiven Seiten. Zum Beispiel, wie die BTS-Army ihre Reichweite nutzt, um politisch aktiv zu werden, oder wie Fanfiction dabei helfen kann, sich selbst und die eigene Identität besser zu verstehen. Es ist also keine Abrechnung mit Nerdkultur, sondern eine ehrliche und kritische Reflexion, die trotzdem Lust aufs Fan-Sein macht.
Der Blickwinkel der Autorin selbst macht das Ganze noch spannender. Aufgewachsen in Südafrika und später in Deutschland erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen in der Community und von der Suche nach Figuren, in denen sie sich wiederfinden konnte.
Ich selbst bin schon lange Fan von Anime, Manga und Games und lese hin und wieder auch Fanfiction. Serien wie Sailor Moon, Dragon Ball oder One Piece haben meine Jugend geprägt – und genau deswegen hat mich das Buch so abgeholt. .
Mein Fazit: Nerd Girl Magic ist ein richtig tolles Buch für alle, die Nerdkultur mal aus einer anderen Perspektive sehen wollen. Es regt zum Nachdenken an, erweitert den Blick – und nimmt einem trotzdem nicht die Freude an den eigenen Lieblingswelten.
Bewertung
5/5
10.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wir sind Nrrd Grrrls. Und wir werden die Welt verändern
Nerd Culture kann ein Rückzugsort sein, von dem man gestärkt in die Realität zurückkehrt. „Nerd Girl Magic“ hat mir neue Räume eröffnet, denn die Autorin schreibt aus einer queeren, nicht weißen, nicht männlichen Perspektive. Lesenswert!
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