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Produktbild: Laurenzerberg | Roman

Laurenzerberg | Roman Der Kampf um Heimat und gegen das Gefühl der Verlorenheit: Österreich in den 1960igern aus der Sicht polnischer Migranten. Ein eindringliches Leseerlebnis!

4

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

10536

Erscheinungsdatum

20.02.2025

Verlag

Carl Ueberreuter Verlag GmbH

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1692 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783800082438

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

10536

Erscheinungsdatum

20.02.2025

Verlag

Carl Ueberreuter Verlag GmbH

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1692 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783800082438

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Vom Fremdsein

Gertie G. aus Wien am 31.03.2025

Bewertungsnummer: 2453986

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Christoph Zielinski, 1952 in der Nähe von Krakau (Polen) geboren, kommt 1957 mit seinen Eltern nach Wien. Heute ist er der führende Onkologe in Österreich und hat gemeinsam mit Herbert Lackner einige Sachbücher verfasst. Dieses Buch ist eine Art Essay, der sich mit dem Fremdsein in einem anderen Land und dem Gefühl der Verlorenheit beschäftigt. In einem ORF-Interview erklärt er, dass in seinen fiktiven Charakteren einiges aus zahlreichen wahren Personen steckt. Er beschreibt in eindringlichen Worten das Leben von mehreren polnischen Juden, die in der kurzen Zeit des Tauwetters als Nikita Sergejewitsch Chruschtschow von 1958 bis 1964 Regierungschef der UdSSR war. Unter seiner Herrschaft durften einige (jüdische) Bürger aus den Bruderstaaten des Warschauer Pakts in den Westen ausreisen. Viele dieser Menschen landeten zunächst für einige Zeit in Wien bis sie in die USA oder nach Israel weiterreisen konnten. Obwohl es ein Netzwerk der jüdischen und polnischen Community gibt, sind die Anfänge für die Auswanderer nicht einfach. Vieles ist unbekannt und der Antisemitismus nach wie vorhanden. Man bewegt sich wie auf dünnem Eis. In der Rückschau, so Ophelia, war es in Polen gar nicht so übel - die politischen Einschränkungen, das fehlende Warenangebot fällt nun nicht so sehr ins Gewicht, wie die kaum beherrschte deutsche Sprache. Das unbequeme alte Leben in Polen, scheint plötzlich weniger bedrohlich zu sein, als das neue, unbekannte in Wien. Wie sehr das NS-Gedankengut noch in den Menschen verwurzelt ist, kann man lesen, als Ada ärztlichen Rat bei einem ungenannten Professor sucht. Als er entdeckt, dass Ada Polin ist, erzählt er frisch von der Leber über seine Wehrmachtszeit in Lemberg und die schönen Polinnen dort. Ihr Kommentar ist herrlich trocken: „Wir waren offenbar gleichzeitig in Lemberg - Sie im Theater, ich im Versteck. Sie offenbar nur kurz, während ich über Jahre dort gewesen bin.“ Meine Meinung: Das Coverfoto hat mir sehr gut gefallen, zeigt es doch das noch nicht ganz fertiggestellte Hochhaus Ecke Schwedenplatz/Laurenzerberg. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil wirkt ein wenig melancholisch. Für Leserinnen und Leser, die sich in Wien nicht auskennen, kann es schwierig sein, sich zurecht zu finden. Als Wienerin, die im zweiten Bezirk, der Leopoldstadt, aufgewachsen ist und mehr als 40 Jahre im Karmeliterviertel gearbeitet hat, kenne ich natürlich die Straßen, Gassen und Plätze durch die Autor Christoph Zielinski seine Protagonisten gehen lässt. Auch das Café Prückl mit seiner Bridge-Runde sowie das Café Dogenhof sind mir bestens bekannt, habe ich doch in beiden Kaffeehäusern Tage des Schulschwänzens verbracht. Und am Schaufenster des Spielwarengeschäft in der Praterstraße, an dem Wacek vorbeiläuft, habe ich mir mehrmals die Nase platt gedrückt. Diese Ausreisewelle Anfang der 1960er-Jahre, die hier beschrieben wird, habe ich nicht wirklich mitbekommen. Erst die zweite in den 1970er-Jahren als zahlreiche orthodoxe Juden die UdSSR verlassen haben, ist mir noch gut in Erinnerung. Fazit: Ein interessantes Buch über das Fremdsein und die Schwierigkeit ein anderes Land als neue Heimat anzunehmen. Gerne gebe ich diesem Roman 5 Sterne.

Vom Fremdsein

Gertie G. aus Wien am 31.03.2025
Bewertungsnummer: 2453986
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Christoph Zielinski, 1952 in der Nähe von Krakau (Polen) geboren, kommt 1957 mit seinen Eltern nach Wien. Heute ist er der führende Onkologe in Österreich und hat gemeinsam mit Herbert Lackner einige Sachbücher verfasst. Dieses Buch ist eine Art Essay, der sich mit dem Fremdsein in einem anderen Land und dem Gefühl der Verlorenheit beschäftigt. In einem ORF-Interview erklärt er, dass in seinen fiktiven Charakteren einiges aus zahlreichen wahren Personen steckt. Er beschreibt in eindringlichen Worten das Leben von mehreren polnischen Juden, die in der kurzen Zeit des Tauwetters als Nikita Sergejewitsch Chruschtschow von 1958 bis 1964 Regierungschef der UdSSR war. Unter seiner Herrschaft durften einige (jüdische) Bürger aus den Bruderstaaten des Warschauer Pakts in den Westen ausreisen. Viele dieser Menschen landeten zunächst für einige Zeit in Wien bis sie in die USA oder nach Israel weiterreisen konnten. Obwohl es ein Netzwerk der jüdischen und polnischen Community gibt, sind die Anfänge für die Auswanderer nicht einfach. Vieles ist unbekannt und der Antisemitismus nach wie vorhanden. Man bewegt sich wie auf dünnem Eis. In der Rückschau, so Ophelia, war es in Polen gar nicht so übel - die politischen Einschränkungen, das fehlende Warenangebot fällt nun nicht so sehr ins Gewicht, wie die kaum beherrschte deutsche Sprache. Das unbequeme alte Leben in Polen, scheint plötzlich weniger bedrohlich zu sein, als das neue, unbekannte in Wien. Wie sehr das NS-Gedankengut noch in den Menschen verwurzelt ist, kann man lesen, als Ada ärztlichen Rat bei einem ungenannten Professor sucht. Als er entdeckt, dass Ada Polin ist, erzählt er frisch von der Leber über seine Wehrmachtszeit in Lemberg und die schönen Polinnen dort. Ihr Kommentar ist herrlich trocken: „Wir waren offenbar gleichzeitig in Lemberg - Sie im Theater, ich im Versteck. Sie offenbar nur kurz, während ich über Jahre dort gewesen bin.“ Meine Meinung: Das Coverfoto hat mir sehr gut gefallen, zeigt es doch das noch nicht ganz fertiggestellte Hochhaus Ecke Schwedenplatz/Laurenzerberg. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil wirkt ein wenig melancholisch. Für Leserinnen und Leser, die sich in Wien nicht auskennen, kann es schwierig sein, sich zurecht zu finden. Als Wienerin, die im zweiten Bezirk, der Leopoldstadt, aufgewachsen ist und mehr als 40 Jahre im Karmeliterviertel gearbeitet hat, kenne ich natürlich die Straßen, Gassen und Plätze durch die Autor Christoph Zielinski seine Protagonisten gehen lässt. Auch das Café Prückl mit seiner Bridge-Runde sowie das Café Dogenhof sind mir bestens bekannt, habe ich doch in beiden Kaffeehäusern Tage des Schulschwänzens verbracht. Und am Schaufenster des Spielwarengeschäft in der Praterstraße, an dem Wacek vorbeiläuft, habe ich mir mehrmals die Nase platt gedrückt. Diese Ausreisewelle Anfang der 1960er-Jahre, die hier beschrieben wird, habe ich nicht wirklich mitbekommen. Erst die zweite in den 1970er-Jahren als zahlreiche orthodoxe Juden die UdSSR verlassen haben, ist mir noch gut in Erinnerung. Fazit: Ein interessantes Buch über das Fremdsein und die Schwierigkeit ein anderes Land als neue Heimat anzunehmen. Gerne gebe ich diesem Roman 5 Sterne.

Heimatlos in Wien: Auf der Suche nach einem Neubeginn in den 60ern

Zuckerblueten am 08.04.2025

Bewertungsnummer: 2460613

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor erzählt von jüdischen Emigranten, die in den 60er Jahren nach Wien kamen, auf der Suche nach einem Neuanfang. Viele von ihnen haben die Schrecken des zweiten Weltkriegs selbst miterleben müssen, wurden in Konzentrationslagern gefangen gehalten oder mussten untertauchen. Wenige der Figuren waren bereits die Nachkommen dieser Menschen. Eines hatten sie gemeinsam. Sie lebten nach dem Krieg im kommunistischen Polen. Einige litten unter den politischen Umständen, andere wiederum erhofften sich in Österreich einfach ein besseres Leben für sich und ihre Kinder. Für manch einen galt Wien lediglich als Zwischenstation, um später nach Israel oder den USA ausreisen zu dürfen. Für den Neuanfang gaben sie alles Bisherige auf, ließen die vermeintliche Heimat, ihre Verwandten und Freunde, ihre Arbeit hinter sich. Auch Wacek, seine Frau Fela und ihr gemeinsames Kind strebten nach einem anderen Leben. Sie hatten in Wien lediglich seine deutlich ältere Cousine Ada und deren Mann, der gleichzeitig Wacek Arbeit und damit Einkommen gab. Schnell stellte sich heraus, wie unglücklich Fela mit ihrem neuen Leben in Wien war. Sie verstand die Menschen und deren Kultur nicht, litt unter den beengten Wohnverhältnissen und vermisste ihre Familie und Freunde sehr stark. Ihr Wunsch war es, nach Krakau zurückzukehren. Doch Wacek wollte diese Niederlage, dieses Versagen keinesfalls zulassen. Niemals würde er zurückkehren und sich als Verlierer präsentieren. Ähnlich wenig konnte auch Rosenberg, ein ehemaliger politischer Verurteilter, der Stadt Wien und seinen Bewohnern abgewinnen. Er wollte jedoch auch seine Zeit als Jude hinter sich lassen, registrierte sich im Konsulat auf einen anderen Namen und wanderte zunächst in die USA aus. Mit Blick auf die frühere Zeit äußerte er beispielsweise treffend und auch melancholisch: "Es ist ein anderes Leben gewesen. Ein anderes Leben." Der Krieg hatte seine Spuren hinterlassen. Die Menschen hatten vieles verloren, ihr Zuhause, Familienmitglieder, Freunde, einen Teil ihrer Identität. Das lastete auf ihnen. Umso schwerer fiel ihnen das neue Leben, denn sie lebten tatsächlich häufig in ihren Erinnerungen, die sie nicht zurückholen konnten. Sie brachten ihre eigene Kultur mit, stießen jedoch auf eine völlig andere in ihrem neuen Leben. Es entsteht ein toxischer Nährboden für Verzweiflung, Trauer und auch Wut. Das Gefühl von Heimat geht nicht selten komplett verloren. Folglich bleiben diese Emigranten auch oft unter sich, finden selten Anschluss und fühlen sich stets fremd und verloren. Ein lesenswertes Buch, dessen Stil mir gefällt. Ungewöhnlich, jedoch ansprechend, waren die kurzen Unterteilungen, anstatt gewohnter Kapitel sowie die rasch wechselnden Orte und Situationen. Auf diese Weise ermöglicht der Autor jedoch meiner Meinung nach deutlich breiter gefächerte Einblicke in die Welt des Einzelnen. Er schafft für Außenstehende ein Verständnis für diejenigen, deren Auftreten und Handeln uns manchmal ungewohnt, zurückhaltend oder anders vorkommt. Wirklich lesenswert!

Heimatlos in Wien: Auf der Suche nach einem Neubeginn in den 60ern

Zuckerblueten am 08.04.2025
Bewertungsnummer: 2460613
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor erzählt von jüdischen Emigranten, die in den 60er Jahren nach Wien kamen, auf der Suche nach einem Neuanfang. Viele von ihnen haben die Schrecken des zweiten Weltkriegs selbst miterleben müssen, wurden in Konzentrationslagern gefangen gehalten oder mussten untertauchen. Wenige der Figuren waren bereits die Nachkommen dieser Menschen. Eines hatten sie gemeinsam. Sie lebten nach dem Krieg im kommunistischen Polen. Einige litten unter den politischen Umständen, andere wiederum erhofften sich in Österreich einfach ein besseres Leben für sich und ihre Kinder. Für manch einen galt Wien lediglich als Zwischenstation, um später nach Israel oder den USA ausreisen zu dürfen. Für den Neuanfang gaben sie alles Bisherige auf, ließen die vermeintliche Heimat, ihre Verwandten und Freunde, ihre Arbeit hinter sich. Auch Wacek, seine Frau Fela und ihr gemeinsames Kind strebten nach einem anderen Leben. Sie hatten in Wien lediglich seine deutlich ältere Cousine Ada und deren Mann, der gleichzeitig Wacek Arbeit und damit Einkommen gab. Schnell stellte sich heraus, wie unglücklich Fela mit ihrem neuen Leben in Wien war. Sie verstand die Menschen und deren Kultur nicht, litt unter den beengten Wohnverhältnissen und vermisste ihre Familie und Freunde sehr stark. Ihr Wunsch war es, nach Krakau zurückzukehren. Doch Wacek wollte diese Niederlage, dieses Versagen keinesfalls zulassen. Niemals würde er zurückkehren und sich als Verlierer präsentieren. Ähnlich wenig konnte auch Rosenberg, ein ehemaliger politischer Verurteilter, der Stadt Wien und seinen Bewohnern abgewinnen. Er wollte jedoch auch seine Zeit als Jude hinter sich lassen, registrierte sich im Konsulat auf einen anderen Namen und wanderte zunächst in die USA aus. Mit Blick auf die frühere Zeit äußerte er beispielsweise treffend und auch melancholisch: "Es ist ein anderes Leben gewesen. Ein anderes Leben." Der Krieg hatte seine Spuren hinterlassen. Die Menschen hatten vieles verloren, ihr Zuhause, Familienmitglieder, Freunde, einen Teil ihrer Identität. Das lastete auf ihnen. Umso schwerer fiel ihnen das neue Leben, denn sie lebten tatsächlich häufig in ihren Erinnerungen, die sie nicht zurückholen konnten. Sie brachten ihre eigene Kultur mit, stießen jedoch auf eine völlig andere in ihrem neuen Leben. Es entsteht ein toxischer Nährboden für Verzweiflung, Trauer und auch Wut. Das Gefühl von Heimat geht nicht selten komplett verloren. Folglich bleiben diese Emigranten auch oft unter sich, finden selten Anschluss und fühlen sich stets fremd und verloren. Ein lesenswertes Buch, dessen Stil mir gefällt. Ungewöhnlich, jedoch ansprechend, waren die kurzen Unterteilungen, anstatt gewohnter Kapitel sowie die rasch wechselnden Orte und Situationen. Auf diese Weise ermöglicht der Autor jedoch meiner Meinung nach deutlich breiter gefächerte Einblicke in die Welt des Einzelnen. Er schafft für Außenstehende ein Verständnis für diejenigen, deren Auftreten und Handeln uns manchmal ungewohnt, zurückhaltend oder anders vorkommt. Wirklich lesenswert!

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Laurenzerberg | Roman

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