Karl Schmid Wiederentdeckung eines stillen Meisters
-
- Deutsch ausgewählt
16,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
- Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
- Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.02.2025
Herausgeber
Oliver PrangeVerlag
Du KulturmedienSeitenzahl
98
Maße (L/B/H)
31,2/23,8/0,7 cm
Gewicht
457 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-907315-32-3
Er lebte von 1914–1998 in Zürich. Seine Jugend war geprägt von Armut und Entbehrungen, dennoch schuf er mit Können und eisernem Willen ein bedeutendes Werk. Nicht zuletzt dank Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten, wie Oskar Kokoschka, Ernst Ludwig Kirchner und Hans Arp. Mit Hans Arp pflegte er eine langjährige Freundschaft wie auch Zusammenarbeit.
Als wissenschaftlicher Zeichner hatte sich Karl Schmid bereits früh einen Namen gemacht. Der namhafte Chirurg Paul Clairmont erkannte sein Talent und stellte ihn für anatomische Illustrationen im Kantonsspital Zürich ein. Die Präzision seiner wissenschaftlichen Darstellungen mit hoher ästhetischer Qualität war damals unübertreffbar.
Bauhaus-Gründer Walter Gropius wurde auf Karl Schmid aufmerksam. Er erkannte dessen Fähigkeit, Schönheit und Funktionalität zu vereinen. Für Schmid war diese Begegnung ein Wendepunkt. Dank Gropius und Johannes Itten wurde er Lehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich.
Karl Schmid wollte sich nie am Kunstbetrieb beteiligen. Er lehnte es aus ideologischen Gründen stets ab, sich auf Kunsthändler und Galerien zu verlassen, und zog es vor, direkte Beziehungen zu Sammlern zu pflegen, die er persönlich kannte. Aus diesem Grund wurden seine Werke nur selten ausgestellt oder nur im Rahmen von Veranstaltungen öffentlicher Institutionen. Obwohl er keiner bestimmten Kunstrichtung angehörte, hatte Karl Schmid die Möglichkeit, sich mit bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur auszutauschen.
Er war Maler, Gestalter, Bildhauer, Holzschneider und wissenschaftlicher Zeichner. Er spannte den Bogen von der Kunst zur Wissenschaft, vom Kunsthandwerk zur Abstraktion. Während 30 Jahren widmete er sich der Kunst am Bau und schuf in der ganzen Schweiz, insbesondere im Kanton Zürich, zahlreiche Wandmalereien und Reliefs aus Holz, Eisen und Beton. Ab den 1960er-Jahren konzentrierte sich seine künstlerische Tätigkeit zunehmend auf die Integration von Kunst in Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Schule Rämibühl in Zürich.
Eine seiner wichtigsten Qualitäten war die perfekte Beherrschung verschiedenster Techniken und Materialien, die er sich mit Geduld und Disziplin durch tägliches Schaffen aneignete, das er als eine persönliche Form der Meditation betrachtete. Als langjähriger Lehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich wollte er dieses umfangreiche Wissen an seine Schüler weitergeben.
Dank der umfangreichen Arbeit der ihm gewidmeten Stiftung, den Beiträgen von Wissenschaftlern und Kuratoren sowie den wertvollen Zeugnissen von Menschen, die ihn persönlich kannten, wird Karl Schmid endlich wiederentdeckt. Mit dieser Ausgabe von Du haben wir die Gelegenheit, diesen bemerkenswerten Schweizer Künstler zum ersten Mal umfassend vorzustellen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice