Der "Phormio" des Terenz und das Verhältnis zwischen Vater und Sohn
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.02.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
406 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783389106976
Wie in anderen literarischen Gattungen auch orientieren sich die römischen Komödienschreiber mangels lateinischer Vorbilder stark an ihren griechischen Vorgängern, wobei die Namen eines Menander oder Apollodor in der Forschung immer wieder fallen. Publius Terentius Afer (um 190-160 v. Chr.) lehnt sich in seinem "Phormio", der kurz vor dem Tod des Autors 161 an den ludi Romani uraufgeführt worden ist, in erheblichem Maße an den "Epidikazomenos" des Apollodor von Karystos an. Auf welche Weise und in welchem Maße Terenz sein griechisches Original nachahmt oder gar kopiert, soll jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sein. Nicht zuletzt haftet solchen Eruierungen auch immer ein gewisser spekulativer Charakter an, da die griechischen Originaltexte häufig leider nicht überliefert worden sind.
Leitthema dieser Arbeit soll vielmehr sein, wie Terenz seine Figuren - und dabei vornehmlich Antipho und dessen Vater Demipho - zeichnet und mit Charakterzügen ausstattet. Als Grundlage für die Analyse dient die Szene I,4, in der der Sklave Geta seinen Herrn Antipho darüber in Kenntnis setzt, dass Demipho im Hafen von Athen eingetroffen sei und sich auf dem Weg zu ihnen befinde. Demipho befand sich auf Geschäftsreisen und hatte seinen Sklaven Geta beauftragt, auf Antipho in seiner Abwesenheit aufzupassen. Der Sohn hat währenddessen jedoch das alleinstehende, unbemittelte, aber das attische Bürgerrecht tragende Mädchen Phanium geheiratet oder sich zumindest mit ihr verlobt. Da dies ohne Einwilligung des Vaters geschah und Phanium auch keine reiche Mitgift verspricht, ist sowohl Geta, der ja beauftragt war aufzupassen, besorgt über die Reaktion des Demipho als auch Antipho, der so sehr in Angst gerät, dass er seinen Vater im Stück nie zu Gesicht bekommen wird. I,4 bildet die Angst vor dem Vater vortrefflich ab - sprachlich, stilistisch und metrisch.
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