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Produktbild: Nullzone

Nullzone

3

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

8416

Erscheinungsdatum

24.02.2025

Verlag

Elster & Salis Verlag

Seitenzahl

370 (Printausgabe)

Dateigröße

1004 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783950543582

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

8416

Erscheinungsdatum

24.02.2025

Verlag

Elster & Salis Verlag

Seitenzahl

370 (Printausgabe)

Dateigröße

1004 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783950543582

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Zum Lesen und Lachen

Johanna aus München am 24.02.2025

Bewertungsnummer: 2420980

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Witzig, manchmal aberwitzig. Amüsant und menschenfreundlich. Auch die merkwürdigsten Gestalten kriegen noch ein Sympathiepunkterl mit. Im Mittelpunkt steht ein schiefer Wiener Wohnturm mit vielen Sozialwohnungen, der Kratzer. Der Boden hat sich gesenkt, weil nebendran die Tiefgarage für das futuristische Luxusbauprojekt der Nullzone ausgehoben wird. Das alte Hochhaus soll der teuren neuen Waben-Immobilie aus dem 3D-Drucker weichen. Außer der Baugrube und dem Wohnturm gibt es in dem Stadtentwicklungsgebiet nur noch einen Supermarkt (inklusive Sozialmarkt für die Kratzer-Bewohner) – sehr zukunftweisend. Dort wird jeden Tag billiges Gemüse in ein künstliches Feld gesteckt. Zum Selberpflücken für das gute Gefühl. So natürlich wie die KI-Wohnwaben mit „Empathic Technology“, die das „Narrativ des Wohnens neu [schreiben]“! Erzählt wird das mitunter hochkomische Trauerspiel aus drei Perspektiven: Da ist zunächst der Zukunftsforscher und Fernsehphilosoph Gabor. Dem attestiert die Ärztin zu viel viszerales Fett und noch andere beunruhigende Werte. Er gerät nicht nur wegen seiner schwindenden Lebenserwartung in eine heftige Krise. Seine Frau will partout die schöne Altbauwohnung in der Stadt aufgeben und in eine Wabe in der Nullzone ziehen. Er, ein Übriggebliebener aus dem letzten Jahrhundert und Liebhaber der Vergangenheit in der Zukunft (Futur II), eigentlich gar nicht. Nulllinie in der Nullzone? Lieber wegbeamen zur Zen-Meditation. Die Hausmeisterin im Hochhaus, Elfi, lebt in der Gegenwart. Müll, Rattenbeseitigung, Waschmünzenverwaltung, nächtliche Ruhestörungen. Die Vergangenheit will sie mit Tabletten fern von sich zu halten. Und die Zukunft, die Räumung ihrer Wohnung, den Abriss des Kratzers versucht sie gegen jede Wahrscheinlichkeit zu verhindern. Der dritte Protagonist, Rachid, widerwillig wieder in Mutters Wohnung im Kratzer eingezogen, ist routinierter Paketzusteller: „EMPFÄNGER NICHT ANGETROFFEN PAKET NICHT ANGENOMMEN ZUSTELLVERSUCH ERFOLGLOS EMPFÄNGER VERZOGEN ‚Na, was sollen wir nehmen? Ene mene muh.‘“ Er träumt von einer Zukunft als Drohnenzustellunternehmer und von einer Kleinfamilie mit seiner Ex. Alle drei Protagonisten sind gefangen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Verbunden in der Nullzone. Isabella Straub hat den dreien eine Stimme gegeben, jedem eine eigene. Die von Rachid ist manchmal zum Schreien komisch (wobei ich mir nicht sicher bin, ob ein Angehöriger der Generation Z sie nicht doch ein wenig cringe finden würde). An der Oberfläche ein satirischer Roman über Stadtentwicklung, Gentrifizierung und den falschen Schein der Geschäftswelt mitsamt ihren „Teebeutel-Sinnsprüchen“, unten drunter aber ein Buch über Lebensträume, über die Frage, wie man leben soll, wenn man den Witwenexpress zum Friedhof nicht als wiederkehrenden Höhepunkt seines Alltags ansehen will. Zum Lesen und Lachen. (Als gebundenes Buch gelesen.)

Zum Lesen und Lachen

Johanna aus München am 24.02.2025
Bewertungsnummer: 2420980
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Witzig, manchmal aberwitzig. Amüsant und menschenfreundlich. Auch die merkwürdigsten Gestalten kriegen noch ein Sympathiepunkterl mit. Im Mittelpunkt steht ein schiefer Wiener Wohnturm mit vielen Sozialwohnungen, der Kratzer. Der Boden hat sich gesenkt, weil nebendran die Tiefgarage für das futuristische Luxusbauprojekt der Nullzone ausgehoben wird. Das alte Hochhaus soll der teuren neuen Waben-Immobilie aus dem 3D-Drucker weichen. Außer der Baugrube und dem Wohnturm gibt es in dem Stadtentwicklungsgebiet nur noch einen Supermarkt (inklusive Sozialmarkt für die Kratzer-Bewohner) – sehr zukunftweisend. Dort wird jeden Tag billiges Gemüse in ein künstliches Feld gesteckt. Zum Selberpflücken für das gute Gefühl. So natürlich wie die KI-Wohnwaben mit „Empathic Technology“, die das „Narrativ des Wohnens neu [schreiben]“! Erzählt wird das mitunter hochkomische Trauerspiel aus drei Perspektiven: Da ist zunächst der Zukunftsforscher und Fernsehphilosoph Gabor. Dem attestiert die Ärztin zu viel viszerales Fett und noch andere beunruhigende Werte. Er gerät nicht nur wegen seiner schwindenden Lebenserwartung in eine heftige Krise. Seine Frau will partout die schöne Altbauwohnung in der Stadt aufgeben und in eine Wabe in der Nullzone ziehen. Er, ein Übriggebliebener aus dem letzten Jahrhundert und Liebhaber der Vergangenheit in der Zukunft (Futur II), eigentlich gar nicht. Nulllinie in der Nullzone? Lieber wegbeamen zur Zen-Meditation. Die Hausmeisterin im Hochhaus, Elfi, lebt in der Gegenwart. Müll, Rattenbeseitigung, Waschmünzenverwaltung, nächtliche Ruhestörungen. Die Vergangenheit will sie mit Tabletten fern von sich zu halten. Und die Zukunft, die Räumung ihrer Wohnung, den Abriss des Kratzers versucht sie gegen jede Wahrscheinlichkeit zu verhindern. Der dritte Protagonist, Rachid, widerwillig wieder in Mutters Wohnung im Kratzer eingezogen, ist routinierter Paketzusteller: „EMPFÄNGER NICHT ANGETROFFEN PAKET NICHT ANGENOMMEN ZUSTELLVERSUCH ERFOLGLOS EMPFÄNGER VERZOGEN ‚Na, was sollen wir nehmen? Ene mene muh.‘“ Er träumt von einer Zukunft als Drohnenzustellunternehmer und von einer Kleinfamilie mit seiner Ex. Alle drei Protagonisten sind gefangen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Verbunden in der Nullzone. Isabella Straub hat den dreien eine Stimme gegeben, jedem eine eigene. Die von Rachid ist manchmal zum Schreien komisch (wobei ich mir nicht sicher bin, ob ein Angehöriger der Generation Z sie nicht doch ein wenig cringe finden würde). An der Oberfläche ein satirischer Roman über Stadtentwicklung, Gentrifizierung und den falschen Schein der Geschäftswelt mitsamt ihren „Teebeutel-Sinnsprüchen“, unten drunter aber ein Buch über Lebensträume, über die Frage, wie man leben soll, wenn man den Witwenexpress zum Friedhof nicht als wiederkehrenden Höhepunkt seines Alltags ansehen will. Zum Lesen und Lachen. (Als gebundenes Buch gelesen.)

Wunderbarer Roman über drei unterschiedliche Leben und ein Hochhaus

Bewertung aus Luzern am 05.05.2025

Bewertungsnummer: 2483190

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Isabella Straubs Roman Nullzone ist ein kluges, vielschichtiges und zugleich sehr unterhaltsames Porträt des Lebens in einer modernen Großstadt – genauer gesagt in Wien. Mit einem feinen Gespür für Sprache und Charaktere erzählt Straub die ineinander verwobenen Geschichten von drei sehr unterschiedlichen Menschen: Gabor, ein Zukunftsforscher, der ironischerweise mit seiner eigenen Zukunft hadert; Elfi, eine bodenständige Hausmeisterin mit bewegter Vergangenheit; und Rashid, ein junger Paketzusteller mit großen Plänen. Zentraler Schauplatz des Romans ist der „Kratzer“ – ein in die Jahre gekommenes Hochhaus mit Sozialwohnungen, das durch ein benachbartes Luxusprojekt, die titelgebende „Nullzone“, bedroht wird. Der Kratzer steht sinnbildlich für das, was oft übersehen wird: Menschen in prekären Verhältnissen, soziale Ungleichheit und der leise, aber stetige Druck der Gentrifizierung. Die drei Hauptfiguren könnten kaum verschiedener sein, doch ihre Wege kreuzen sich auf oft absurde, manchmal traurige, oft sehr komische Weise. Ich habe mich beim Lesen nicht nur von der Tiefe der Figuren mitreißen lassen, sondern an einigen Stellen auch köstlich amüsiert. Straub bringt ernste Themen wie soziale Ausgrenzung, Einsamkeit und Migration auf den Tisch – aber mit einer Leichtigkeit, einem Witz und einer Menschlichkeit, die den Roman nie schwer machen. Nullzone regt zum Nachdenken an, bleibt dabei aber unterhaltsam und überraschend lebensnah. Ein literarisches Highlight für alle, die sich für aktuelle gesellschaftliche Fragen interessieren und dabei nicht auf sprachliche Raffinesse und feinen Humor verzichten möchten.

Wunderbarer Roman über drei unterschiedliche Leben und ein Hochhaus

Bewertung aus Luzern am 05.05.2025
Bewertungsnummer: 2483190
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Isabella Straubs Roman Nullzone ist ein kluges, vielschichtiges und zugleich sehr unterhaltsames Porträt des Lebens in einer modernen Großstadt – genauer gesagt in Wien. Mit einem feinen Gespür für Sprache und Charaktere erzählt Straub die ineinander verwobenen Geschichten von drei sehr unterschiedlichen Menschen: Gabor, ein Zukunftsforscher, der ironischerweise mit seiner eigenen Zukunft hadert; Elfi, eine bodenständige Hausmeisterin mit bewegter Vergangenheit; und Rashid, ein junger Paketzusteller mit großen Plänen. Zentraler Schauplatz des Romans ist der „Kratzer“ – ein in die Jahre gekommenes Hochhaus mit Sozialwohnungen, das durch ein benachbartes Luxusprojekt, die titelgebende „Nullzone“, bedroht wird. Der Kratzer steht sinnbildlich für das, was oft übersehen wird: Menschen in prekären Verhältnissen, soziale Ungleichheit und der leise, aber stetige Druck der Gentrifizierung. Die drei Hauptfiguren könnten kaum verschiedener sein, doch ihre Wege kreuzen sich auf oft absurde, manchmal traurige, oft sehr komische Weise. Ich habe mich beim Lesen nicht nur von der Tiefe der Figuren mitreißen lassen, sondern an einigen Stellen auch köstlich amüsiert. Straub bringt ernste Themen wie soziale Ausgrenzung, Einsamkeit und Migration auf den Tisch – aber mit einer Leichtigkeit, einem Witz und einer Menschlichkeit, die den Roman nie schwer machen. Nullzone regt zum Nachdenken an, bleibt dabei aber unterhaltsam und überraschend lebensnah. Ein literarisches Highlight für alle, die sich für aktuelle gesellschaftliche Fragen interessieren und dabei nicht auf sprachliche Raffinesse und feinen Humor verzichten möchten.

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Nullzone

von Isabella Straub

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