Sie, eine Autorin Ende vierzig, liegt auf dem Küchenboden und weint. Das Herzrasen, die Atemnot, die Schlaflosigkeit. Was brodelt in ihr? Was will das Leben ihr sagen? Dass sie den Beruf aufgeben soll, den sie für die Ursache ihrer emotionalen Krise hält? Sie entscheidet sich für das Gegenteil. Nämlich dafür, ihre Fähigkeiten zu nutzen und sich ihren Lebensthemen schreibend zu stellen. Ihr Selbstfindungsprozess führt sie nicht nur auf die kleine Azoreninsel Pico und an die Küsten Italiens und Portugals, wo sie sich jeweils einen Monat des Alleinseins verschreibt, sondern auch ins heimische Hospiz im Werdenberg. Dort beginnt sie, zusammen mit Menschen in der letzten Lebensphase Briefe zu verfassen. Die Konfrontation mit sich selbst und der Endlichkeit des Lebens führt sie schliesslich zu einer bis dahin verdrängten Erinnerung an ein Ereignis aus ihrer frühen Kindheit. Findet sie im Erlebten endlich die Antworten auf ihre drängendsten Fragen?Die Reise, auf die uns Doris Büchel in ihrem Buch mitnimmt, wühlt auf – und lässt uns wieder zur Ruhe kommen. Was wir miterleben dürfen, berührt und tröstet, inspiriert und ermutigt. Und erinnert uns daran: Leben kann man nur jetzt. Jetzt!In »Wie lange ist nie mehr« setzt sich Doris Büchel als namenlose Ich-Erzählerin mit der Endlichkeit auseinander. Und damit verbunden mit dem Leben, der Liebe, dem Sterben, mit Verlust und Tod. Aber auch mit der eigenen Geschichte. Und mit den Geschichten von Menschen in der letzten Lebensphase, die sie besucht, um deren Erinnerungen, Wünsche und Hoffnungen in Briefform festzuhalten. Feinsinnig und kompromisslos verwebt sie Fragmente zu einem Ganzen, das berührt und nachhallt. Und uns zur Auseinandersetzung anregt: Mit dem, was war. Mit dem, was ist. Mit dem, was eines Tages unwiderruflich sein wird.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
HappIness
aus Basel
5/5
07.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tiefgründig, regt zum Denken an..
Leben und Sterben, so nah und doch oft so fern…
Ein wunderbares Buch, das wertvolle Impulse gibt, wie man selbst mit dem Thema Tod umgehen kann, einem Thema, das leider bis heute noch stark tabuisiert wird.
Die Autorin teilt berührende Gedanken und persönliche Erfahrungen, die zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregen.
Ich würde behaupten, dass dieses Buch für jeden geeignet ist , unabhängig davon, ob man sich bereits mit den Themen Sterben, Palliativpflege oder dem Sinn des Lebens auseinandersetzt oder nicht. Es bietet wertvolle Denkanstösse und lädt dazu ein, das Leben und seine Endlichkeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Bewertung
5/5
10.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzensempfehlung
Doris Büchel nimmt uns mit auf ihren Weg, persönlich, authentisch, ehrlich, nachdenklich, herzerweiternd.
Sie schreibt über und für sich Selbst aber auch über und für uns alle. Texte, die berühren und uns einladen, das Leben zu achten und auf eine berührende Art und Weise zu betrachten. Worte, die mich bewegen und ich immer wieder ins Bewusstsein holen möchte.
B. Wiedemann
aus Ulm
5/5
14.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Still, klug und berührend – klare Leseempfehlung :-)
Ich war zuerst etwas skeptisch, weil ich eigentlich nach einem Ratgeber gesucht hatte – nach einem Buch, das erklärt, wie man mit Abschied, Sterben und Tod umgeht. Doch „Wie lange ist nie mehr“ ist viel mehr als das.
Doris Büchel gibt keine fertigen Antworten, sondern schenkt Gedanken, die nachhallen und im Herzen bleiben. Was mich besonders berührt hat, ist die Klarheit, mit der sie schreibt – leise, ehrlich und ohne Pathos, kein Wort zu viel, kein falscher Ton. Ihre Sprache ist schlicht und gleichzeitig wunderschön; jedes Wort scheint sorgsam gewählt. Beim Lesen spürt man, dass sie nichts beschönigt – und gerade dadurch entsteht etwas Tröstliches, Echtes. Sie schafft es, über Verlust, Angst und Abschied zu schreiben, ohne sentimental zu werden. Stattdessen ist da viel Mut, Aufrichtigkeit und ein tiefer Respekt vor dem Leben selbst.
Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Es zwingt nicht zum Nachdenken, sondern lädt dazu ein – über das Sterben, aber vor allem über das Leben. Über das, was bleibt, wenn man loslässt. Ich habe es langsam gelesen, immer wieder innegehalten und gespürt, wie ihre Gedanken nachwirken. „Wie lange ist nie mehr“ ist kein Ratgeber, sondern eine stille Begleitung – ein Buch, das sich anfühlt wie ein Gespräch mit jemandem, der versteht. Still, klug und wunderbar menschlich.
Stucki
Book Circle Community
5/5
21.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leben und sterben, so nah und doch so fern?
Ein wunderbares Buch um Inputs zu erhalten, wie man am Besten selbst mit dem Thema Tod umgehen kann, welches leider bis heute noch sehr Tabuisiert ist.
Anregende Gedanken werden in dem Buch beschrieben, welche zur Selbstreflektion führen.
Ich würde behaupten, das Buch ist für jeden geeignet, ob du dich mit dem Thema Sterben, Palliativ Pflege oder dem Leben auseinandersetzt oder nicht, es gibt einem tolle Inputs.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
19.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Tabu-Thema, das keines sein sollte
Ein wunderbar leichtes, anregendes und inspirierendes Buch über die Endlichkeit des Lebens und den Tod. Der Leser begleitet Doris Büchel bei ihrer Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod, ähnlich, wie in einem Tagebuch. Sie erzählt wie Menschen aus dem Hospiz, für die sie im Namen der Patienten Briefe an die Zurückbleibenden schreibt, der Tatsache ins Auge blicken, dass sie bald sterben werden.
Eine liebevolle Aufforderung sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander zu setzen und den Tod zu enttabuisieren.
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