Produktbild: Magnum. A World of Photography

Magnum. A World of Photography FOTO ARSENAL WIEN

1

40,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2025

Herausgeber

Felix Hoffmann

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

27,2/23,8/2,2 cm

Gewicht

1235 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-96999-463-4

Beschreibung

Portrait

Felix Hoffmann ist Ausstellungsmacher, Bild- und Kulturwissenschaftler und Gründungsdirektor des Zentrums für Fotografie und Lens Based Media FOTO ARSENAL WIEN und Direktor der FOTO WIEN. In diesem Bereich hat er 2023/24 Ausstellungen u.a. mit Beate Gütschow, Mari Katayama und die Gruppenausstellung »Crossing Lines. Politics of Images« kuratiert. Von 2005 bis 2022 war er Chefkurator der C/O Berlin Foundation, wo er für Ausstellungen, Programme und Strategie
zuständig war. Er hat Bücher herausgegeben und Texte verfasst, kuratierte zahlreiche Ausstellungen darunter Nan Goldin (2009), Robert Mapplethorpe, Peter Lindbergh (2011), Gordon Parks (2014) oder Ren Hang und Elfie Semotan (2018), sowie Themenausstellungen wie »unheimlich vertraut. Bilder vom Terror« (2011), »Das letzte Bild. Fotografie und Tod« (2018) oder »Send me an Image. From Postcards to Social Media« (2020).

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2025

Herausgeber

Felix Hoffmann

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

27,2/23,8/2,2 cm

Gewicht

1235 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-96999-463-4

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

Email: mail@steidl.de

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Der Ansatz der Ausstellung,…

VolkerM am 21.07.2025

Bewertungsnummer: 3015714

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Ansatz der Ausstellung, die bis 1. Juni im Foto Arsenal in Wien zu sehen war, ist grundsätzlich interessant: Das Magnum-Fotoarchiv war schon unzählige Male Quelle für hochkarätige Fotoausstellungen in der ganzen Welt, die Wiener Kuratoren gingen aber in ihrer Spurensuche tiefer. Sie fahndeten nach den Printmedien, in denen die lizenzierten Abzüge letztlich publiziert wurden und waren überrascht, dass es hierfür kein fokussiertes Sammelarchiv gibt. Magnums historische Vintage-Abzüge wurden im Zuge der Digitalisierung zum Teil verkauft oder werden in verschiedenen Stiftungen konservatorisch verwahrt, das historische Verwaltungsarchiv von Magnum ist erstaunlicherweise verloren. Der Weg vom Negativ bis zum Printmedium ist also nicht immer vollständig nachvollziehbar und wenn, dann nur mit Mühe und Glück. In einigen Fällen ist es allerdings gelungen. Die Ausstellungsmacher haben Kontaktabzüge, Belichtungsanweisungen sowie Informationen von Fotorückseiten ausgewertet und sind so dem Weg der Fotos auf die Spur gekommen. Die Auswahl der Beispiele ist leider stark aktivistisch geprägt und verzerrt damit das sehr breite Spektrum, das Magnum eigentlich vertritt. Die Bandbreite der Agentur reicht von Kriegsberichterstattung über klassischen Fotojournalismus bis hin zur avantgardistischen Fotokunst, die Ausstellung fokussiert dagegen sehr stark auf Sozialfotografie mit antirassistischem Hintergrund und diskutiert auch eifrig mit woken und postkolonialen Kampfbegriffen. Das hat sogar Auswirkungen bis auf den zweisprachigen Begleittext: Die deutsche Übersetzung wird buchstäblich bis zur Unkenntlichkeit gegendert, ein äußerst unerfreuliches Labyrinth aus Doppelpunkten und Geschlechterbandwürmern, was nicht selten den Sinn entstellt. Noch dazu ist die Übersetzung insgesamt sprachlich holprig und teilweise sogar inhaltlich falsch. Zum Glück können sprachkundige Leser auf die englische Originalfassung zurückgreifen, aber es ist wirklich an der Zeit, dass diese zunehmend totalitäre Sprachvergewaltigung (die als „natürliche Entwicklung“ geframt wird) ein Ende hat und wir darüber genauso lachen können wie über die Sprachnebelkerzen der 68er. Ich finde die Gesamtsituation nämlich irgendwie unbefriedigend.

Der Ansatz der Ausstellung,…

VolkerM am 21.07.2025
Bewertungsnummer: 3015714
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Ansatz der Ausstellung, die bis 1. Juni im Foto Arsenal in Wien zu sehen war, ist grundsätzlich interessant: Das Magnum-Fotoarchiv war schon unzählige Male Quelle für hochkarätige Fotoausstellungen in der ganzen Welt, die Wiener Kuratoren gingen aber in ihrer Spurensuche tiefer. Sie fahndeten nach den Printmedien, in denen die lizenzierten Abzüge letztlich publiziert wurden und waren überrascht, dass es hierfür kein fokussiertes Sammelarchiv gibt. Magnums historische Vintage-Abzüge wurden im Zuge der Digitalisierung zum Teil verkauft oder werden in verschiedenen Stiftungen konservatorisch verwahrt, das historische Verwaltungsarchiv von Magnum ist erstaunlicherweise verloren. Der Weg vom Negativ bis zum Printmedium ist also nicht immer vollständig nachvollziehbar und wenn, dann nur mit Mühe und Glück. In einigen Fällen ist es allerdings gelungen. Die Ausstellungsmacher haben Kontaktabzüge, Belichtungsanweisungen sowie Informationen von Fotorückseiten ausgewertet und sind so dem Weg der Fotos auf die Spur gekommen. Die Auswahl der Beispiele ist leider stark aktivistisch geprägt und verzerrt damit das sehr breite Spektrum, das Magnum eigentlich vertritt. Die Bandbreite der Agentur reicht von Kriegsberichterstattung über klassischen Fotojournalismus bis hin zur avantgardistischen Fotokunst, die Ausstellung fokussiert dagegen sehr stark auf Sozialfotografie mit antirassistischem Hintergrund und diskutiert auch eifrig mit woken und postkolonialen Kampfbegriffen. Das hat sogar Auswirkungen bis auf den zweisprachigen Begleittext: Die deutsche Übersetzung wird buchstäblich bis zur Unkenntlichkeit gegendert, ein äußerst unerfreuliches Labyrinth aus Doppelpunkten und Geschlechterbandwürmern, was nicht selten den Sinn entstellt. Noch dazu ist die Übersetzung insgesamt sprachlich holprig und teilweise sogar inhaltlich falsch. Zum Glück können sprachkundige Leser auf die englische Originalfassung zurückgreifen, aber es ist wirklich an der Zeit, dass diese zunehmend totalitäre Sprachvergewaltigung (die als „natürliche Entwicklung“ geframt wird) ein Ende hat und wir darüber genauso lachen können wie über die Sprachnebelkerzen der 68er. Ich finde die Gesamtsituation nämlich irgendwie unbefriedigend.

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