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Band 2

Glatz. Herrgottsländchen

Aus der Reihe Glatz-Reihe
1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Polente Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

13,5/20,9/2,7 cm

Gewicht

412 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

1

Originaltitel

Glatz. Kraj Pana Boga

Übersetzt von

Markus Schnabel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9505744-1-8

Beschreibung

Rezension

»Ein düsterer, atmosphärisch dichter Kriminalroman, der die dunken Seiten der 1920er Jahre in Schlesien eindrucksvoll abbildet. Die komplexen Figuren, die verschlungenen Handlungsstränge und die authentische Kulisse machen das Buch (und die ganze Serie) zu einen “Muss” für Fans von historischen Kriminalromanen.« Christian Koch, HAMMETT-KRIMIBUCHHANDLUNG
»Der Spannungspegel steigt konstant – gute und zu Recht preisgekrönte Krimikost aus Polen!« Jörg Kijanski, BOOKNERDS
»Wie schon der Vorgänger überzeugt auch dieser Band mit komplexen Figuren und einem unverbrauchten Schauplatz.« Gunnar Wolters, KALIBER.17

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Polente Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

13,5/20,9/2,7 cm

Gewicht

412 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

1

Originaltitel

Glatz. Kraj Pana Boga

Übersetzt von

Markus Schnabel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9505744-1-8

Herstelleradresse

POLENTE VERLAG
Rabensburger Straße 17/82
1020 Wien
AT

Email: info@polenteverlag.com

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Glatz zu deutscher Zeit im Jahr 1921

Buchbesprechung aus Bad Kissingen am 29.11.2025

Bewertungsnummer: 2665798

Bewertet: eBook (ePUB 3)

REZENSION – Mit seinem Kriminalroman „Glatz“, der in Polen bereits mit den wichtigsten Krimi-Preisen ausgezeichnet wurde und im Jahr 2024 auf Deutsch erschien, ist dem polnischen Schriftsteller Tomasz Duszyński (49) ein Bestseller gelungen, der uns deutsche Leser mit einem unbekannten Schauplatz überrascht. Denn seine in Polen bereits auf fünf Bände angewachsene Reihe spielt während der schwierigen 1920er Nachkriegsjahre in der damals noch deutschen Grafschaft Glatz und der gleichnamigen Kleinstadt (heute Kłodzko), aus der die Familie des Autors stammt. Während der erste Band im Berliner Jaron Verlag erschien, wird die Krimireihe mit demselben Übersetzer Markus Schnabel und gleichem Layout von dem auf polnische Spannungsliteratur spezialisierten Polente Verlag in Wien weitergeführt. Hier erschien im Juni der zweite Band „Glatz. Herrgottsländchen“ um einen spektakulären Kriminalfall im Jahr 1921 im renommierten Kurort Reinerz (heute Duszniki-Zdrój), zu jener Zeit wegen seiner natürlichen Kohlensäurebäder eines der renommiertesten Herzheilbäder Europas. Nach einer brutalen Mordserie im Frühjahr 1920 (Band 1) scheint das Leben in der niederschlesischen Grafschaft wieder in geordneten Bahnen zu laufen. Doch unerwartet kehren Angst und Schrecken zurück: In einem Waldstück nahe dem Kurort wird durch Zufall die Leiche der jungen Sabine Hunfeld aufgefunden, die seit 1916 vermisste Tochter eines einst ortsbekannten und wohlhabenden Tabakwaren-Importeurs. Franz Koschella, Leiter der erst im Vorjahr gegründeten Kriminalabteilung der Glatzer Polizei, wird mit der Aufklärung des mysteriösen Falles beauftragt. Denn in den vergangenen fünf Jahren, seitdem in Glatz die Vermisstensuche auf Anordnung aus Berlin eingestellt werden musste, wurden sämtliche Spuren gezielt verwischt. Schon bald nehmen Koschellas Ermittlungen eine unerwartete Wendung, als nach einer Brandstiftung im Badehaus ausgerechnet er des Mordes an einem Badegast verdächtigt wird, er dies auch nicht leugnet und ins Gefängnis kommt. In dieser Situation trifft der kriegsversehrte Hauptmann Wilhelm Klein aus Berlin in der Grafschaft ein. Als Privatmann nimmt er sich des verzwickten Falles an. Die Grafschaft Glatz wurde einst liebevoll „Herrgottsländchen“ genannt. Doch in den düsteren 1920er Jahren kann davon keine Rede sein: „Gott schert sich einen Dreck um sein Land. Der war schon lange nicht mehr hier.“ Im Gegenteil: Die Grafschaft zeigt sich auch in Duszyńskis zweitem Krimi als Mekka der organisierten Kriminalität mit Korruption und Erpressung, Glücksspiel und Prostitution. Das Bemerkenswerte an dieser Krimireihe ist, dass ein polnischer Autor die deutsche Zeit Niederschlesiens als Thema wählt und jene Zeit der 1920er Jahre so authentisch erlebbar wiedergibt. Immerhin war in Polen seit 1945 bis zum Zusammenbruch des kommunistischen Regimes alles Deutsche aus dem Geschichtsbewusstsein gezielt verdrängt worden und der Gebrauch deutscher Sprache weitestgehend verboten. Der Schauplatz in Duszyńskis Regionalkrimis, die Grafschaft und Stadt Glatz in den 1920er Jahren, ist für uns ein unbekannter Handlungsschauplatz. Erschwerend ist aber noch, dass die im Krimi zeitgemäß korrekt mit deutschen Namen genannten Straßen und Örtlichkeiten selbst von jenen kaum wiedererkannt werden dürften, die das heutige Kłodzko von Besuchen her kennen, da es heute nur polnische Namen gibt. Sieht man aber davon ab, ist „Glatz. Herrgottsländchen“ durchaus spannend zu lesen, obwohl der Autor durch die Vielzahl der Personen und wechselnde Handlungsstränge dem Leser einige Konzentration abverlangt. Auch bleibt das Vorgehen des Kriminalpolizisten Koschella über lange Zeit schwer nachvollziehbar ebenso wie die Aktivitäten von Hauptmann Klein. Will er Koschella helfen? Was hat er vor? Doch auch dies macht alles spannend. Es empfiehlt sich, zuvor den ersten Band „Glatz“ dieser Krimireihe gelesen zu haben, da der zweite Band gelegentlich darauf Bezug nimmt. Auch wird die Beziehung zwischen Koschella und Klein dadurch verständlicher. Wer aber den zweiten Band gelesen hat, wird sicher auf die Fortsetzung „Glatz. Rübezahl“ gespannt sein, die bereits für Sommer 2026 angekündigt ist.

Glatz zu deutscher Zeit im Jahr 1921

Buchbesprechung aus Bad Kissingen am 29.11.2025
Bewertungsnummer: 2665798
Bewertet: eBook (ePUB 3)

REZENSION – Mit seinem Kriminalroman „Glatz“, der in Polen bereits mit den wichtigsten Krimi-Preisen ausgezeichnet wurde und im Jahr 2024 auf Deutsch erschien, ist dem polnischen Schriftsteller Tomasz Duszyński (49) ein Bestseller gelungen, der uns deutsche Leser mit einem unbekannten Schauplatz überrascht. Denn seine in Polen bereits auf fünf Bände angewachsene Reihe spielt während der schwierigen 1920er Nachkriegsjahre in der damals noch deutschen Grafschaft Glatz und der gleichnamigen Kleinstadt (heute Kłodzko), aus der die Familie des Autors stammt. Während der erste Band im Berliner Jaron Verlag erschien, wird die Krimireihe mit demselben Übersetzer Markus Schnabel und gleichem Layout von dem auf polnische Spannungsliteratur spezialisierten Polente Verlag in Wien weitergeführt. Hier erschien im Juni der zweite Band „Glatz. Herrgottsländchen“ um einen spektakulären Kriminalfall im Jahr 1921 im renommierten Kurort Reinerz (heute Duszniki-Zdrój), zu jener Zeit wegen seiner natürlichen Kohlensäurebäder eines der renommiertesten Herzheilbäder Europas. Nach einer brutalen Mordserie im Frühjahr 1920 (Band 1) scheint das Leben in der niederschlesischen Grafschaft wieder in geordneten Bahnen zu laufen. Doch unerwartet kehren Angst und Schrecken zurück: In einem Waldstück nahe dem Kurort wird durch Zufall die Leiche der jungen Sabine Hunfeld aufgefunden, die seit 1916 vermisste Tochter eines einst ortsbekannten und wohlhabenden Tabakwaren-Importeurs. Franz Koschella, Leiter der erst im Vorjahr gegründeten Kriminalabteilung der Glatzer Polizei, wird mit der Aufklärung des mysteriösen Falles beauftragt. Denn in den vergangenen fünf Jahren, seitdem in Glatz die Vermisstensuche auf Anordnung aus Berlin eingestellt werden musste, wurden sämtliche Spuren gezielt verwischt. Schon bald nehmen Koschellas Ermittlungen eine unerwartete Wendung, als nach einer Brandstiftung im Badehaus ausgerechnet er des Mordes an einem Badegast verdächtigt wird, er dies auch nicht leugnet und ins Gefängnis kommt. In dieser Situation trifft der kriegsversehrte Hauptmann Wilhelm Klein aus Berlin in der Grafschaft ein. Als Privatmann nimmt er sich des verzwickten Falles an. Die Grafschaft Glatz wurde einst liebevoll „Herrgottsländchen“ genannt. Doch in den düsteren 1920er Jahren kann davon keine Rede sein: „Gott schert sich einen Dreck um sein Land. Der war schon lange nicht mehr hier.“ Im Gegenteil: Die Grafschaft zeigt sich auch in Duszyńskis zweitem Krimi als Mekka der organisierten Kriminalität mit Korruption und Erpressung, Glücksspiel und Prostitution. Das Bemerkenswerte an dieser Krimireihe ist, dass ein polnischer Autor die deutsche Zeit Niederschlesiens als Thema wählt und jene Zeit der 1920er Jahre so authentisch erlebbar wiedergibt. Immerhin war in Polen seit 1945 bis zum Zusammenbruch des kommunistischen Regimes alles Deutsche aus dem Geschichtsbewusstsein gezielt verdrängt worden und der Gebrauch deutscher Sprache weitestgehend verboten. Der Schauplatz in Duszyńskis Regionalkrimis, die Grafschaft und Stadt Glatz in den 1920er Jahren, ist für uns ein unbekannter Handlungsschauplatz. Erschwerend ist aber noch, dass die im Krimi zeitgemäß korrekt mit deutschen Namen genannten Straßen und Örtlichkeiten selbst von jenen kaum wiedererkannt werden dürften, die das heutige Kłodzko von Besuchen her kennen, da es heute nur polnische Namen gibt. Sieht man aber davon ab, ist „Glatz. Herrgottsländchen“ durchaus spannend zu lesen, obwohl der Autor durch die Vielzahl der Personen und wechselnde Handlungsstränge dem Leser einige Konzentration abverlangt. Auch bleibt das Vorgehen des Kriminalpolizisten Koschella über lange Zeit schwer nachvollziehbar ebenso wie die Aktivitäten von Hauptmann Klein. Will er Koschella helfen? Was hat er vor? Doch auch dies macht alles spannend. Es empfiehlt sich, zuvor den ersten Band „Glatz“ dieser Krimireihe gelesen zu haben, da der zweite Band gelegentlich darauf Bezug nimmt. Auch wird die Beziehung zwischen Koschella und Klein dadurch verständlicher. Wer aber den zweiten Band gelesen hat, wird sicher auf die Fortsetzung „Glatz. Rübezahl“ gespannt sein, die bereits für Sommer 2026 angekündigt ist.

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Glatz. Herrgottsländchen

von Tomasz Duszynski

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