Statt Dialoge zu führen werden pädagogische Monologe gehalten. Die Wahrheiten, die darin verkündet werden, sind unerschütterlich. Oder alternativlos. Wer fragend den Zeigefinger reckt oder Widerspruch anmeldet, verfällt kollektiver Kritik und im schlimmsten Falle der Ächtung als Hetzer, Leugner oder uneinsichtiger Querulant. Selbstgerecht wird über abweichende Sichten geurteilt, denn der Irrtum ist stets das Privileg der anderen.Michael Bröning, Mitglied der Grundwertekommission der SPD, lebt in den USA und forscht nach den Ursachen der gesellschaftlichen Polarisierung. Diese findet augenscheinlich in allen westlichen Demokratien statt. Seine Essays versteht er als Appelle zum Austausch in Zeiten, »in denen das Gemeinsame mehr und mehr verloren geht«. Einige Texte erschienen in kürzerer Fassung bereits in Wien, Zürich oder Brüssel und zum Teil in englischer Sprache.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Berlin
5/5
19.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Polemik auf höchstem Niveau
Man sagt zurecht: Wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, weisen mindestens drei Finger auf einen selbst zurück. Bröning dreht das Prinzip gewissermaßen um, indem er ironisch das Problem zum Titel seiner Textsammlung machte. Er polemisiert gegen die weit verbreitete Neigung, Menschen als Querulanten zu attackieren, wenn sie nicht die eigene Meinung teilen. Selbstgerecht wird über abweichende Sichten geurteilt, denn der Irrtum ist ausschließlich auf der anderen Seite. Bröning versteht seine Essays als Appelle zum Austausch in Zeiten, "in denen das Gemeinsame mehr und mehr verloren geht". Es ist zu wünschen, dass seine Rufe und Anregungen nicht ungehört und ungelesen verhallen. Sie bieten auch ausgesprochenen Lesegenuss
Buchdrache
aus Berlin
5/5
19.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Polemik auf hohem Niveau –…
Polemik auf hohem Niveau – Ein wichtiges Buch zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit. Ein Plädoyer für den konstruktiven Meinungsaustausch Man sagt zurecht: Wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, weisen mindestens drei Finger auf einen selbst zurück. Bröning dreht das Prinzip gewissermaßen um, indem er ironisch das Problem zum Titel seiner Textsammlung machte. Er polemisiert gegen die weit verbreitete Neigung, Menschen als Querulanten zu attackieren, wenn sie nicht die eigene Meinung teilen. Selbstgerecht wird über abweichende Sichten geurteilt, denn der Irrtum ist ausschließlich auf der anderen Seite. Bröning versteht seine Essays als Appelle zum Austausch in Zeiten, "in denen das Gemeinsame mehr und mehr verloren geht". Es ist zu wünschen, dass seine Rufe und Anregungen nicht ungehört und ungelesen verhallen. Sie bieten auch ausgesprochenen Lesegenuss.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.