Dem norddeutschen Privatdetektiv Ebbe Knudsen reicht es. Frisch geschiedenund ausgebrannt vom Job kehrt er in seine alte Heimat Pellworm zurück, umsich dort ehrenamtlich der Pflege von Watt und Umwelt zu widmen und –vielleicht seine alte Liebe zu Kaya, der zwar resoluten, aber herzlichen Barfraudes „Kojenhauses“, zu reaktivieren. Leider werden seine Pläne für eineAuszeit abrupt gestört, als er bei der Säuberung einer Sandbank keinen Abfall,sondern eine Leiche in einem Müllsack entdeckt. Wie werden die Schattender Vergangenheit seine Ermittlungen mit der jungen, engagierten PolizistinMarret beeinflussen? Ist Ebbe dem Druck gewachsen und verbirgt Kaya einGeheimnis, welches das gesamte soziale Gefüge rund um die gemeinsameFreundes-Clique auf den Kopf stellen könnte? Ebbe und Marret Knudsenermitteln mit typisch nordfriesischem Charme in Reetdachhäusern, beim Umtrunkim Kojenhaus und in David-Hasselhoff-Facebookgruppen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Tanja
5/5
19.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein gemütlicher Krimi wie eine Auszeit am Meer
Liebevoll, lustig, authentisch. Eigentlich nicht das, was einem zunächst über einen guten Krimi in den Sinn kommt. Hier jedoch, bei Laura Windmanns wunderbarem Cosy crime „Der Tote im Wattenmeer“, fühlt man quasi die Meeresbrise im Gesicht, hört Schafe blöken und Möwen kreischen. Die Figuren sind vertraut, die menschlichen Abgründe und Beziehungen schlüssig und obwohl es natürlich um einen grausigen Fund geht, kommt dieser Krimi ohne übertriebene Härten aus, wird nichts an den Haaren herbeigezogen. Temporeich und spannend liest er sich schnell weg, man lehnt sich zurück und hat das Gefühl dabei zu sein. Wer das Buch nicht tatsächlich im Urlaub liest, hat aber auch zu Hause genau dieses feeling. In meiner Vorstellung war das ganze wie ein Film mit Charly Hübner, obwohl ja eigentlich David Hasselhoff eine wichtige Rolle spielt. Das hört sich nicht nur komisch an, sondern ist es auch, nämlich wirklich witzig. Eines der Bücher, die man nur unwillig beendet, am liebsten wäre ich noch ein wenig „vor Ort“ geblieben. Ich hoffe deshalb, dass uns dieses tolle Ermittler-Gespann in weiteren Fällen erhalten bleibt.
Bewertung
5/5
12.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Herrlich nordisch. Gern mehr davon! Eine neue Cosy-Crime-Autorin is born.
Ein sehr entspannter Roman, dieser erste Krimi von Laura Windmann. Ich habe beim Lesen die salzige Brise fast schmecken können. Und auch viel geschmunzelt. Die Figuren kommen mit ihrer Sprache und ihren Eigenheiten sehr authentisch rüber. Über allem schwebt eine pellwormsche Gemütlichkeit. Und dann wird ein Toter gefunden.
Wirklich ein sehr gelungener Einstieg ins Cosy-Crime-Genre und das Ende dieser gemütlichen Urlaubslektüre, vorzugsweise auf Pellworm oder einer anderen nordischen Insel, lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Wem Laura Windmanns Humor gefällt, dem kann ich auch frühere Bücher empfehlen, z.B. „Liebling, ich habe den Garten gesprengt“ oder den Spiegelbestseller „Mutti geht´s gut“ und deren Fortsetzungen. In diesem Jahr erscheint außerdem ein Buch der Autorin in Zusammenarbeit mit einer befreundeten Schriftstellerin, was in den 20ern spielt und aufgrund von originalen Postkartenwechseln aus der Zeit inspiriert wurde.
Bewertung
4/5
26.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Anderer Krimi
Für mich diesmal ein Buchexperiment, neue Autorin und ein Krimi in Nordfriesland, der ganz anders ist als erwartet. Wer hier auf einen handfesten Krimi hofft, ist falsch.
Für mich ist es ein Wohlfühlbuch mit viel Spaß beim Lesen und einem Mordfall so ganz nebenbei.
Ich war sehr neugierig als ich mir das Buch gekauft habe. Es geht auf die Insel Pellworm und es gibt ganz viele Protagonisten und Protagonistinnen, die hier die eigentlichen Hauptakteure sind. Alle mit dem norddeutschen Scharm und ich musste schon hier und da schmunzeln. Es gibt einige Passagen über das Buch verteilt in denen die Protagonisten und Protagonistinnen plattdeutsch snacken, das fand ich amüsant und hat mir gefallen, da es sich auch für nicht Nordfriesen erklärt und verständlich ist und es passt zur Geschichte. Der Schwerpunkt liegt nicht auf dem Mord sondern auf den Nebensächlichkeiten die mit dem Mord nur indirekt bis gar nichts zu tun haben, aber gerade das macht die Geschichte so sympathisch. Als Leserin wurde ich immer wieder auf andere Ereignisse aufmerksam und plötzlich ging es dann doch wieder um den Mord.
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig wegen den plattdeutschen Passagen, aber angenehm zu lesen.Die Kapitel sind nicht zu lang und der Erzählstil ist eigenwillig.Ob der Mord gelöst wird und was "DAS DING" ist, das dürft ihr jetzt selber lesen. Auch wenn ich ein bisschen brauchte um in die Geschichte zu kommen, hatte ich viel Spaß beim Lesen und das ist für mich das Wichtigste. Von daher vergebe ich 4 Sterne für viel Spaß beim Lesen aber ein Mord der eben nur Nebensache war.
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