Produktbild: Meinetwegen

Meinetwegen Roman | Ein faszinierender Roman mit psychologischem Tiefgang der Schweizer Autorin

4

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.10.2024

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

112 (Printausgabe)

Dateigröße

2079 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783312014101

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

22.10.2024

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

112 (Printausgabe)

Dateigröße

2079 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783312014101

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  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    30.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    So vielschichtig, dass man es…

    So vielschichtig, dass man es zweimal lesen möchte; Durch kleine Kommentare zum Zeitgeschehen wird einem klar, dass man sich anfangs im Jahr 1970 befindet, wobei die zeitliche Einbettung für die Geschichte gar nicht so relevant ist. Deshalb hätte es für mich die weiteren Andeutungen auf die Erzählzeit nicht gebraucht. In 17 Kapiteln, die die Therapiesitzungen der 17jährigen Katharina darstellen erzählt sie ihr bisheriges Leben und wie es zu der Tat kam, wegen der sie in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche untergebracht ist. Der Monolog ist eindringlich und wirkt durch viele Details sehr glaubhaft, zumal ihre Vorgeschichte klassisch ist. Deshalb hatte ich anfangs noch Verständnis für sie, als dann aber ihre Tat geschildert wird, hat sich für mich etwas gedreht. Das Opfer und die Stoßrichtung waren überraschend, ich hatte etwas anderes erwartet. Auch wird klar, dass Katharina eine eigene Agenda verfolgt. Die Erzählung lässt am Anfang genug Raum für verschiedene Deutungen, sie ist sehr gut konstruiert und intelligent umgesetzt. Leerzeilen, abgebrochene Sätze usw. werden von der Autorin als Stilmittel eingesetzt, um den Rhythmus des Monologs nachvollziehbar zu machen. Kleine Schwächen werden einem aufgrund der Kürze des Textes deutlich, dennoch vergebe ich volle fünf Sterne, da die Vielschichtigkeit so virtuos umgesetzt wurde.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    30.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    So vielschichtig, dass man es zweimal lesen möchte

    Durch kleine Kommentare zum Zeitgeschehen wird einem klar, dass man sich anfangs im Jahr 1970 befindet, wobei die zeitliche Einbettung für die Geschichte gar nicht so relevant ist. Deshalb hätte es für mich die weiteren Andeutungen auf die Erzählzeit nicht gebraucht. In 17 Kapiteln, die die Therapiesitzungen der 17jährigen Katharina darstellen erzählt sie ihr bisheriges Leben und wie es zu der Tat kam, wegen der sie in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche untergebracht ist. Der Monolog ist eindringlich und wirkt durch viele Details sehr glaubhaft, zumal ihre Vorgeschichte klassisch ist. Deshalb hatte ich anfangs noch Verständnis für sie, als dann aber ihre Tat geschildert wird, hat sich für mich etwas gedreht. Das Opfer und die Stoßrichtung waren überraschend, ich hatte etwas anderes erwartet. Auch wird klar, dass Katharina eine eigene Agenda verfolgt. Die Erzählung lässt am Anfang genug Raum für verschiedene Deutungen, sie ist sehr gut konstruiert und intelligent umgesetzt. Leerzeilen, abgebrochene Sätze usw. werden von der Autorin als Stilmittel eingesetzt, um den Rhythmus des Monologs nachvollziehbar zu machen. Kleine Schwächen werden einem aufgrund der Kürze des Textes deutlich, dennoch vergebe ich volle fünf Sterne, da die Vielschichtigkeit so virtuos umgesetzt wurde.

  • yellowdog

    4/5

    29.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Katharina

    Die 17jährige Katharina wurde straffällig, befindet sich in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche und muss sich jetzt regelmäßig zu einem Gespräch mit einem Psychiater einfinden. Der Roman hat eine ungewöhnliche Erzählperspektive. Es erzählt ausschließlich Katharina in all den Kapiteln, dennoch ist es kein Monolog. Sie tritt schon in Dialog mit ihrem Psychiater. Mit der Zeit erfährt man mehr Hintergründe, auch wieso Katharina in der Geschlossenen gelandet ist und was sie getan hat. Mit der Zeit bekommt man als Leser aber so seine Zweifel. Stimmen Katharinas Behauptungen oder ist sie manipulativ? Eine richtig glaubwürdige Erzählerin ist sie jedenfalls nicht. Dieses Spiel mit Katharinas Rolle ist der Clou des Romans und als Leser ist man selbst gefordert, seine Schlüsse zu ziehen. Dennoch zweifle ich nicht an Katharinas seelischen Qualen, die sie durchmachen musste. Interessanterweise wird es einen weiteren Roman von Dagmar Schifferli über Katharina geben. D darf man gespannt sein.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    3/5

    24.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiver Blick in den Kopf einer jungen Straftäterin

    Die 17-jährige Katharina befindet sich im Jahre 1970 wegen einer zunächst nicht näher bezeichneten Straftat in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche und trifft sich dort wöchentlich mit einem Therapeuten. In den Gesprächen setzt sie die Regeln und möchte sich nicht unterbrechen lassen. Es entwickelt sich ein intensiver Monolog, der Stück für Stück Details über die Tat enthüllt - und ganz nebenbei einen Blick in den Kopf des jungen Mädchens gewährt... "Meinetwegen" von Dagmar Schifferli ist ein kurzer Roman von gerade einmal 112 Seiten, der vor allem in der ersten Hälfte formal und sprachlich überzeugt. Ich-Erzählerin Katharina macht nicht nur dem Therapeuten, sondern auch den Leser:innen schnell klar, dass sie diejenige ist, die den Ton angibt und setzt. "Eines aber müssen Sie wissen: Sie dürfen mich nie unterbrechen, niemals", heißt es gleich zu Beginn und so bleibt auch der Leserschaft nichts anderes übrig, als sich dem Gedankenstrom dieser ambivalenten und unzuverlässigen Erzählerin hinzugeben. Katharina weicht dabei häufig von den Fakten ab, die mit ihrem Delikt zu tun haben, so dass es der Autorin gelingt, einen veritablen Spannungsbogen aufzubauen und die Leser:innen spekulieren zu lassen, warum Katharina sich an diesem Ort befindet. Selbst der Roman hält inne, wenn Katharina sich ihre Denk- und Sprechpausen nimmt. Dagmar Schifferli macht dies durch Leerstellen deutlich - eine ansprechende und anspruchsvolle Spielerei. Lesenswert sind auch die Gedanken Katharinas zur Sprache selbst. Nicht selten weist sie den Therapeuten und die Leser:innen auf Doppeldeutigkeiten hin und lässt immer wieder sprachliche Besonderheiten aus der Schweiz einfließen. Bisweilen erinnert das an Lyrik, man erkennt versähnliche Textteile und nicht von ungefähr verweist Dagmar Schifferli auf Gedichte wie die "Todesfuge" von Paul Celan. Leider nutzt sich die Erzählweise aber ab etwa der Hälfte des Romans dann doch recht schnell ab. Katharina umkreist das eigentliche Thema der Sitzungen weiterhin großflächig, dem Therapeuten ist es dann irgendwann immerhin gestattet, kleine Kärtchen mit den Antwortmöglichkeiten "Ja" oder "Nein" in ihren Monolog einfließen zu lassen. Doch innerhalb des Monologs selbst - und damit auch innerhalb des Romans - ist kaum noch eine Entwicklung zu erkennen, was dazu führte, dass sich "Meinetwegen" trotz seiner Kürze bisweilen sogar deutlich länger anfühlte. Ein weiterer Schwachpunkt ist das recht unausgegorene Ende. Ohne etwas darüber verraten zu wollen, hatte ich bei dieser außergewöhnlichen Art des Erzählens doch eine größere Überraschung, vielleicht sogar ein größeres Übel erwartet. Doch Dagmar Schifferli bleibt in ihrer Auflösung recht brav und belässt es bei den zuvor aufgebauten Sympathien für ihre Protagonistin. Auch wenn andere Romane wie Angela Lehners "Vater unser" bereits auf den manipulativen Monolog setzten, halte ich Sprache und Form von "Meinetwegen" für ungewöhnlich genug und damit für die Stärke des Büchleins. In der Entwicklung der Geschichte und der Erzählerin und im Finale geschieht jedoch in der zweiten Hälfte zu wenig, so dass die genannten Vorzüge recht bald verpuffen. Schade, denn "Meinetwegen" hätte in meinen Augen ein größeres und aufregenderes Potenzial gehabt, wenn sich die Autorin mehr getraut und die Leserschaft noch stärker provoziert hätte.

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