Objektverlust Film in der narzisstischen Gesellschaft
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.06.2026
Abbildungen
mit 0 Abbildungen
Verlag
XS-VerlagSeitenzahl
106
Maße (L/B/H)
17,9/11,8/1 cm
Gewicht
115 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-944503-27-1
In Filmen etwa von Wes Anderson, Greta Gerwig, Mia Hansen-Løve, Giorgos Lanthimos, Ruben Östlund, Quentin Tarantino, Joachim Trier oder Athina Rachel Tsangari setzt sich gegenwärtig eine neue Wahrnehmungsökonomie durch, die sich am Internet als prägender sozialisierender Erfahrung ausgebildet hat. Ihr Blick richtet sich nicht mehr mit Neugier oder Erkenntnisinteresse auf eine äußere Wirklichkeit, sondern auf einen Fundus überlieferter Bilder, die ihrer historischen und gesellschaftlichen Bedeutung entleert wurden.
Kino, das der Gesellschaft eine Zeitlang die Möglichkeit geboten hatte, durch den Schock technisch vermittelter Erfahrung sich und das Andere zu betrachten, verwandelt sich in diesen Filmen zum bloßen Spiegel des Selbst, zur Erlebnismaterie einer narzisstischen Gesellschaft. Film wurde die Propaganda einer Welt ohne Außen.
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