Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter erfährt die zwanzigjährige Mila eine verstörende Wahrheit: Ihr ganzes Leben basiert auf einer Lüge, die ihr der Vater im Zorn offenbart. Erschüttert und auf der Suche nach Antworten verlässt Mila ihre Heimat im Norden und reist in ein abgelegenes Bergdorf im Süden. Sie sucht nach einem bestimmten Bauernhof, den eine Frau allein bewirtschaftet. Als die Milchbäuerin öffnet, bietet Mila ihr Geld, um für eine Weile bei ihr bleiben zu dürfen – auf der Suche nach Ruhe, nach Tagen ohne Ablenkung, nach »anderen Tagen«, wie sie sagt. Almut, die zurückgezogen auf dem Hof lebt, zögert. Noch ahnt sie nicht, dass diese Begegnung kein Zufall ist. Letztlich nimmt sie die Fremde auf, und in einem flirrend heißen Sommer lernen die beiden Frauen einander zu vertrauen. Umgeben von einer imposanten Bergwelt, die sowohl majestätisch als auch herausfordernd ist, wird Mila bewusst, wie sehr die Natur das Leben auf dem Hof und im Dorf prägt. Almut wiederum ist beeindruckt, wie schnell Mila sich in die für sie fremde Welt einfügt. Doch als die Frauen die schmerzhaften Verbindungen entdecken, reißen alte Wunden auf, es ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten. Am Ende dieses Sommers müssen beide entscheiden, was sie wirklich loslassen können und was für immer Teil ihres Lebens bleiben wird. Das verlorene Band ist ein ebenso fein gesponnener wie emotionaler Roman über die Macht lebensverändernder Verbindungen und die Überwindung tiefer Brüche.
Frank Bresching ist ein bewegender Roman über Identität, Verlust und Hoffnung gelungen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
2 Bewertungen
5 Sterne
(2)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Wunderbar feinfühliger Roman über Herkunft und Identität
Buch_im_Koffer aus Münster am 16.06.2025
Bewertungsnummer: 2517192
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie eng das Band zwischen der zwanzigjährigen Mila und ihrer Mutter ist, zeigt sich in den vielen Zwisprachen, die die Tochter mit ihrem mütterlichen Tagebuch hält. Denn Milas Mutter ist durch einen tragischen Unfall getötet worden. In einem verzweifelten Trauerstreit dann platzt aus dem Vater das heraus, was eigentlich für immer ein Geheimnis bleiben sollte. Und Mila flieht.
Sie landet schließlich in einem kleinen, abgelegenen Bergdorf, wo sie bei der alleinstehenden Bäuerin Almut unterkommt. Hier, in der Abgeschiedenheit der Berge, möchte sie zur Ruhe kommen und Antworten finden, die ihr die Mutter nicht mehr geben kann. Eine Woche, sieben Tage, hat sie dafür geplant. Bezahlt im voraus. Und sie hofft, dass Almut ihr bei ihrer Suche helfen kann, denn Mila ist nicht zufällig genau hier.
Die Auflösung des Geheimnisses um Mila und ihre Mutter ist schnell voraussehbar. Schadet das dem Buch? Nein. Überhaupt nicht. Im Gegenteil! Denn die Stärke des Romans liegt zweifelsohne in den wunderbar fein gezeichneten Figuren und ihrer persönlichen Entwicklung (zueinander). Die junge Mila, die trotz einer schrecklichen Tragödie in ihrem Leben ihre Willensstärke und ihren Optimismus nie aufgibt. Die mit Lebensfreude und Empathie ihrer Umwelt begegnet, dass es eine Freude ist, ihren Weg zu begleiten. Almut scheint da auf den ersten Blick das Gegenteil zu sein. In sich gekehrt, zurückgezogen, vielleicht gar ein wenig verbittet, spricht sie nie mehr als notwendig. Im Zusammenspiel der beiden entwickelt sich dann aber über die Zeit eine Dynamik, der man sich nicht entziehen kann. Nach und nach finden die beiden Frauen einen innerlichen Gleichklang, der sie einander näher bringt. Und sie ermutigt, sich der anderen zu öffnen; die eine beginnt, sich ihrer jahrelangen Abgeschiedenheit zu stellen, die andere kann sich dem Familiengeheimnis stellen.
Frank Bresching schreibt in einer einfachen, leichten Sprache, die mich zunächst überrascht hat, dann aber immer stimmiger die Charaktere in ihrer Art ergänzte und die Leichtigkeit dieses Sommers in den Bergen einfing. Toll! Ergänzt wird das Ganze durch das Cover, das einfach perfekt zum Roman passt!
Wunderbar feinfühliger Roman…
Buch_im_Koffer am 16.06.2025
Bewertungsnummer: 2944628
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbar feinfühliger Roman über Herkunft und Identität - Wie eng das Band zwischen der zwanzigjährigen Mila und ihrer Mutter ist, zeigt sich in den vielen Zwisprachen, die die Tochter mit ihrem mütterlichen Tagebuch hält. Denn Milas Mutter ist durch einen tragischen Unfall getötet worden. In einem verzweifelten Trauerstreit dann platzt aus dem Vater das heraus, was eigentlich für immer ein Geheimnis bleiben sollte. Und Mila flieht. Sie landet schließlich in einem kleinen, abgelegenen Bergdorf, wo sie bei der alleinstehenden Bäuerin Almut unterkommt. Hier, in der Abgeschiedenheit der Berge, möchte sie zur Ruhe kommen und Antworten finden, die ihr die Mutter nicht mehr geben kann. Eine Woche, sieben Tage, hat sie dafür geplant. Bezahlt im voraus. Und sie hofft, dass Almut ihr bei ihrer Suche helfen kann, denn Mila ist nicht zufällig genau hier. Die Auflösung des Geheimnisses um Mila und ihre Mutter ist schnell voraussehbar. Schadet das dem Buch? Nein. Überhaupt nicht. Im Gegenteil! Denn die Stärke des Romans liegt zweifelsohne in den wunderbar fein gezeichneten Figuren und ihrer persönlichen Entwicklung (zueinander). Die junge Mila, die trotz einer schrecklichen Tragödie in ihrem Leben ihre Willensstärke und ihren Optimismus nie aufgibt. Die mit Lebensfreude und Empathie ihrer Umwelt begegnet, dass es eine Freude ist, ihren Weg zu begleiten. Almut scheint da auf den ersten Blick das Gegenteil zu sein. In sich gekehrt, zurückgezogen, vielleicht gar ein wenig verbittet, spricht sie nie mehr als notwendig. Im Zusammenspiel der beiden entwickelt sich dann aber über die Zeit eine Dynamik, der man sich nicht entziehen kann. Nach und nach finden die beiden Frauen einen innerlichen Gleichklang, der sie einander näher bringt. Und sie ermutigt, sich der anderen zu öffnen; die eine beginnt, sich ihrer jahrelangen Abgeschiedenheit zu stellen, die andere kann sich dem Familiengeheimnis stellen. Frank Bresching schreibt in einer einfachen, leichten Sprache, die mich zunächst überrascht hat, dann aber immer stimmiger die Charaktere in ihrer Art ergänzte und die Leichtigkeit dieses Sommers in den Bergen einfing. Toll! Ergänzt wird das Ganze durch das Cover, das einfach perfekt zum Roman passt!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.