Produktbild: Harald Feller. Retter von Verfolgten, Gefangener von Stalin

Harald Feller. Retter von Verfolgten, Gefangener von Stalin Zwischen belagertem Budapest und Moskaus Kerkern — Die Leben eines Schweizer Diplomaten in Budapest

1

30,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.06.2025

Herausgeber

Lis Künzli

Verlag

Elfundzehn Verlag

Seitenzahl

250

Maße (L/B/H)

21/13/2,7 cm

Gewicht

490 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1

Übersetzt von

Lis Künzli

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-905769-79-1

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.06.2025

Herausgeber

Lis Künzli

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Elfundzehn Verlag

Seitenzahl

250

Maße (L/B/H)

21/13/2,7 cm

Gewicht

490 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1

Übersetzt von

Lis Künzli

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-905769-79-1

EU-Ansprechpartner

Prolit Verlagsauslieferung GmbH
Siemensstraße 16
35463 Fernwald-Annerod
DE
gpsr@prolit.de

Herstelleradresse

elfundzehn Verlag
Turbinenweg 6
8866 Ziegelbrücke
CH
verlage@lesestoff.ch

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Eine bemerkenswerte und längst fällige Biografie

Manfred Orlick aus Halle (Saale) am 11.09.2025

Bewertungsnummer: 2593504

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der ehemalige Schweizer Diplomat Harald Feller (1913-2003) rettete über 30 Juden das Leben. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges war der junge Feller Legationssekretär in der Schweizer Gesandtschaft in Budapest. Mit der deutschen Besatzung des bisherigen Bündnispartners kam es auch in Ungarn zu der von den Deutschen seit langem geforderten schnellen Durchführung der „Endlösung". Die Verhaftungen von politischen Gegnern und Juden begannen, Unter persönlichem Risiko repatriierte Feller verfolgte Personen in die Schweiz und beherbergte heimlich schwedische Diplomaten und Juden. Während der fast dreimonatigen Belagerung der ungarischen Hauptstadt durch die Rote Armee leitete er die Botschaft. Anschließend wurde er vom sowjetischen Geheimdienst gefangen genommen und nach Moskau verschleppt, wo er ein knappes Jahr in Stalins Gefängnissen verbrachte. Nach seiner Rückkehr wird er in der Schweiz der Kollaboration mit den deutschen und ungarischen Nationalsozialisten beschuldigt. Diese Anschuldigungen konnte er allerdings widerlegen und er wurde von allen Vorwürfen freigesprochen, was aber kaum wahrgenommen wurde. Dennoch verließ Feller danach den diplomatischen Dienst, wurde Staatsanwalt in Bern, Regisseur und Theaterschauspieler. Erst in den 1990er Jahren wurden seine Verdienste anerkannt. 1999 erhielt er die Medaille der Gerechten unter den Völkern von Yad Vashem für seine Rettungsaktion von Juden in den Jahren 1944 und 1945 in Budapest. Feller selbst sah sich jedoch nie als Held, sondern als ein Mensch, der nur seine Pflicht getan hat. Der Schweizer Historiker Francois Wisard hat nun eine erste deutschsprachige Biografie über Harald Feller vorgelegt. Die bewegende Geschichte zwischen diplomatischem Auftrag, persönlicher Überzeugung und politischer Zwangslage basiert auf umfangreichen Recherchen. Wisard versucht, authentisch die Zustände und Begebenheiten im damals besetzten Budapest zu schildern. Anhand zahlreicher, teils unveröffentlichter Quellen und Zeugenaussagen beleuchtet er ausführlich Fellers Verdienste, Berufslaufbahn und dessen Lebensstationen (Budapest, Moskau und Bern). Dabei entsteht neben der vergessenen Biografie von Feller auch ein Überblick über die Schweizer Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Eine bemerkenswerte und längst fällige Biografie

Manfred Orlick aus Halle (Saale) am 11.09.2025
Bewertungsnummer: 2593504
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der ehemalige Schweizer Diplomat Harald Feller (1913-2003) rettete über 30 Juden das Leben. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges war der junge Feller Legationssekretär in der Schweizer Gesandtschaft in Budapest. Mit der deutschen Besatzung des bisherigen Bündnispartners kam es auch in Ungarn zu der von den Deutschen seit langem geforderten schnellen Durchführung der „Endlösung". Die Verhaftungen von politischen Gegnern und Juden begannen, Unter persönlichem Risiko repatriierte Feller verfolgte Personen in die Schweiz und beherbergte heimlich schwedische Diplomaten und Juden. Während der fast dreimonatigen Belagerung der ungarischen Hauptstadt durch die Rote Armee leitete er die Botschaft. Anschließend wurde er vom sowjetischen Geheimdienst gefangen genommen und nach Moskau verschleppt, wo er ein knappes Jahr in Stalins Gefängnissen verbrachte. Nach seiner Rückkehr wird er in der Schweiz der Kollaboration mit den deutschen und ungarischen Nationalsozialisten beschuldigt. Diese Anschuldigungen konnte er allerdings widerlegen und er wurde von allen Vorwürfen freigesprochen, was aber kaum wahrgenommen wurde. Dennoch verließ Feller danach den diplomatischen Dienst, wurde Staatsanwalt in Bern, Regisseur und Theaterschauspieler. Erst in den 1990er Jahren wurden seine Verdienste anerkannt. 1999 erhielt er die Medaille der Gerechten unter den Völkern von Yad Vashem für seine Rettungsaktion von Juden in den Jahren 1944 und 1945 in Budapest. Feller selbst sah sich jedoch nie als Held, sondern als ein Mensch, der nur seine Pflicht getan hat. Der Schweizer Historiker Francois Wisard hat nun eine erste deutschsprachige Biografie über Harald Feller vorgelegt. Die bewegende Geschichte zwischen diplomatischem Auftrag, persönlicher Überzeugung und politischer Zwangslage basiert auf umfangreichen Recherchen. Wisard versucht, authentisch die Zustände und Begebenheiten im damals besetzten Budapest zu schildern. Anhand zahlreicher, teils unveröffentlichter Quellen und Zeugenaussagen beleuchtet er ausführlich Fellers Verdienste, Berufslaufbahn und dessen Lebensstationen (Budapest, Moskau und Bern). Dabei entsteht neben der vergessenen Biografie von Feller auch ein Überblick über die Schweizer Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Harald Feller. Retter von Verfolgten, Gefangener von Stalin

von François Wisard

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