Die eingesperrte Evangelistin Adeline Gräfin Schimmelmann zwischen Erweckung und Psychiatrie
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
25.07.2025
Herausgeber
Ruth Albrecht + weitereVerlag
Evangelische VerlagsanstaltSeitenzahl
282
Maße (L/B/H)
18,7/11,4/1,8 cm
Gewicht
270 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-374-07781-6
Adeline Gräfin Schimmelmann (1854–1913) gehört zu den Frauen, die sich im Rahmen der Erweckungsbewegungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sozial und missionarisch engagierten. Im Gegensatz zu vielen anderen adligen Frauen schloss sie sich nicht bestehenden Initiativen an, sondern ging eigene Wege. In dem von ihr 1885 in Göhren auf Rügen gegründeten Fischerheim, das Ostseefischern während der Fangsaison Unterkunft bot, hielt sie Bibelstunden und sang mit den Fischern erbauliche Lieder. Göhren wurde zum Ausgangspunkt für ähnliche Aktivitäten Schimmelmanns an der pommerschen Küste. Ihre in Norddeutschland und Dänemark angesehene Familie betrachtete diese Projekte misstrauisch und ließ sie 1894 in Kopenhagen in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Ihr Fall erregte internationale Aufmerksamkeit. Schimmelmann selbst sah sich als Märtyrerin, die um ihres Glaubens willen verfolgt wird. In diesem Band werden literarische und publizistische Quellen präsentiert, die den Psychiatrieskandal mit seinen Folgen in ihre Biographie einbetten.
[The Imprisoned Evangelist. Countess Adeline Schimmelmann between Revivalism and Psychiatry]
Countess Adeline Schimmelmann (1854–1913) was one of the women who became involved in social and missionary work as part of the revivalist movements of the 19th and early 20th centuries. Unlike many other aristocratic women, she did not join existing initiatives but followed her own path: She held Bible lessons and sang revivalist songs with the fishermen in the fishermen's home she founded in Göhren on Rügen in 1885, which provided accommodation for Baltic Sea fishermen during the fishing season. Göhren became the starting point for Schimmelmann's similar activities on the Pomeranian coast. Her family, respected in northern Germany and Denmark, viewed these projects with suspicion and had her committed to a psychiatric institution in Copenhagen in 1894. Her case attracted international attention. Schimmelmann saw herself as a martyr, persecuted for her faith. This volume presents literary and journalistic sources that contextualize the psychiatric scandal and its consequences within her biography.
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