Produktbild: Es gibt kein Zurück

Es gibt kein Zurück Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/2,2 cm

Gewicht

327 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-5860-7

Beschreibung

Rezension

»ein dichter, anspielungsreicher Roman« (Andrea Lieblang, WDR, 22.02.2025) »Im vielschichtigen auktorialen Erzählstil wird man durch ein verwinkeltes Leben der Ära nach dem Zweiten Weltkrieg gelotst« (Hans-Dieter Grünefeld, Buchkultur 1/2025) »Selten (…) wurden so doppelsinnig schöne und auch wahre Sätze über die Arbeit am Mikrofon geschrieben« (Carsten Otte, Tagesspiegel, 01.04.2025) »Die Sprache ist elegant und geschmeidig. Vor allem aber beherrscht Ulf Erdmann Ziegler wie nur wenige Autoren den Dreiklang von Beobachtung, Reflexion und Erzählen« (Christoph Schröder, Die ZEIT, 16.04.2025) »Ziegler gelingt ein feiner Grundton, der mitreißt. Der nachhallt.« (Katharina Schmitz, der Freitag, 17.04.2025) »Aldus Wieland Mumme: Allein dieser Name verheißt bereits eine kraftvolle Satire, eine in der deutschen Gegenwartsliteratur leider seltene Gattung.« (Katrin Hillgruber, SR Kultur, 08.05.2025) »Ziegler verfügt über stilistische Brillanz und Witz (…) und neben einem analytischen Scharfblick auch über ein feines psychologisches Einfühlungsvermögen.« (Thomas Plaul, Lesart. Unabhängiges Journal für Literatur, 01/2025) »Ein wirklich fulminanter Roman über die Tragik des Alterns.« (Alexander Suckel, MDR Kultur, 11.06.2025) »Und auch in diesem Buch beeindruckt die tiefenscharf durchdachte und in jeder Formulierung (…) noch einmal auf Hochglanz polierte stilistische Virtuosität, für die (…) Ziegler bekannt geworden ist und zu Recht geschätzt wird (…)« (Stephan Wackwitz, taz, 21.06.2025)
»Dem Autor gelingt es, Humor und Tiefgründigkeit zu vereinen, während er große Fragen des Lebens und der Identität aufwirft.« (Jes Weichelt, NetGalley)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/2,2 cm

Gewicht

327 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-5860-7

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

Email: info@wallstein-verlag.de

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Männliche Depression sichtbar gemacht

MarieOn am 30.06.2025

Bewertungsnummer: 2527534

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aldus Wieland Mumme von manchen Willi genannt, hadert mit seinem Namen, seit er denken kann, deswegen nennt er sich einfach A. W. Mumme. Er arbeitet als Freiberufler für das Bundesradio und liest seine eigenen Essays über skandalöse oder problematische Themen. Nach dreißig Jahren beim Sender weiß er alles über Rhetorik, Betonung und Stimme. Als er mit Halsschmerzen im Bett liegt, lauscht er seinem Ersatz, der weder die Größe des Entwurfs, die List des Angriffs, den Zorn über die schweigende Mehrheit so nötig verlauten lässt. Eher kommt die verbale Darbietung Mummes Essay rüber, wie beim Schulfunk für Erwachsene. Mumme mag seine eigene Stimme eigentlich nicht. Wenn er sie hört, spürt er das Kind, das ohne Vater aufwuchs, das kehlige Schmusekind der Mutter. Schon in der Schule hatte Mumme Anpassungsschwierigkeiten. Er war nie einer Meinung, vor allem nicht mit großen Gruppen, aber auch Lehrer mussten Überzeugungsarbeit leisten. Er war das Kind des Zweifels, sein Mantra, das Dissens. Seine Spezialität ist die Glosse, das nimmt den aktuellen und zweifelsfrei strittigen Themen die Schärfe. Als Mia Farrow Woody Allen im Zeichen des Rosenkriegs vorwarf, er habe sich an seinen Kindern vergangen, hat Mumme daraus eine Glosse gemacht. Er bezog selbst keine Stellung und bot wenig Angriffsfläche. Er ist einzigartig in seinem Metier. Jetzt ist er vierundsechzig und die Rentenversicherung hat ihm mitgeteilt, dass ihm knappe Tausendzweihundert zustehen, wenn er in zwei Jahren den Antrag einreicht. Da kommt die Idee seiner Agentin gerade recht. Er solle eine Autobiografie schreiben. Und Mumme geht ohne restlose Überzeugung in sich. Fazit: Ulf Erdmann Ziegler verhandelt das Thema Depression. Mit viel Ruhe und Feingefühl zeichnet er einen Protagonisten, der überaus intelligent und kommunikationsbegabt ist. Seiner Mutter verdankt er, viel von der Welt gesehen zu haben, aber dadurch auch heimatlos und entwurzelt zu sein. Eine Vaterfigur hatte er nicht. Aus der unsteten Kindheit entsteht das Bedürfnis nach Sicherheit, weswegen er fast sein gesamtes Arbeitsleben beim gleichen Sender bleibt. Eine jahrelange Freundschaft ist an Corona zerbrochen. Seine Frau ist in der Geschichte physisch kaum anwesend, weil sie erfolgreich als Abgeordnete im Bundestag sitzt. Mumme hat beruflich eine Ausdrucksmöglichkeit gefunden, die ihn intellektuell fordert, doch bleibt er dabei vage und unangreifbar. Seine Hörer lieben ihn und das pimpt seinen Selbstwert. Im privaten bleibt er ebenso vage und harmoniebedürftig. Nichts stört ihn, er hat keinen Diskussionsbedarf. Bald ist er den Job los, mit dem er sich identifizieren konnte. Was bleibt, sind Erinnerungen. Es ist diese typische Gefahr bei Männern, Gefühle zu unterdrücken und Bedürfnisse zu bagatellisieren, die in die lavierte Depression führt. Niemand bemerkt den enormen Leidensdruck, den die Betroffenen selbst kaum als solchen wahrnehmen, weil sie es nicht anders kennen. Bricht dann durch Berentung oder Trennung ein Teil der Festung weg, kann es durchaus zu Kurzschlusshandlungen kommen. Der Autor hat das alles sehr versiert und überzeugend dargestellt und damit ein wichtiges Buch geschaffen. Und noch dazu ganz und gar unterhaltsam.

Männliche Depression sichtbar gemacht

MarieOn am 30.06.2025
Bewertungsnummer: 2527534
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aldus Wieland Mumme von manchen Willi genannt, hadert mit seinem Namen, seit er denken kann, deswegen nennt er sich einfach A. W. Mumme. Er arbeitet als Freiberufler für das Bundesradio und liest seine eigenen Essays über skandalöse oder problematische Themen. Nach dreißig Jahren beim Sender weiß er alles über Rhetorik, Betonung und Stimme. Als er mit Halsschmerzen im Bett liegt, lauscht er seinem Ersatz, der weder die Größe des Entwurfs, die List des Angriffs, den Zorn über die schweigende Mehrheit so nötig verlauten lässt. Eher kommt die verbale Darbietung Mummes Essay rüber, wie beim Schulfunk für Erwachsene. Mumme mag seine eigene Stimme eigentlich nicht. Wenn er sie hört, spürt er das Kind, das ohne Vater aufwuchs, das kehlige Schmusekind der Mutter. Schon in der Schule hatte Mumme Anpassungsschwierigkeiten. Er war nie einer Meinung, vor allem nicht mit großen Gruppen, aber auch Lehrer mussten Überzeugungsarbeit leisten. Er war das Kind des Zweifels, sein Mantra, das Dissens. Seine Spezialität ist die Glosse, das nimmt den aktuellen und zweifelsfrei strittigen Themen die Schärfe. Als Mia Farrow Woody Allen im Zeichen des Rosenkriegs vorwarf, er habe sich an seinen Kindern vergangen, hat Mumme daraus eine Glosse gemacht. Er bezog selbst keine Stellung und bot wenig Angriffsfläche. Er ist einzigartig in seinem Metier. Jetzt ist er vierundsechzig und die Rentenversicherung hat ihm mitgeteilt, dass ihm knappe Tausendzweihundert zustehen, wenn er in zwei Jahren den Antrag einreicht. Da kommt die Idee seiner Agentin gerade recht. Er solle eine Autobiografie schreiben. Und Mumme geht ohne restlose Überzeugung in sich. Fazit: Ulf Erdmann Ziegler verhandelt das Thema Depression. Mit viel Ruhe und Feingefühl zeichnet er einen Protagonisten, der überaus intelligent und kommunikationsbegabt ist. Seiner Mutter verdankt er, viel von der Welt gesehen zu haben, aber dadurch auch heimatlos und entwurzelt zu sein. Eine Vaterfigur hatte er nicht. Aus der unsteten Kindheit entsteht das Bedürfnis nach Sicherheit, weswegen er fast sein gesamtes Arbeitsleben beim gleichen Sender bleibt. Eine jahrelange Freundschaft ist an Corona zerbrochen. Seine Frau ist in der Geschichte physisch kaum anwesend, weil sie erfolgreich als Abgeordnete im Bundestag sitzt. Mumme hat beruflich eine Ausdrucksmöglichkeit gefunden, die ihn intellektuell fordert, doch bleibt er dabei vage und unangreifbar. Seine Hörer lieben ihn und das pimpt seinen Selbstwert. Im privaten bleibt er ebenso vage und harmoniebedürftig. Nichts stört ihn, er hat keinen Diskussionsbedarf. Bald ist er den Job los, mit dem er sich identifizieren konnte. Was bleibt, sind Erinnerungen. Es ist diese typische Gefahr bei Männern, Gefühle zu unterdrücken und Bedürfnisse zu bagatellisieren, die in die lavierte Depression führt. Niemand bemerkt den enormen Leidensdruck, den die Betroffenen selbst kaum als solchen wahrnehmen, weil sie es nicht anders kennen. Bricht dann durch Berentung oder Trennung ein Teil der Festung weg, kann es durchaus zu Kurzschlusshandlungen kommen. Der Autor hat das alles sehr versiert und überzeugend dargestellt und damit ein wichtiges Buch geschaffen. Und noch dazu ganz und gar unterhaltsam.

Niveauvoll und unterhaltsam;…

Hornita aus Augsburg am 21.02.2025

Bewertungsnummer: 3013395

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Niveauvoll und unterhaltsam; Die Geschichte des Radio-Essayisten A.W. Mumme fand ich ausgesprochen gut gemacht. Durch die Vielzahl soziologischer Denkanstöße ist das Lesen anspruchs- und niveauvoll, gleichzeitig aber auch ausgesprochen unterhaltsam. Das Medium Radio fand ich extrem gut gewählt als Aufsatzpunkt für Mummes bedrohlich nahe kommende Rente und das Gefühl, als alter weißer Mann etwas aus der Mode gekommen zu sein. Mit seinem beginnenden Roadtrip wurde mir sein Charakter etwas fremder, obwohl die nostalgische Besichtigung bekannter Orte aus seiner Biographie sehr nachvollziehbar war. Das Ende war überraschend und hat mich erst etwas überfordert. Allerdings denke ich, dass man davon profitiert, dieses Buch ein zweites mal zu lesen, da man aufgrund seiner Vielschichtigkeit Nuancen und Details entdecken kann, die beim ersten mal nicht offensichtlich waren oder unwichtig erschienen. Alles in allem ein sehr unterhaltsames Buch, das auch nachdenklich macht und trotz des Endes, das mir persönlich nicht so gut gefallen hat, volle fünf Sterne verdient.

Niveauvoll und unterhaltsam;…

Hornita aus Augsburg am 21.02.2025
Bewertungsnummer: 3013395
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Niveauvoll und unterhaltsam; Die Geschichte des Radio-Essayisten A.W. Mumme fand ich ausgesprochen gut gemacht. Durch die Vielzahl soziologischer Denkanstöße ist das Lesen anspruchs- und niveauvoll, gleichzeitig aber auch ausgesprochen unterhaltsam. Das Medium Radio fand ich extrem gut gewählt als Aufsatzpunkt für Mummes bedrohlich nahe kommende Rente und das Gefühl, als alter weißer Mann etwas aus der Mode gekommen zu sein. Mit seinem beginnenden Roadtrip wurde mir sein Charakter etwas fremder, obwohl die nostalgische Besichtigung bekannter Orte aus seiner Biographie sehr nachvollziehbar war. Das Ende war überraschend und hat mich erst etwas überfordert. Allerdings denke ich, dass man davon profitiert, dieses Buch ein zweites mal zu lesen, da man aufgrund seiner Vielschichtigkeit Nuancen und Details entdecken kann, die beim ersten mal nicht offensichtlich waren oder unwichtig erschienen. Alles in allem ein sehr unterhaltsames Buch, das auch nachdenklich macht und trotz des Endes, das mir persönlich nicht so gut gefallen hat, volle fünf Sterne verdient.

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Es gibt kein Zurück

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