Zentraleuropäischer Zionismus und jüdisch-arabische Verständigung vor der Staatsgründung Israels
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
10.12.2025
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
672
Maße (L/B/H)
22,7/15,3/5,1 cm
Gewicht
1055 g
Farbe
Weiß / Silbergrau
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-5868-3
»Verständigung« – so lautete ein verbreitetes Losungswort im zentraleuropäischen Zionismus. Dies war nicht kongruent mit dem Plädoyer für ein binationales Gemeinwesen, das viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Anja Siegemund weitet den Blick auf »Verständigungszionismus« und beleuchtet dessen Gesamtgewebe in seiner Vielschichtigkeit: Wertesysteme, Kontexte und Netzwerke sowie Programmatik und Fraktionen. Sie geht den Herausforderungen und Zäsuren vom Fin de Siècle bis zur Gründung des Staates Israel sowie den politischen Engagements und Kontroversen seiner Protagonist:innen nach – nicht zuletzt deren Ambivalenzen und Unsicherheiten. Was implizierten sie mit »Verständigung«, welche Möglichkeiten sahen sie dafür, wie stellten sie sich die jüdisch-arabischen Beziehungen vor? Thematisiert werden damalige grundlegende Debatten und Konflikte, die nicht an Aktualität eingebüßt haben: um die politische Verfassung des Landes, Bevölkerungsmehrheiten, die Frage, wem das Land »gehört«, um die Verteilung von Boden und Arbeit. Gegenstand sind ebenso die Selbstverständnisse der Menschen, ihre Suche nach Zugehörigkeit, ferner ihr Ringen um eine Verbindung von Separatismus und Universalismus – und ihre Zukunftsvisionen. Diverse Forschungsdiskussionen werden adressiert, etwa darüber, ob dieser Zionismus liberal, »völkisch« oder kolonial war.
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