Produktbild: Ein unvorhersehbares Ereignis

Ein unvorhersehbares Ereignis Die Katastrophe in Mattmark | Roman über das größte Unglück der Schweizer Baugeschichte

8

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

220 (Printausgabe)

Dateigröße

783 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783312013913

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

220 (Printausgabe)

Dateigröße

783 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783312013913

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Gertie G.

    aus Wien

    3/5

    25.06.2025

    eBook (ePUB)

    Beruht auf einem wahren Ereignis

    Diesem Roman liegt die Katastrophe vom 30. August 1965 als sich in den Walliser Alpen vom Allalin-Gletscher zwei Millionen Kubikmeter Eis und Geröll lösten und die Baracken der Arbeiter am Mattmark-Stausee arbeiteten, verschüttete, zu Grunde. 88 Menschen, zwei Frauen und 86 Männer, vorwiegend aus Italien, fanden unter dem Geröllmassen, die sie bis zu 50 Meter tief verschütteten, den Tod. Wie bei solchen Ereignissen wird nach der Ursache gesucht. Dabei spielen natürlich auch die Haftung sowie die Ansprüche der Hinterbliebenen eine große Rolle. Geologen, Techniker, echte und selbst ernannte Experten geben beim nachfolgenden Gerichtsprozess ihre Meinungen ab. Nicht gehört werden die Einheimischen, die den Allin-Gletscher kennen und schon vor und bei Baubeginn davor gewarnt hatten, die Barackensiedlung nicht unmittelbar in der Falllinie der Gletscherzunge, sondern an anderer Stelle, zu errichten, denn der Berg sei seit langem in Bewegung. Diese Warnungen sind als Verhinderungstaktik, Schwarzmalerei und Aberglauben beiseite gewischt worden. Zudem war der ausgewählte Ort, die billigste Variante für die Baufirma. »Es war unvorhersehbar. Die Natur hat uns übel mitgespielt. Es gab nicht die geringsten Andeutungen. Kein Mensch konnte so etwas erwarten.« Das Gericht spricht 1972 die achtzehn Angeklagten frei. Ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen. Sie müssen die Hälfte der entstandenen Prozess- und Gutachterkosten bezahlen. Dem Vernehmen nach seien die Schadenersatz- und Rentenansprüche aber abgegolten worden. Soweit die Tatsachen, die wie Autor Urs Hardegger im Nachwort schreibt, den Gerichtsakten, damaligen Zeitungsberichten sowie Interviews mit ehemaligen Betroffenen entnommen sind. Meine Meinung: Um diese Katastrophe herum hat Urs Hardegger einen historischen Roman gewoben, der in mehreren Zeitebenen spielt. Zum einem im Jahr des Unglücks, der Prozesse sowie im späteren Leben des fiktiven Bauingenieurs Hans-Rudolf Hilfinger, der dabei war. Er wird vom schlechten Gewissen geplagt, die Katastrophe nicht verhindert zu haben, und bekommt sein Leben nicht auf die Reihe. 18 Jahre nach dem verhängnisvollen Gletscherabbruch wird ein Manuskript über die damaligen Arbeitsbedingungen und die Katastrophe verfassen. Zu einer Veröffentlichung kommt es auf Grund unglücklicher Umstände nicht. Erst Jahre später, als der Verlagsmitarbeiter Florian Steiger gekündigt wird und seinen Arbeitsplatz räumen muss, findet sich das Manuskript wieder. Nun beginnt Steiger zu recherchieren und trifft auf Ursula, die Hilfinger seinerzeit gedrängt hat, seine Erlebnisse niederzuschreiben und hier im Roman Seraina heißt. Dieser historische Roman, den ich während einer Tagung in Basel, noch ganz im Bann der Berichterstattung um die Verschüttung des Dorfes Blatten, gelesen habe, zeigt, dass die Gefahr, die von Bergen und Gletschern ausgeht, nicht unterschätzt werden darf. Hier in Blatten und auch in Brienz, konnten die Menschen auf Grund der Beobachtungen von Fachleuten wie Geologen, rechtzeitig evakuiert werden, auch wenn das manchem im Vorhinein nicht so recht gepasst hat. Der Glaube in den Aufbruchsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg, die Natur mit Technik zu beherrschen, ist trügerisch, zumal man auf Grund von finanziellen Aspekten nicht immer alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat und trifft. Das ist auch eines der Themen in Urs Hardeggers Roman. Die Idee, diesen Roman als Bericht an Mario, Hilfingers Freund, der unter den Toten ist, zu schreiben, finde ich interessant. Allerdings ist er nicht ganz einfach zu lesen. Zum einem ist die winzige Schriftgröße nicht wirklich augenfreundlich und zum anderen fehlen zur besseren zeitlichen und örtlichen Orientierung Datums- und Ortsangaben. Zudem wäre es meiner Ansicht nach gut gewesen, diese Zwiesprache mit Mario auch als solche zu kennzeichnen, sei es durch eine andere Schriftart oder kursive Buchstaben. So weiß man als Leser des ebooks nicht, wo man sich gerade befindet. Der Schreibstil ist an manchen Stellen viel zu detailliert, verliert sich in Nebenhandlungen wie das Liebesleben von Steiger, das mit der Katastrophe am Allalin-Gletscher nichts zu tun hat und die eigentliche Handlung nicht wirklich weiterbringt. So braucht es knapp 150 von 192 Seiten (ebook), bis wir zum Kern, nämlich der Katastrophe kommen. Die wird - meiner Ansicht nach, dann viel zu kurz abgehandelt, ebenso wie die Gerichtsverhandlung. Fazit: Diesmal fällt mir die Bewertung recht schwer. Die aufgeworfenen Themen sind, für mich als Vermesserin interessant, doch mit der Umsetzung hadere ich ein bisschen. Nach Abwägung und teilweise Nachlesen von Passagen, gebe ich hier 3 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    20.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grossartig - erschütternd, spannend, toll geschrieben

    Ich habe soeben in nur zwei Tagen Urs Hardeggers neues Buch über die Mattmark-Katastrophe gelesen. Es hat mich gepackt, fasziniert und begeistert (und natürlich auch bedrückt). Wie UH das Ereignis mit den Lebensschicksalen von Hilfinger und Steiger verwebt, wie er den ganzen Zeitgeist und die damalige (fast schon blinde) Technikgläubigkeit aufleben lässt, Schlaglichter über das Saastal hinaus in die damalige Schweiz und bis nach Paris wirft, das ist einfach grossartig. Dann gefällt mir auch seine geradlinige, schnörkellose aber sehr elegante Sprache, deren guter Rhythmus, dazu die Verwebung der örtlichen / zeitlichen Ebenen (ohne dass man Gefahr läuft, den Überblick zu verlieren), der Spannungsaufbau und die Verdichtung gegen das Ende hin - super!

  • yellowdog

    5/5

    25.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Buch mit Niveau

    Ein unvorhersehbares Ereignis des Schweizer Schriftstellers Urs Hardenegger ist ein Buch mit Niveau. Geschickt wählt der Autor zwei Erzählsträge, wobei sich der eine auf den anderen betieht. Der Lektor Steiger liest ein Manuskript des Ingenieurs Hilfinger, der 1965 beteiligt war, als ein herabrutschender Gletscher ein Bergdorf unter sich begrub. 88 Tote, darunter auch sein guter Freund Mario. Hilfinger ist nicht direkt verantwortlich, dennoch lässt ihn dieses Ereignis sein Leben lang nicht los. Bevor das Unglück geschieht erfährt man einiges vom Leben Mitte der sechziger Jahre in den Bergen. Neben seinem Job ist Hilfinger auch die Beziehung zu Seraina. Das ist intensiv, aber auch schwierig. Immer wieder auch sind Sätze im Dialekt eingestreut, deren Bedeutung am Ende in einem Glossar erläutert werden. Insgesamt vermittelt sich mir hier ein Lebensgefühl in einer bestimmten Zeit.

  • Frankenfrosch

    4/5

    21.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gewinn vor Leben?

    Während ein ehemaliger Verleger in einem Pariser Museum ein Gemälde betrachtet, ahnt man als Leser noch nicht, dass man ein Buch in der Hand hält, das mit zwei unterschiedlichen spannenden' Lebensläufen' aufwartet. Der erste Strang erzählt vom Scheitern und wieder Aufstehen eines Verlegers, der zweite Strang erzählt die Geschichte eines vergessenen Manuskriptes über die Katastrophe von Mattmark in den Schweizer, die es tatsächlich gegeben hat, die ein Ingenieur als Trauma-Bewältigung aufgeschrieben hatte. Während die Geschichte über den Verleger, für mich, manchmal ein wenig behäbig daher kommt, entwickelte sich die Mattmark-Katastrophe zunehmend zu einem Thriller. Man weiß, aufgrund des Klappentextes, auf was das Buch zusteuert, wird aber dennoch von den Ereignissenq, wie von einem Gletschersturz, förmlich mitgerissen. Manchmal hätte ich mir vielleicht eine bessere Abgrenzung der beiden Erzählstränge gewünscht. Habe mich gefragt, ob es den Einschub über das Massaker an den Algerier in Paris in den 1960er, für den Spannungsaufbau in diesen Roman gebraucht hätte? Aber das ist eine ganz persönliche Ansicht, die das Lesevergnügen dieses außergewöhnlichen Roman nicht schmälert. Ich ertappte mich beim Gedanken, dass man sich zwar heutzutage vielleicht mehr Gedanken um die Natur macht, aber es solche Katastrophen immer noch geben kann und wird, solange Gewinnstreben über allem steht. Nicht nur ein spannendes, sondern sicher ein polarisierendes Buch. Ich bin schon gespannt, welches Thema das nächste Buch von Urs Hardegger haben wird.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    18.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mattmark 1965

    Urs Hardegger erzählt in seinem Roman “Ein unvorhersehbares Ereignis” die Katastophe von Mattmark und beschäftigt sich mit der Thematik Fortschritt /Technik, Gefahren der Natur, Verantwortung, Schuld und Umgang mit den Gastarbeitenden. In zwei Erzählsträngen begleiten wir zwei Hauptpersonen, die sehr unterschiedlich mit dem Geschehen umgehen. Das Unglück wird erst gegen Ende des Buches sehr eindrücklich beschrieben. Die Beklemmung und Ohnmacht der Menschen sind in den Schilderungen spürbar. Obwohl das Unglück sechzig Jahre zurück liegt, hat die Thematik die zur Katastrophe geführt hat, nicht an Akutalität eingebüsst und regt zu Nachdenken, nicht nur in der Leserunde an.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

4

3

2

2

0

1

0

Bewertungen (8)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Ein unvorhersehbares Ereignis