London 1940: Um ihre elfjährige Tochter vor Luftangriffen zu schützen, beschließen die Thompsons schweren Herzens, Beatrix für ungewisse Zeit zu einer Gastfamilie in die USA zu schicken. Nach der langen Schiffspassage trifft Bea wütend und verängstigt in Boston ein, aber schon bald fühlt sie sich bei den Gregorys zu Hause, während ihre Erinnerungen an das Leben in England langsam verblassen. Mit ihren Gasteltern und deren Söhnen William und Gerald teilt Bea nicht nur ihren neuen Alltag, sondern verbringt auch unvergessliche Sommer im Ferienhaus der Familie in Maine.Doch ausgerechnet als Bea sich zu fragen beginnt, ob William mehr für sie sein könnte als ein Bruder, kommt der Tag, an dem sie nach London zurückkehren muss ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Edith Berger
aus 3istau
5/5
18.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührend schönes Lesevergnügen
Das Kriegsgeschehen in London im Jahr 1940 wird immer intensiver. Als sich die Bombenabwürfe dramatisch häufen, beschließen Reginald und Millie, ihre Tochter Beatrix nach Amerika zu schicken. Der Wunsch nach Sicherheit für ihr Kind ist wichtiger als der Trennungsschmerz .Bea ist 11 Jahre alt, als sie bei ihrer Gastfamilie in Boston liebevolle Aufnahme findet. Die Gregorys bemühen sich sehr um sie und schon sehr bald fühlt sich Bea zu Hause. Nicht nur Mr. Und Mrs. Gregory, auch deren Söhne William und Gerald erleichtern Bea die Eingewöhnung.
Bewertung
5/5
26.12.2024
eBook (ePUB 3)
Einfühlsam, sehr gut geschrieben
Man fühlt sich in die Personen versetzt. Schreibstil und auch die Geschichte selber sind überzeugend. Ein Blickwinkel der in Duden geschilderten Zeitgeschehen selten aufgegriffen wird.
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
12.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn alles zusammenbricht
Die elfjährige Beatrix wird von ihren Eltern nach Amerika geschickt, es ist das Jahr 1940, die Bomben der deutschen Wehrmacht fallen nun fast täglich auf London, sodass ihre Eltern sie in Boston bei einer Gastfamilie in Sicherheit wissen möchten. Der Empfang auf der anderen Seite des Atlantiks ist herzlich, das Ehepaar Gregory sowie ihre zwei Söhne William und Gerald machen es Bea, wie sie fortan genannt wird, leicht, und bald ist es schon, als wäre es nie anders gewesen. Doch irgendwann ist das Ende des Krieges absehbar, der Abschied naht und nichts wird danach so sein wie vorher.
»Sie ist kein kleines Mädchen mehr. Sie haben sie fortgeschickt, damit sie eine Kindheit haben kann. Aber ihnen ist nicht klar gewesen, dass ihnen dadurch die Kindheit ihrer Tochter genommen werden würde. Millie ist, als wäre ihr etwas gestohlen worden, das sie niemals wiederbekommen wird.« (Seite 52)
Diese mehrere Jahrzehnte umfassende Geschichte hat mich tief berührt, sehr oft zum Weinen, aber auch zum Lächeln gebracht, und ließ mich alle Dramen und Tragödien der Familien gemeinsam durchleben. Aus der Sicht der Familienmitglieder hat Laura Spence-Ash geschrieben, die Namen stehen jedem Kapitel vor. Die Erzählung war nicht durchgehend, die Zeitsprünge betrugen Stunden, Tage, manchmal sogar Jahre, die fehlenden Ereignisse ergaben sich aber aus dem Text. Kleine Teile führten so zum Ganzen, was zu einer besonderen Atmosphäre beitragen hat. Die persönlichen Gedanken, geheimen Gefühle und kleinen Geheimnisse wurden so mir gegenüber enthüllt und oft wünschte ich sehnlichst, dass diese im Buch bestimmten Personen gegenüber verraten worden wären. So funktioniert das Leben aber nicht und manche Enttäuschung und Verletzung ertrug ich dadurch mit. Obwohl ich sicher war, die Auflösung zu kennen, überraschte mich das Ende, denn es war anders als gehofft, aber besser als befürchtet. Für mich ein weiteres Buchhighlight in diesem Jahr, dass ich gerne weiterempfehle.
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
12.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die elfjährige Beatrix wird…
Die elfjährige Beatrix wird von ihren Eltern nach Amerika geschickt, es ist das Jahr 1940, die Bomben der deutschen Wehrmacht fallen nun fast täglich auf London, sodass ihre Eltern sie in Boston bei einer Gastfamilie in Sicherheit wissen möchten. Der Empfang auf der anderen Seite des Atlantiks ist herzlich, das Ehepaar Gregory sowie ihre zwei Söhne William und Gerald machen es Bea, wie sie fortan genannt wird, leicht, und bald ist es schon, als wäre es nie anders gewesen. Doch irgendwann ist das Ende des Krieges absehbar, der Abschied naht und nichts wird danach so sein wie vorher. »Sie ist kein kleines Mädchen mehr. Sie haben sie fortgeschickt, damit sie eine Kindheit haben kann. Aber ihnen ist nicht klar gewesen, dass ihnen dadurch die Kindheit ihrer Tochter genommen werden würde. Millie ist, als wäre ihr etwas gestohlen worden, das sie niemals wiederbekommen wird.« (Seite 52) Am 3. September 1939 erklärten Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg, nachdem Hitler der Aufforderung, die Kriegshandlungen gegenüber Polen zu beenden, nicht nachgekommen ist. Großbritannien setzte daraufhin eine der größten Mobilisierungen in den Gang, die sogenannte Operation Pied Piper, bei der innerhalb von nur drei Tagen 1,5 Millionen Menschen, darunter circa 800.000 Kinder, aus den städtischen Zentren evakuiert worden sind. Diese wurden in ländliche Regionen gebracht, um vor der Bedrohung durch deutsche Bomben geschützt zu werden. Einige Kinder wurden aber auch auf eine zweiwöchige Schiffsreise geschickt, über den Atlantik, auf eine gefährliche Reise nach Amerika. Diese mehrere Jahrzehnte umfassende Geschichte hat mich tief berührt, sehr oft zum Weinen, aber auch zum Lächeln gebracht, und ließ mich alle Dramen und Tragödien der Familien gemeinsam durchleben. Aus der Sicht der Familienmitglieder hat Laura Spence-Ash geschrieben, die Namen stehen jedem Kapitel vor. Die Erzählung war nicht durchgehend, die Zeitsprünge betrugen Stunden, Tage, manchmal sogar Jahre, die fehlenden Ereignisse ergaben sich aber aus dem Text. Kleine Teile führten so zum Ganzen, was zu einer besonderen Atmosphäre beitragen hat. Die persönlichen Gedanken, geheimen Gefühle und kleinen Geheimnisse wurden so mir gegenüber enthüllt und oft wünschte ich sehnlichst, dass diese im Buch bestimmten Personen gegenüber verraten worden wären. So funktioniert das Leben aber nicht und manche Enttäuschung und Verletzung ertrug ich dadurch mit. Obwohl ich sicher war, die Auflösung zu kennen, überraschte mich das Ende, denn es war anders als gehofft, aber besser als befürchtet. Für mich ein weiteres Buchhighlight in diesem Jahr, dass ich gerne weiterempfehle.
Bewertung
5/5
02.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend und emotional
Und dahinter das Meer - ist wieder ein Buch, welches entdeckt werden möchte. Was mir besonders gut gefiel ist die emotionale Entdeckungsreise, auf die uns die Autorin mitnimmt. Die Charaktere sind sehr gut gelungen und charakterlich sehr gut dargestellt. Die Zerrissenheit und die Erlebnisse der Zeit des zweiten Weltkriegs sind präsent und prägend. Der Schreibstil ist sehr angenehm und wie ich finde der Zeit und dem ganzen Setting sehr stimmig angepasst. Der Verlauf ist emotional geprägt und auch wenn sich Passagen einmal etwas hinziehen, so ist doch die Story an sich sehr einnehmend und interessant. Das Buch hat für mich viele Stärken und lesenswerte Aspekte. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion liegen sehr oft sehr nah beieinander. Dadurch wird das Buch nochmals zu einem sehr interessanten Lesevergnügen, welches sich lohnt.
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5/5
25.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verbundenheit über Jahre
sehr interessanter Inhalt - London 1940: Beatrix wird von ihren Eltern in Kriegszeiten in die USA zu einer Gastfamilie geschickt.
Sie muss eine lange Schiffsreise auf sich nehmen und als sie dann vor Ort ist - ist alles anders, neu und sie tut sich schwer sich einzuleben - aber die Gastfamilie Gregorys nimmt sie auf mit offenen Armen und schon bald ist sie zu Hause - erlebt schöne Zeiten - findet ihr zu Hause - die Söhne William und Gerald der Familie Gregory werden mehr für sie - Verlust und loslassen begleiten sie durch ihre Zeit in den USA - aber dann - soll sie wieder nach London zurück - wunderbar geschildert und beschrieben - besonders gefallen hat mir, dass es aus den verschiedenen Blickwinkeln erzählt wurde - berührend, menschlich, emotional - zwei Familiengeschichten, zwei Familienlieben und trotzdem die große Verbundenheit, trotz Entfernung und dem Verstreichen der Jahre, in denen sich alle entwickeln, suchen, finden und auch wieder zusammenkommen - sich wieder nahe sein können, hat mir sehr gut gefallen und bot mir ein angenehmes Hörerlebnis - mitten drinnen in dieser Geschichte sein zu können war toll. Ich konnte mich ihr nicht entziehen!
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