Produktbild: Die Fletchers von Long Island

Die Fletchers von Long Island Roman - 'Ein großer Roman, ein drei Generationen umfassendes, vor absurden Szenen und schillernden Figuren überbordendes Epos' Die Zeit

116

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

37134

Erscheinungsdatum

28.02.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

574 (Printausgabe)

Dateigröße

1618 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Long Island Compromise

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783751774499

Produktdetails

Format

ePUB

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Verkaufsrang

37134

Erscheinungsdatum

28.02.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

574 (Printausgabe)

Dateigröße

1618 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

Long Island Compromise

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783751774499

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  • Jürg K.

    5/5

    01.04.2025

    eBook (ePUB)

    Unbedingt Lesen, hochspannend

    Carl Fletcher wird 1980 vor seinem Haus auf Long Island entführt. Nach Zahlung eines hohen Lösegeldes wird er freigelassen. Ab jetzt versucht die Familie diesen Vorfall hinter sich zu lassen. Bei einem Familientreffen, vierzig Jahre später, erkennt man, dass die Entführung ihre Spuren hinterlassen hat. Die nicht nur bei Carl, sondern der ganzen Familie. Man liest eine jüdisch-amerikanische Familiengeschichte die Jahrzehnte umspannt. Taffy Brodesser-Akner erzählt diese sehr eindrückliche Geschichte aus der Sicht der Kinder Carl und Nathan. Carl bleibt sein Lebenslang ängstlich. Als Anwalt kann er sich nicht durchsetzen. Sein Handikap ist, dass er sich mit Menschen nicht auseinandersetzen kann. Man erkennt, dass Carl und damit auch seine Familie unter dem was passiert ist leiden. Beim Lesen lernt man die jüdischen Sitten und Gebräuche, Familienbande näher kennen. Für die Familie gibt es erst eine neue Freiheit als Carl und seine Mutter gestorben sind. Doch ausblenden kann die Familie dies alles dennoch nicht. Dieses Buch kann ich empfehlen.

  • Rei Shimura

    4/5

    09.05.2025

    eBook (ePUB)

    Skurril, abgedreht und doch authentisch und realistisch

    Das Geschmäcker verschieden sind, dürfte für niemanden wirklich eine Neuigkeit sein und das daher ein Buch bei manchen sehr gut und bei manchen sehr schlecht ankommt, logisch sein. In vielen Fällen gibt es dann noch diejenigen, die die Geschichte einfach nur mittelmäßig fanden. Spannenderweise habe ich im Vorfeld zu diesem Buch kaum Stimmen der letzten Gruppe gehört. Alles höchst subjektiv natürlich, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass das Buch entweder in den Himmel gelobt wird oder aus Enttäuschung und Frust abgebrochen wurde. Dies alles hat dazu geführt, dass obwohl ich nicht überzeugt war, ob das Buch das richtige für mich ist, mich für das Lesen entschieden habe. Nach Beendigung der Lektüre muss ich sagen, ich kann die Stimmen verstehen, und zwar alle, sowohl die positiven als auch die negativen. Autorin Taffy Brodesser-Akner hat mich mit diesem Buch auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Ihre teilweise äußerst detaillierten Beschreibungen von pikanten Szenen waren mir an manchen Stellen ein wenig zu plakativ. Da hätte ich gern mehr meiner eigenen Fantasie überlassen und lieber ein wenig mehr zwischen den Zeilen gelesen. Gepaart war das ganze dann auch noch mit teilweise äußerst vulgärer Sprache. Auch ein Punkt auf den ich verzichten hätte können. Hinzu kamen dann noch die Protagonisten. Die Geschwister Nathan, Beamer und Jenny, sind quasi mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen. Duch ihre Kindheit und ihr ganzes weiteres Leben wird von einem Ereignis überschattet. Der Entführung ihres Vaters Carl. Obwohl diese glimpflich ausging und er wieder frei kam ohne äußerliche Beeinträchtigungen, legte sich von nun an ein Schatten über die Familie. Das Ereignis wurde totgeschwiegen und man versuchte einfach weiterzumachen, als ob dies nie passiert wäre. Doch wenig verwunderlich erlitt Carl ein Trauma durch dieses Ereignis und auch die Kinder blieben davon nicht unberührt. Dies alles könnte man noch nachvollziehen und würde wahrscheinlich sogar Mitleid mit den, mittlerweile erwachsenen Kindern haben. Doch Taffy Brodesser-Akner spielt auch hier wieder mit den Gefühlen der Leserinnen und Leser. Das Bild, das sie von den dreien zeichnet, ist nämlich absolut kein gutes und ich persönlich würde keinen der drei als Sympathieträger bezeichnen. Gemeinsamkeiten zwischen dem Leben der Geschwister und meinem eigenen gibt es zwar nicht, trotzdem konnte ich ihre Gedanken und Handlungsweisen an vielen Stellen nachempfinden. Eine große Herausforderung war für mich auch der Aufbau des Buches. Denn die Autorin hat sich dafür entschieden nur sehr wenige Kapitel zu verwenden, was im Umkehrschluss bei einer Seitenanzahl von über 500 bedeutet, dass die einzelnen Kapitel furchtbar lang sind. Für mich war es daher immer wieder schwierig eine passende Stelle zu finden, an dem ich das Buch beiseitelegen konnte. Die Struktur der Erzählung ist auf den ersten Blick klar und sinnvoll, so stellt die Autorin pro Kapitel einen der Protagonisten in den Fokus. Die Geradlinigkeit wird aber gestört, da es immer wieder und vor allem ohne Vorankündigung zu zeitlichen Sprüngen kommt. Auch dies war manchmal eine Herausforderung, aber wichtig zum tieferen Verständnis der Familiengeschichte. Zusammengehalten wird das Ganze von einem allwissenden Erzähler, der nicht nur alles weiß, sondern auch tiefe Einblicke in die Seelenwelt der Protagonisten liefert. Taffy Brodesser-Akner zeichnet ein unterhaltsames und gleichzeitig abstoßendes Familienportrait. Sie zeigt auf wie sehr Familien unter einem nicht aufgearbeiteten Trauma leiden können und wie sehr Reichtum, wenn er nicht selbst erwirtschaftet, sondern einfach immer vorhanden ist, die Menschen korrumpiert. Es geht um Träume, Wünsche, Sehnsüchte und der Suche nach einem Sinn im Leben um Vergänglichkeit und Schönheit, Liebe und Hass. Und dass man manchmal scheinbar alles hat und trotzdem das Wichtigste fehlen kann.

  • Bewertung

    aus Alpthal

    4/5

    10.03.2025

    eBook (ePUB)

    skurril aber sehr unterhaltsam

    4/5 Sternen. Dieses Buch, hatte ich schon ins Auge gefasst kaum, dass ich das Cover gesehen habe. Mich spricht diese leicht 60er Buchinterpretation an. Schon nach den ersten Seiten habe ich gedacht, was lese ich hier eigentlich; und ich meine das im positivsten Sinne. Dieses Buch ist so schön anders so bitterböse und verrückt, dass es sicher polarisieren wird. Ich kann es mir nicht anders vorstellen, entweder man liebt es oder man hasst es. Mir hat es gefallen. Ich finde nichts besser, als wenn die Personen sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und nicht so, dass man nur ja niemanden verärgern könnte. Herrlich sind die Dialoge zwischen Beamer und seiner Mutter. Überhaupt fand ich Ruth mit Abstand am besten, auch wenn sie gar nicht so viel Raum im Buch einnimmt so fand ich sie toll. Dieses Buch befasst sich mit der Geschichte einer völlig unnormalen Familie. Ich würde sagen, es hat mich an den Film "the royal Tannenbaums" erinnert, der war auch so herrlich schräg. Auch hier wird der Leser mit den Problemen der "Reichen" konfrontiert und das muss man halt mögen. Ich denke einige Leser werden genervt die Augen verdrehen, aber die Leser den schwarzen Humor mögen und das Leben mit all seinen Fassetten erfassen, werden es lieben. Ja dieses Buch hat das Potenzial ein Kultbuch zu werden, da bin ich mir sicher.

  • Bewertung

    4/5

    02.03.2025

    eBook (ePUB)

    Der Untergang des Hauses Fletcher

    Über mehrere Generationen beschreibt dieser Roman das Leben der unfassbar reichen Familie Fletcher, die auf ihrem Anwesen auf Long Island mit bestem Blick residieren. "Die erste Generation baut das Haus, die zweite lebt darin, die dritte brennt es ab." Während der Großvater eine giftige Styroporfabrik aufbaute (die Formel für den Werkstoff klaute er bei seiner Flucht vor dem Holocaust einem anderen Juden und lässt ihn sterbend zurück) und für ewige Sicherheit des Vermögens sorgte, lebte die zweite Generation vom Reichtum und führte gezwungenermaßen die Fabrik halbherzig weiter. Die dritte Generation, von der im Buch hauptsächlich erzählt wird, hat keinerlei Bezug zur Realität mehr, ruht sich auf dem Reichtum aus, verschanzt sich hinter Geld und Luxus ihres riesigen Anwesens. Die giftige, nicht mehr konkurrenzfähige Fabrik geht langsam den Bach runter und alle kneifen die Augen ganz fest zu. In jedem Kapitel, die so lang sind, dass sie eher Buchteile sind, folgen wir einem der Familienmitglieder. Am Ende erfahren wir auch die Geschichte von Ruth, der eiskalten Mutter. Jeder hat etwas zu verbergen, vor allem seine Wünsche und Träume. Und Traumata. Vater Carl wurde entführt, als seine drei Kinder noch klein (bzw. Jenny noch im Mutterbauch) waren. Eine Woche später wurde er gegen ein riesiges Lösegeld freigelassen und war ab da nur noch eine leere Menschliche Hülle, die voller Angst nächtelang schrie und lebenslang von Ruth, betreut werden musste. Fangen wir mit dem unerträglichen Beamer an. Der zutiefst verunsicherte, sich, zugedröhnt mit Drogencocktails, von seiner Domina demütigen lassende Beamer hat absolut kein Rückgrad und Selbstbewusstsein. Seine Frau, die unergründlich ist in ihrer Unfähigkeit, klar Gefühle zu äußern, was sich ihr Mann wünscht. Er es aber auch nicht schafft, sie direkt zu konfrontieren und sich stattdessen vor ihr fürchtet und ihrem Nichtgesagten. Beamer, ein talentloser Drehbuchautor, dem nichts anderes einfällt als Geschichten mit Entführungen (Trauma zweiter Generation nach seines Vaters Entführung). Er knickt bei jeder Kritik ein und ändert alles bereitwillig bis zur Unkenntlichkeit und Belanglosigkeit. Sein ängstlicher, älterer Bruder Nathan, der in allem in der Welt das Schlechteste sieht. Der schon fast erleichtert und beglückt von der Entführung war, da nun "endlich das eintrat, wovon er immer warnte". Er suchte sich einen langweiligen Job, versicherte sich gegen alles mögliche, nur um das Gefühl maximaler Sicherheit und Konsistenz zu bekommen. Und wie alle anderen immer mit dem geerbten Vermögen im Rücken, sodass es keinen Unterschied macht, ob er einen guten Job macht. Jenny, die dritte der Kinder und auf den ersten Blick scheinbar die vernünftigste, entzieht sich den Familienwahnsinn, indem sie einfach immer dann einschläft, wenn der Druck zu groß wird. Mittendrin, bei jeder Gelegenheit. Sie scheint hochintelligent zu sein, studiert in Yale und radikalisiert sich dort als Gewerkschaftsmitglied. Sie versucht, ihrer Scham als privilegierte Frau reicher Eltern zu entkommen. Sie rebelliert, indem sie ewig und alles studiert sich für die Gewerkschaft engagiert und ihr Geld verschenkt. Dennoch kommt bei ihr niemals das Gefühl auf, sie habe kein Geld oder sei arm. Am Ende muss sie schmerzvoll erfahren, dass sie ihrem Familienerbe nicht entfliehen kann. Mutter Ruth ist eiskalt, verwendet ihre komplette Energie, den durch die Entführung traumatisierten Ehemann durch den Tag zu bringen, so dass kein bisschen Liebe mehr übrig bleibt für ihre eigenen Kinder. Sie hat nur Verachtung übrig für jede Entscheidung ihrer Kinder. "Die Fletchers von Long Island" ist eine lange, dramatische Geschichte des Niedergangs, praktisch ohne Lichtblick. Ähnlich wie bei "American Psycho" schafft es keiner, aus der Situation auszubrechen oder sich weiter zu entwickeln und am Ende fügen sie sich dem Schicksal der Immer-Reichen. Die Protagonisten sind ohne Ausnahme unsympathisch, jeder auf seine Weise, was das Buch streckenweise anstrengend macht.

  • Martina Meyen

    aus Sankt Augustin

    3/5

    23.05.2025

    eBook (ePUB)

    Vielschichtiger Familienroman

    Die Handlung des Romans „Die Fletchers von Long Island“ beginnt mit einem dramatischen Ereignis: der Entführung von Carl Fletcher und der nachfolgenden Zahlung eines Lösegelds. Obwohl Carl freigelassen wird und die Familie versucht, den Vorfall zu überwinden, hinterlässt dieser Tag bleibende Spuren im Leben der Familie. Vierzig Jahre später, als sich die Familie bei einem Fest wieder vereint, werden die Auswirkungen des Vorfalls auf ihr Leben deutlich. Taffy Brodesser-Akner zeichnet die Charaktere der Fletchers präzise und einfühlsam. Jeder von ihnen verarbeitet die Erinnerungen auf seine eigene Weise, und die Autorin stellt die inneren Konflikte und daraus resultierenden Dynamiken innerhalb der Familie dar. Die Dialoge sind lebendig und authentisch, die Beschreibungen fein beobachtet und detailliert. Ein zentrales Thema des Romans ist, wie ein traumatisches Ereignis das Leben und die Beziehungen in einer Familie über Jahrzehnte hinweg beeinflussen kann. Der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich, mit wenigen langen Kapiteln, was es manchmal schwierig macht, dem Fluss der Geschichte zu folgen. Dennoch verleiht die Erzählweise den Charakteren Authentizität und Tiefe, auch wenn mir die Sprache zuweilen zu vulgär war. Aber die innere Zerrissenheit wurde sehr gut dargestellt und vielleicht war die vulgäre Sprache hierfür nötig. Ein weiterer Aspekt ist die Fähigkeit der Autorin, emotionale und humorvolle Momente zu kombinieren. Auch wenn der Humor nicht immer meinen Geschmack trifft, zeigt er dennoch eine kunstvolle Art, ernste Themen mit Humor zu verbinden. Insgesamt ist „Die Fletchers von Long Island“ ein vielschichtiger Roman, der tief in die Familiengeschichte eintaucht. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und unterhält, auch wenn es nicht immer leicht zu lesen ist. Diejenigen, die detaillierte Charakterstudien und eine Mischung aus Tragik und Komik schätzen, werden es mögen.

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    Philipp Hagen

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    3/5

    26.10.2025

    eBook (ePUB)

    Entführt aber gerettet?

    Mit viel Gefühl und einer extra Portion schwarzen Humor „entführt“ uns die Autorin Taffy Brodesser-Akner ins Haus der reichen Familie Fletcher. Jahrzehnte umspannend zeigt sie uns eine Familie die scheitert sich aber immer wie neu erfindet und mit jeder Krise doch stärker daraus hervorgeht. Leider bedient sich für mich auch einige Klischees über die Ich nur sehr schwer hinwegsehen konnte und die mich dann doch etwas mehr als sonst gestört haben. Im Großen und Ganzen ein guter, kein sehr guter Roman aber der Meinung hier einen neuen Jonathan Franzen oder gar einen Philip Roth vor mir liegen zu haben kann ich mich nicht anschließen.

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