Der internationale Bestseller »In der Hölle tanzen« jetzt als Ausgabe für junge Leser*innen »Ich möchte mein fast hundertjähriges Leben und meine Erfahrung nutzen, euch zu ermutigen, um Krisen, Schmerz und Kämpfe besser zu bewältigen und euer Leben so zu leben, wie ihr es für euch gut ist.« Edith Eva Eger im Vorwort zu »Die Ballerina von Auschwitz«
Edie ist eine talentierte Tänzerin und Turnerin, die sich Hoffnungen macht, in die Olympiamannschaft aufgenommen zu werden. Zwischen strengem Training und ihrem Kampf, ihren Platz in der Familie zu finden, in der sie als »die mit Köpfchen« gilt und ihre Schwester Magda als »die Hübsche«, bleibt Edie keine Zeit, sich mit dem Zustand der Welt zu befassen. Doch für ein jüdisches Mädchen ist das Leben in Ungarn im Jahr 1943 gefährlich.
Als Edie sich zum ersten Mal verliebt, tobt in Europa der Krieg, und Edies bisheriges Leben zerbricht. Ihre Familie wird in einen Zug gezwungen, der sie ins Konzentrationslager Auschwitz bringt. Aber selbst in diesen dunkelsten Momenten schöpft sie Kraft aus Erics Liebe. "Ich werde deine Augen nie vergessen", sagt er ihr durch die Gitterstäbe des Viehwaggons. Auschwitz ist das Grauen, doch trotz des Hungers und der unvorstellbaren Schrecken findet Edie Kraft in ihrer Liebe zu Eric und der Hoffnung, ihn irgendwann wiederzusehen. Allen Widrigkeiten zum Trotz überleben Edie und ihre Schwester Magda, dank ihrer engen Verbundenheit und ihrem ungeheuren Mut.
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Das Leben ist DEIN Tanz
Bewertung am 06.01.2026
Bewertungsnummer: 2694494
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Edith ist eine einzigartige Jugendliche. Damit meine ich nicht ihre Gabe zu tanzen, sondern die Stärke, die Kraft in ihrem Inneren. Vielleicht lebt sie sogar stärker in dieser inneren als in der äußeren Welt. Diese Kraft lässt sie die Hölle überstehen, vor dem Teufel tanzen und überleben. Und auch wenn die Welt, ihr Leben uns ihr Körper zerbrochen sind, lässt diese Kraft im Inneren nicht nach.
Erstaunlicher noch als das ist es vielleicht, dass wir diese Kraft beim Lesen fühlen. In ihrem Buch hat Edith keinen Platz für Überflüssiges, zum Innehalten. Sie lebt, immer weiter, sie trifft Entscheidungen.
Ihre Stärke lässt sie überleben - ihr Überleben ist ihre Stärke. Sie geht weiter, Schritt für Schritt immer weiter.
Immer wieder bringt mich das Buch den Tränen nahe. Nicht wegen der Schicksalsschläge, die sie erlebt. Sondern wie sie damit umgeht, wie sie kraftvoll damit umgeht.
Edith lehrt uns zu leben, zu lieben, Entscheidungen zu treffen. Sie zeigt uns, zu sein.
Eine Erinnerung, die bleiben muss
Anjas_Buchspuren am 03.12.2025
Bewertungsnummer: 2669494
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Ich sehe es als meine Verantwortung, meine Geschichte zu erzählen. Die Wahrheit darüber zu erzählen, was geschehen ist, damit wir es niemals vergessen – aber auch ein Vermächtnis der Hoffnung und der Lebensfreude zu teilen, damit meine Eltern und Millionen anderer nicht umsonst starben.“ (Dr. Edith Eva Eger)
Inhalt: Ungarn, 1944. Die 16-jährige Edith ist eine begabte Tänzerin und Turnerin. Sie träumt von Olympia und von Eric, ihrer ersten großen Liebe. Doch der Krieg überschattet alles und Edith ist Jüdin. Sie und ihre Familie werden nach Auschwitz deportiert. Dort wird sie gezwungen, vor Dr. Mengele zu tanzen. Ein Tanz, von dem ihr Leben abhängt.
Mein Leseeindruck: Die Lebensgeschichte von Edith Eger hat mich zutiefst berührt. Es sind nicht nur die Ereignisse, die bewegen, sondern vor allem auch die Art, wie Edith sie erzählt. Klar, ehrlich, menschlich. Durch ihre Worte wurde für mich spürbar, wie sich die Zeit des Nationalsozialismus für eine jüdische Familie anfühlte. Die ständige Angst, abgeholt zu werden, das Hin- und Hergerissensein zwischen der Hoffnung auf Auswanderung und der Furcht, die eigene Familie, die Heimat, alles Vertraute hinter sich zu lassen.
Der Moment, in dem die schlimmsten Befürchtungen Realität werden, als die Familie nach Auschwitz deportiert wird, ist kaum auszuhalten. Edith schildert das unvorstellbare Leid, das sie dort erlebt, aber auch die unerschütterliche Kraft, die sie in sich findet. Die Hoffnung, überleben zu können, frei zu sein, eines Tages wieder tanzen zu dürfen. Nicht, um zu überleben, sondern weil das Leben selbst es wert ist.
Was mich besonders bewegt hat, ist die Zeit nach der Befreiung. Die Freiheit fühlt sich für Edith zunächst nicht wie ein Geschenk an, sondern wie ein Rätsel: Wie kann man leben, wenn man innerlich zerbrochen ist? Wie damit umgehen, überlebt zu haben, während so viele andere gestorben sind? Edith beschreibt ihre Schuldgefühle, ihren Schmerz, den Verlust des eigenen Körpers und des Selbst. Und zugleich ihren langen, mutigen Weg zurück ins Leben und zu sich selbst, zu Sinn, zu Vergebung. Zu dem Mut, die eigene Geschichte zu erzählen.
Das Buch ist eine bearbeitete Ausgabe für Jugendliche, basierend auf Ediths Autobiografie „In der Hölle tanzen“. Doch aus meiner Sicht spricht es ebenso Erwachsene an. Geschichten von Holocaust-Überlebenden müssen erzählt, bewahrt und weitergegeben werden. Sie erinnern uns daran, aus der Vergangenheit zu lernen und zeigen uns, was wirkliche Stärke, Menschlichkeit und Hoffnung bedeuten.
Fazit: Aus diesem Buch können wir unendlich viel über Mut, über Menschlichkeit und über die Kraft des Überlebens mitnehmen. Ich habe meine Rezension mit einem Zitat von Edith Eger begonnen und möchte sie auch mit einem ihrer Worte schließen:
„Ich gebe euch dieses Buch, damit ihr so leben könnt, wie ihr in Wahrheit seid: einzigartig und frei.“
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