Der Roman zum großen TV-Serienevent! Ein rätselhaftes Virus greift um sich wie ein Steppenbrand und fordert weltweit Milliarden Todesopfer. Die Ordnung bricht zusammen, es gibt keine Regierungen, keine Kommunikation, keine Infrastruktur mehr. Nur ein Prozent der Weltbevölkerung überlebt die verheerende Seuche. Die Zivilisation wird ausgelöscht. Die Überlebenden, darunter der junge Student Isherwood Williams, müssen neue Wege des menschlichen Zusammenlebens suchen ...
Der große Science-Fiction-Klassiker aus dem Jahr 1949 wird mit Alexander Ludwig (»Vikings«) in der Hauptrolle als TV-Serie verfilmt.
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Wenn die Menschheit vergeht, bleibt das Leben
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125597
Bewertet: eBook (ePUB)
Ein Meisterwerk der Science-Fiction aus dem Jahr 1950? Das musste ich unbedingt lesen — und ich war positiv überrascht, wie aktuell das Thema auch heute noch wirkt.
Das Cover zeigt die Erde, die auf einer Seite brennt. Obwohl sich das Buch inhaltlich mit einem Supervirus beschäftigt, steht dieses Bild für mich auch für sehr gegenwärtige Probleme: Die Erde brennt — politisch, ökologisch, klimatisch. Doch selbst wenn der Mensch durch ein Supervirus, Naturkatastrophen oder eine Atombombe ausgelöscht würde, wäre das Leben an sich nicht beendet. Es würde vermutlich nur in anderer Form weiterbestehen. Eine Ausnahme wäre laut Anhang wohl ein Gammastrahlenblitz.
„Leben ohne Ende“ von George R. Stewart heißt im Original „Earth Abides“. Es ist ein postapokalyptischer Science-Fiction-Roman über den Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation nach einer weltweiten Seuche.
Der junge Isherwood „Ish“ Williams überlebt eine rätselhafte Krankheit, die fast die gesamte Menschheit auslöscht. Als er in die Welt zurückkehrt, findet er leere Städte, zusammengebrochene Infrastruktur und kaum noch andere Menschen vor. Zunächst reist er allein umher und versucht zu begreifen, was geschehen ist.
Später trifft Ish weitere Überlebende, darunter eine Frau, mit der er eine Familie gründet. Gemeinsam entsteht eine kleine Gemeinschaft. Anfangs leben sie noch von den Vorräten und Überresten der alten Zivilisation, doch mit der Zeit gehen Technik, Wissen und Ordnung immer mehr verloren. Die nächste Generation wächst bereits in einer völlig anderen Welt auf und interessiert sich kaum noch für die frühere Kultur.
Im Mittelpunkt steht nicht nur das Überleben, sondern vor allem die Frage, was von der Menschheit bleibt, wenn ihre Zivilisation verschwindet. Der Roman zeigt, wie Natur, Tiere und einfache Lebensformen die Welt zurückerobern, während die Menschen sich an ein ursprünglicheres Leben anpassen müssen. Die zentrale Botschaft lautet: Einzelne Menschen und Kulturen vergehen, aber das Leben selbst geht weiter.
Bei „Leben ohne Ende“ sollte man keinen postapokalyptischen Krieg wie in „The Stand – Das letzte Gefecht“ von Stephen King erwarten, auch wenn dieses Buch zu meinen Lieblingsromanen gehört. Stewart erzählt deutlich nüchterner und unaufgeregter. Er zeigt, wie Menschen als letzte Überlebende reagieren, was mit der Umwelt und den Tieren geschieht und wie Infrastruktur ohne Wartung und Pflege über Jahrzehnte hinweg zerfällt.
Ich habe die Geschichte vor allem informativ betrachtet. Die Figuren waren für mich eher nebensächlich. Ihre persönlichen Schicksale werden zwar erzählt, machen für mich aber nicht den Hauptgedanken des Werkes aus. Sie dienen eher dazu, eine Handlung zu tragen, damit der Roman nicht wie ein reines Sachbuch wirkt.
Der Beginn war für meinen Geschmack etwas kurz. Allerdings lebt der Protagonist Ish zu diesem Zeitpunkt sehr abgeschieden, sodass er die mögliche Massenpanik gar nicht direkt miterlebt. Wir alle haben vor einigen Jahren selbst eine Pandemie erlebt — jeder auf seine Weise, aber viele sicher auch mit Angst. Dieses Thema wird im Buch jedoch kaum behandelt, falls das für jemanden ein Trigger sein könnte. Die Geschichte setzt erst richtig ein, nachdem die schlimmste Phase der Pandemie bereits vorbei ist und fast alle Menschen ausgelöscht wurden. Dadurch wirkt der Schauplatz ruhig, leer und ausgestorben.
Mir persönlich hat der Stil sehr gut gefallen. Die Figuren waren stimmig, die Handlung nicht übertrieben, und der Schreibstil ließ sich wunderbar flüssig lesen. Deshalb vergebe ich für diesen Klassiker gerne 5 Sterne und kann ihn trotz seines Alters sehr empfehlen.
Unaufgeregt, ruhig und sachlich...
Bewertung am 25.11.2021
Bewertungsnummer: 1612768
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Unaufgeregt, ruhig und sachlich beschreibt der Autor den Untergang der menschlichen Zivilisation nach einer verheerenden Seuche. Ein Buch, das heute brandaktuell wirkt und tatsächlich schon 1950 erschienen ist. Es ist eine Dystopie, die nachdenklich macht. Lesenswert!
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