Aufdeckt erzählt von Blumen und Gemüse, vom Garteln und vom Kochen. Vor allem aber vom Leben auf dem Lande. Es nimmt Sie mit nach Pannonien: zum scharfen Istvan und der süßen Anna, ein Würzpastenduo mit Paprika. Es erzählt von Petersilwurzen aus der Waschmaschin, vom Aurikeltheater und von früher. Vom Schlittschuhlaufen auf der gefrorenen Jauche, vom Sautanz und den Frauen, die Federn schleißen und dabei sehr süßen Tee mit Rum trinken.
Martina Parker hat mit ihren Gartenkrimis einen Mikrokosmos geschaffen. Mit den dazu passenden Rezepten, Gartentipps und Geschichten wird diese Welt nun real.
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Aufdeckt. Leben wie im Gartenkrimi
Manuela Hahn am 02.06.2025
Bewertungsnummer: 2505384
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Klappentext: Aufdeckt erzählt von Blumen und Gemüse, vom Garteln und vom Kochen. Vor allem aber vom Leben auf dem Lande. Es nimmt Sie mit nach Pannonien: zum scharfen Istvan und der süßen Anna, ein Würzpastenduo mit Paprika. Es erzählt von Petersilwurzen aus der Waschmachin, vom Aurikeltheater und von früher. Vom Schlittschuhlaufen auf der gefrorenen Jauche, vom Sautanz und den Frauen, die Federn schleißen und dabei sehr süßen Tee mit Rum trinken. Martina Parker hat mit ihren Gartenkrimis einen Mikrokosmos geschaffen. Mit den dazu passenden Rezepten, Gartentipps und Geschichten wird diese Welt nun real.
Kochbücher oder Sachbücher gehören jetzt nicht zu meiner bevorzugten Lektüre, aber es gibt natürlich wie bei allem im Leben Ausnahmen und wenn mich ein Thema interessiert, sind diese Ausnahmen bei mir gegeben. Martina Parkers Gartenkrimis habe ich immer sehr gern gelesen und da war es naheliegend, dass ich auch Aufdeckt: Leben wie im Gartenkrimi lesen wollte. Schon nach den ersten Seiten war mir klar: Dieses Buch ist ein echtes Schatzkästchen voller Geschichten, Erinnerungen und leckerer Rezepte. Es fühlt sich an, als würde man mit der Autorin durch ihren Garten schlendern und dabei nicht nur Blumen und Kräuter entdecken, sondern auch jede Menge liebevoll erzählte Anekdoten aus dem pannonischen Landleben aufschnappen.
Gerade diese kleinen Geschichten haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und mich an kleine Geschichten aus meiner eigenen Kindheit erinnert, an Hasenbrote die übriggebliebenen Brote die unser Vater von der Arbeit wieder mit nach Hause brachte, hießen bei uns im Norden Deutschlands genauso wie im Burgenland und wurden von uns Kindern geliebt. Oder das eine Oma lieber besucht wurde als die andere. Zugegeben: Mit manchen österreichischen Begriffen bin ich manchmal ein bisschen ins Stolpern geraten. Aber die meisten Begriffe sind selbsterklären, werden erklärt oder lassen sich schnell nachschlagen.
Die im Buch enthaltenen Rezepte laden zum Nachkochen und nachbacken ein, da muss ich allerdings bei so manchen Zutaten erst einmal herausfinden, was genau das denn nun ist, ein Beispiel dafür ist
Teebutter? Butter mit Tee versetzt vielleicht? Nein, Teebutter ist wohl eine besonders zubereitete Butter. Ihre Entstehung begann laut Wikipedia im Jahre 1900 »Theebutter« an den englischen Königshof exportiert, wo aus der feinen Butter erster Güteklasse das »Theegebäck« für den traditionellen 5 Uhr Tee zubereitet.
Oder feiner Topfen, Topfen ist klar, aber was unterscheidet feinen Topfen vom deutschen Quark? Er ist wohl cremiger und enthält weniger Wasser als deutscher Quark, es ist also nicht nur der Name der im österreichischen schon feiner klingt als »Quark« sagt das mal direkt nacheinander dann wisst ihr was ich meine. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man alle Zutaten, die in den Rezepten beschrieben, sind auch in Deutschland bekommt, oder wenn man nicht aufpasst hat man im Répacsira (Ruim-Gruani-Eintopf) statt einem halben Kilo Rübenkeimlinge ein halbes Kilo Zuckerrübensirup.
Was man auf jeden Fall bekommt, auch wenn man es nicht will, ist Löwenzahn, der wächst in jedem Garten und lässt sich erntefrisch zu Honig, Tee oder auch Pesto verarbeiten. Das gilt auch für viele andere Kräuter und Pflanzen, die Martina Parker uns Leserinnen und Leser vorstellt.
Für mich ist „Aufdeckt“ kein klassisches Koch- oder Gartenbuch, sondern vielmehr ein Erinnerungsalbum, in dem man sich festliest, lacht, staunt und Appetit bekommt. Ein Buch, das Lust macht, Neues auszuprobieren – ob im Garten, in der Küche oder beim Nachschlagen von österreichischen Ausdrücken! Ich werde sicherlich noch ganz oft in das Buch schauen, schon allein wegen der wunderschönen Illustrationen und Fotografien.
Dieses Buch ist wie ein Besuch bei Freunden am Land: warmherzig, voller Erinnerungen und mit dem Duft von Gemüse und Kräutern in der Luft. Wer Sehnsucht nach Bodenständigkeit und echten Geschichten hat, wird hier glücklich
Was für ein liebevoll gestaltetes Buch! Ich liebe alles daran. Die Cover-Gestaltung, das Design, das Papier, das Blaudruckmuster, wunderschöne Fotos und Zeichnungen, Gartentipps, herrliche Rezepte…..
Ein Buch zum immer wieder in die Hand nehmen und darin schwelgen und ein tolles Geschenk auch für bisher Nichtgartler und solche, die bereits im eigenen Garten buddeln.
10 Daumen hoch für dieses zauberhafte „Gartenkrimi-Rezeptbuch“.
Ein Schmuckstück, das ich sicher des Öfteren verschenken werde.
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