Anna Ehinger wähnt sich am Ziel ihrer Träume: Sie und ihr Gemahl Lazarus sind zurück in ihrem wiederaufgebauten Haus, Anna hat einen gesunden Sohn geboren und im Spital verläuft alles in geordneten Bahnen. Da taucht ein Sterndeuter in der Stadt auf, der den Ulmern eine Katastrophe voraussagt. Einige fliehen in Angst, und als sie zurückkehren, sind ihre Häuser ausgeraubt. Wenig später treibt der Scharlatan tot in der Blau und Anna will eine Unschuldige vor der Verurteilung bewahren. Sie gerät in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Heyerode
5/5
03.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein wundervoller weiterer historischer Roman um die Begine Anna Ehinger
Ich meine, es muss die 7. Geschichte um Anna Ehinger, die Begine sein, habe die Bücher gelesen und war sämtlich angetan von den tiefgreifend in den Roman hineinziehenden Szenen und lebendigen Charakteren, die in ihrer Zeit agieren.
In diesem Buch - vom Genre natürlich auch wieder ein historischer Roman erleben wir Anna wieder innerhalb eines neuen Abenteuers. Sie ist ja mit Lazarus verheiratet, aktuell scheint es, dass sie am Ziel ihrer Träume ist. Das Haus ist wieder aufgebaut, die beiden können zurück ziehen. Sie sind Eltern eines gesunden Sohnes. Auch bezüglich ihrer Arbeit im Spital ist alles in Ordnung. Dann aber wird alles wieder auf eine harte Probe gestellt, als ein Sterndeuter in die Stadt kommt und Schreckliches voraus sagt. Manche fliehen ängstlich aus der Stadt und als sie zurückkommen sind ihre Häuser geplündert. Dann treibt plötzlich der Scharlatan tot im Fluß und eine Verurteilung steht an. Anna allerdings ist der Meinung, dass sie unschuldig ist und möchte sie vor einer Verurteilung bewahren. Täuschung, Lügen, Machtmißbrauch und Gewalt treten hervor ...
Absolut spannungsintensiv, lebendig und so geschrieben, dass man das Buch schwerlich aus der Hand legen kann.
Wieder einmal rundherum gelungen !!!
Ein historischer Roman zum Hineintreiben und Abtauchen.
hasirasi2
aus Dresden
4/5
17.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Dieser Turm erzürnt Gott
Mai 1416: Endlich ist im Haushalt von Anna Ehinger und ihrem Mann Lazarus Ruhe eingekehrt. Die ehemalige Begine und der Spitalarzt haben nach ihrer Tochter einen gesunden Sohn bekommen, die meisten Schäden, die der Feuerteufel verursacht hatte, wurden beseitig. Da taucht ein Sterndeuter in Ulm auf und macht den Einwohnern Angst. „Die Sonne wird sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben. Und die Sterne werden vom Himmel fallen. So steht es in der Heiligen Schrift! Das Ende der Tage könnte näher sein, als ihr denkt!“ (S. 8) – und zwar schon am übernächsten Sonntag. Viele der reichen Einwohner fliehen sofort aus der Stadt, und wenn sie wenig später zurückkommen, um nach ihrem Besitz zu sehen, wurden sie ausgeraubt.
Parallel dazu taucht immer mehr Falschgeld auf, was vor allem Annas Bruder Jakob schlaflose Nächte bereitet, schließlich ist er als Kämmerer und Säckelmeister dafür zuständig. In seiner Verzweiflung erwägt er, sich an den Propheten mit den düsteren Visionen zu wenden – doch der ist plötzlich verschwunden.
Am nächsten Morgen wird dessen Leichnam tot aus der Blau gezogen und eine Hure des Mordes beschuldigt. Das kann Anna nicht glauben. Sie will den wirklichen Täter finden und bringt sich dabei erneut in Lebensgefahr.
Silvia Stolzenburg gelingt es auch im 7. Band der Reihe, eine dichte, beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Die Menschen fürchten sich immer noch vor dem Bau des Kirchturms des Münsters. Die düsteren Vorhersagen verstärken die Unruhe zusätzlich. Viele steigern sich in eingebildete Krankheiten – bis eine Regenperiode schließlich wirklich eine Krankheitswelle auslöst. Lazarus hat Mühe, seine Patienten davon zu überzeugen, dass es sich nicht wieder um die Pest handelt.
Luna, die „Zauberin“, ist undurchsichtig wie eh und je und verdient gut, solange der mysteriöse Wahrsager in der Stadt ist. Sie verkauft Leichtgläubigen Gegenzauber und Amulette. Stadtpfeifer Gallus, der in sie verliebt ist, befürchtet, dass Luna und der Sterndeuter gemeinsame Sache machen, denn sie wirken sehr vertraut. „Fast als wäre er ein alter Liebhaber.“ (S. 177)
Der Mord treibt die angespannte Stimmung dann auf die Spitze. Warum musste der Sterndeuter sterben? Und was hat es mit dem Falschgeld auf sich?
Auch wenn mir ein Teil der Lösung relativ früh klar war, ist „Die Begine und der Sterndeuter“ abermals ein hervorragend recherchierter, mit spannenden Fakten und medizinischen Details gespickter historischer Krimi, der gut unterhält und neugierig auf die Fortsetzung macht.
hasirasi2
aus Dresden
4/5
17.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Dieser Turm erzürnt Gott Mai…
Dieser Turm erzürnt Gott Mai 1416: Endlich ist im Haushalt von Anna Ehinger und ihrem Mann Lazarus Ruhe eingekehrt. Die ehemalige Begine und der Spitalarzt haben nach ihrer Tochter einen gesunden Sohn bekommen, die meisten Schäden, die der Feuerteufel verursacht hatte, wurden beseitig. Da taucht ein Sterndeuter in Ulm auf und macht den Einwohnern Angst. „Die Sonne wird sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben. Und die Sterne werden vom Himmel fallen. So steht es in der Heiligen Schrift! Das Ende der Tage könnte näher sein, als ihr denkt!“ (S. 8) – und zwar schon am übernächsten Sonntag. Viele der reichen Einwohner fliehen sofort aus der Stadt, und wenn sie wenig später zurückkommen, um nach ihrem Besitz zu sehen, wurden sie ausgeraubt. Parallel dazu taucht immer mehr Falschgeld auf, was vor allem Annas Bruder Jakob schlaflose Nächte bereitet, schließlich ist er als Kämmerer und Säckelmeister dafür zuständig. In seiner Verzweiflung erwägt er, sich an den Propheten mit den düsteren Visionen zu wenden – doch der ist plötzlich verschwunden. Am nächsten Morgen wird dessen Leichnam tot aus der Blau gezogen und eine Hure des Mordes beschuldigt. Das kann Anna nicht glauben. Sie will den wirklichen Täter finden und bringt sich dabei erneut in Lebensgefahr. Silvia Stolzenburg gelingt es auch im 7. Band der Reihe, eine dichte, beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Die Menschen fürchten sich immer noch vor dem Bau des Kirchturms des Münsters. Die düsteren Vorhersagen verstärken die Unruhe zusätzlich. Viele steigern sich in eingebildete Krankheiten – bis eine Regenperiode schließlich wirklich eine Krankheitswelle auslöst. Lazarus hat Mühe, seine Patienten davon zu überzeugen, dass es sich nicht wieder um die Pest handelt. Luna, die „Zauberin“, ist undurchsichtig wie eh und je und verdient gut, solange der mysteriöse Wahrsager in der Stadt ist. Sie verkauft Leichtgläubigen Gegenzauber und Amulette. Stadtpfeifer Gallus, der in sie verliebt ist, befürchtet, dass Luna und der Sterndeuter gemeinsame Sache machen, denn sie wirken sehr vertraut. „Fast als wäre er ein alter Liebhaber.“ (S. 177) Der Mord treibt die angespannte Stimmung dann auf die Spitze. Warum musste der Sterndeuter sterben? Und was hat es mit dem Falschgeld auf sich? Auch wenn mir ein Teil der Lösung relativ früh klar war, ist „Die Begine und der Sterndeuter“ abermals ein hervorragend recherchierter, mit spannenden Fakten und medizinischen Details gespickter historischer Krimi, der gut unterhält und neugierig auf die Fortsetzung macht.
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