Freiheit? Eugène Delacroix, die Revolution von 1830 und die Politik der Bilder
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.10.2024
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
160 (Printausgabe)
Dateigröße
11821 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783835386938
Dem Gemälde »Die Freiheit führt das Volk« ist eine merkwürdige Ambivalenz eigen. Einerseits hat sich Eugène Delacroix' Bild als affirmative Ikone der Julirevolution von 1830 im kollektiven Gedächtnis festgesetzt. Andererseits ist seine frühe Rezeption kontrovers und keineswegs vorbehaltlos enthusiastisch. Den Weg zu einem besseren Verständnis dieser Zwiespältigkeit kann die auf den ersten Blick überraschende Idee eines zeitgenössischen Kunstkritikers bahnen: Als Gustave Planche 1831 den besonderen Wert des Gemäldes zu begründen versuchte, betonte er, dass dessen Qualität erst nach längerer Betrachtung hervortrete.
Wie ändert sich der Blick auf das Bild einer Momentaufnahme, wenn es lange angeschaut wird? Was folgt daraus, wenn Delacroix - der Lessings »Laokoon« aus eigener Lektüre kannte - einen Moment der revolutionären Dynamik stillstellt? Und wie verhält sich das Bild dabei zu seinem zentralen Thema: der Freiheit? Am Beispiel von Delacroix' Gemälde lässt sich nachvollziehen, wie Freiheit - über konventionelle allegorische Darstellungen hinaus - durch die dem Bild eigene Zeitlichkeit auf einzigartige Weise greifbar werden kann.
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