Produktbild: The Best Minds

The Best Minds Vom Gipfel des akademischen Ruhms in die Psychiatrie: Die packende Geschichte von Jonathan Rosens bestem Freund, der zum Mörder wurde.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.05.2025

Verlag

btb

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

20,4/13,7/4,6 cm

Gewicht

629 g

Farbe

Schwarz

Übersetzt von

Leon Mengden

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77540-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.05.2025

Verlag

btb

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

20,4/13,7/4,6 cm

Gewicht

629 g

Farbe

Schwarz

Übersetzt von

Leon Mengden

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77540-8

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Ausschweifendes, verkopftes Puzzle

Olivia Grove am 17.05.2025

Bewertungsnummer: 2492510

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bevor wir tiefer einsteigen: Ein erfahrener Biograf mit echtem Verständnis für Schizophrenie – und ohne das Bedürfnis, sich selbst ins Rampenlicht zu rücken – hätte dieser Geschichte vermutlich mehr Würde verliehen. Stattdessen wirkt das Buch wie eine schiefe Bühne, auf der der Autor weniger das Leiden seines Freundes beleuchtet als seine eigene Rolle im Schatten desselben. Die unterschwellige Eifersucht, die sich wie ein roter Faden durch die Seiten zieht, macht das Ganze nicht nur fragwürdig, sondern auch unangenehm intim – jedoch auf eine Art, die nicht berührt, sondern befremdet. "So begab ich mich zurück hinaus in die Welt, packte die Gewalttätigkeit und die Wahnvorstellungen in eine Rumpelkammer und stemmte mich dann mit aller Kraft gegen deren Türen." – Elyn Saks, The Center Cannot Hold (S. 444) Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Mit 832 Seiten ein echtes Schwergewicht – im doppelten Sinne. Das sollte jedem bewusst sein! Mir persönlich war es zu ausufernd. Dieser ausschweifende, springende Schreibstil hat mich immer wieder aus der Story herausgerissen und manchmal sogar verwirrt. Was wie ein Memoir beginnt, kippt schnell in eine akademische Fallstudie mit emotionaler Distanz. Bleischweres Name-Dropping, während die eigentliche Tragödie von Michaels Wahnsinn und Mord an Carrie auf 200 Seiten verdichtet werden könnte. Besonders ärgerlich ist, dass Carrie, vermutlich die zentrale Figur in Michaels Leben, kaum erwähnt wird – ein bewusster Akt der Zurückhaltung oder Respektlosigkeit, der die Tragik umso mehr unterstreicht. "Die subversive Schönheit der Psychoanalyse bestand darin, dass sie die Autorität von Gerichten, Gesetzen, Fakten und Richtern unterminieren konnte, indem sie das irrationale Naturell des menschlichen Geistes bloßstellte und gleichzeitig die Existenz einer tiefer zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeit verhieß wie die Magie von Narnia, die nur Aslan, dem Löwen, bekannt war." (S. 477) Dieses Zitat fängt die zerrissene Magie der Psychoanalyse ein, die mit ihrer Enthüllung des irrationalen Geistes alle Regeln von Recht und Ordnung sprengt – wie ein Glitch im System der Vernunft. Gleichzeitig verspricht die Psychoanalyse eine tiefere, verborgene Wahrheit – eine tiefere Ordnung hinter dem Chaos der Seele, die nur Eingeweihte wirklich verstehen – vergleichbar mit der magischen Gesetzmäßigkeit in C.S. Lewis’ Narnia, die nur Aslan, dem weisen Löwen, bekannt ist. Fazit: Jonathan Rosens "The Best Minds" soll ein fesselnder Trip in die Abgründe der menschlichen Psyche sein, wo akademische Brillanz und mentale Zerrüttung auf messerscharfem Grat tanzen. Doch am Ende steht kein bewegendes Porträt, sondern ein verkopftes Puzzle aus Distanz, Selbstbezogenheit und seltsam leerer Verbundenheit.

Ausschweifendes, verkopftes Puzzle

Olivia Grove am 17.05.2025
Bewertungsnummer: 2492510
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bevor wir tiefer einsteigen: Ein erfahrener Biograf mit echtem Verständnis für Schizophrenie – und ohne das Bedürfnis, sich selbst ins Rampenlicht zu rücken – hätte dieser Geschichte vermutlich mehr Würde verliehen. Stattdessen wirkt das Buch wie eine schiefe Bühne, auf der der Autor weniger das Leiden seines Freundes beleuchtet als seine eigene Rolle im Schatten desselben. Die unterschwellige Eifersucht, die sich wie ein roter Faden durch die Seiten zieht, macht das Ganze nicht nur fragwürdig, sondern auch unangenehm intim – jedoch auf eine Art, die nicht berührt, sondern befremdet. "So begab ich mich zurück hinaus in die Welt, packte die Gewalttätigkeit und die Wahnvorstellungen in eine Rumpelkammer und stemmte mich dann mit aller Kraft gegen deren Türen." – Elyn Saks, The Center Cannot Hold (S. 444) Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Mit 832 Seiten ein echtes Schwergewicht – im doppelten Sinne. Das sollte jedem bewusst sein! Mir persönlich war es zu ausufernd. Dieser ausschweifende, springende Schreibstil hat mich immer wieder aus der Story herausgerissen und manchmal sogar verwirrt. Was wie ein Memoir beginnt, kippt schnell in eine akademische Fallstudie mit emotionaler Distanz. Bleischweres Name-Dropping, während die eigentliche Tragödie von Michaels Wahnsinn und Mord an Carrie auf 200 Seiten verdichtet werden könnte. Besonders ärgerlich ist, dass Carrie, vermutlich die zentrale Figur in Michaels Leben, kaum erwähnt wird – ein bewusster Akt der Zurückhaltung oder Respektlosigkeit, der die Tragik umso mehr unterstreicht. "Die subversive Schönheit der Psychoanalyse bestand darin, dass sie die Autorität von Gerichten, Gesetzen, Fakten und Richtern unterminieren konnte, indem sie das irrationale Naturell des menschlichen Geistes bloßstellte und gleichzeitig die Existenz einer tiefer zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeit verhieß wie die Magie von Narnia, die nur Aslan, dem Löwen, bekannt war." (S. 477) Dieses Zitat fängt die zerrissene Magie der Psychoanalyse ein, die mit ihrer Enthüllung des irrationalen Geistes alle Regeln von Recht und Ordnung sprengt – wie ein Glitch im System der Vernunft. Gleichzeitig verspricht die Psychoanalyse eine tiefere, verborgene Wahrheit – eine tiefere Ordnung hinter dem Chaos der Seele, die nur Eingeweihte wirklich verstehen – vergleichbar mit der magischen Gesetzmäßigkeit in C.S. Lewis’ Narnia, die nur Aslan, dem weisen Löwen, bekannt ist. Fazit: Jonathan Rosens "The Best Minds" soll ein fesselnder Trip in die Abgründe der menschlichen Psyche sein, wo akademische Brillanz und mentale Zerrüttung auf messerscharfem Grat tanzen. Doch am Ende steht kein bewegendes Porträt, sondern ein verkopftes Puzzle aus Distanz, Selbstbezogenheit und seltsam leerer Verbundenheit.

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The Best Minds

von Jonathan Rosen

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