• Produktbild: Thomas Mann – 1949
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Thomas Mann – 1949 Rückkehr in eine fremde Heimat

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25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2025

Illustriert von

Magdalena Adomeit

Verlag

Knesebeck

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

26,4/19,3/1,4 cm

Gewicht

518 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95728-896-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2025

Illustriert von

Magdalena Adomeit

Verlag

Knesebeck

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

26,4/19,3/1,4 cm

Gewicht

518 g

Farbe

Anthrazit / Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95728-896-7

Herstelleradresse

Knesebeck Von Dem GmbH
Holzstr. 26
80469 München
DE

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  • Bücherliebe.lernen

    5/5

    01.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Einblick in eine aufgeladene Zeit

    Diese Graphic Novel ist weit mehr als ein biografisches Porträt: Thomas Mann 1949 erlaubt einen dichten, multiperspektivischen Einblick in eine ebenso komplexe wie historisch aufgeladene Zeit. ➡️ Worum geht’s? Im Mittelpunkt steht Thomas Manns erste Reise nach Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – ein Ereignis, das im Zeichen des Goethe-Jubiläums durch die Stadt Frankfurt stand. Doch was auf den ersten Blick wie eine ehrenvolle Rückkehr wirkt, entpuppt sich schnell als ambivalentes, emotional aufgeladenes Kapitel in Thomas Manns Biografie sowie Deutschlands Geschichte. ➡️Mein Eindruck: Thomas Mann 1949 ist keine leichte Lektüre, aber eine lohnenswerte. Wer sich auf die komplexe Erzählweise einlässt, wird mit einem dichten Porträt einer Übergangszeit belohnt – zwischen Wiederaufbau, innerem Exil und der Frage, ob ein Neuanfang in Deutschland überhaupt möglich ist. Die Lesenden erfahren nicht nur viel über Thomas Manns Reise und familiäre Konstellationen, sondern auch über das gesellschaftliche Klima im Nachkriegsdeutschland: Über alte und neue Schuld, über Verdrängung, über Instrumentalisierung sowie die bleibenden Spuren des Nationalsozialismus – in den Köpfen, in Gesprächen, in Gästebüchern. Ein kleiner Schwachpunkt: Die Vielzahl von Figuren – Zeitzeugen, Offizielle, Begleiter – sind zeichnerisch nicht immer eindeutig zu identifizieren. Eine Graphic Novel für alle, die sich für Literaturgeschichte, Zeitgeschichte und die Brüche dazwischen interessieren.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    09.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rückkehr mit Anstand – Thomas Mann im Zeichen der Nachkriegszeit

    Ich gebe es zu: Als ich zu diesem Buch gegriffen habe, dachte ich, ich bekomme eine brav bebilderte Biografie, ein bisschen Bildungsbürger-Comic zum Durchblättern, mit viel Grau und Pathos. Bekommen habe ich aber etwas ganz anderes – und das im allerbesten Sinne. Diese Graphic Novel ist keine trockene Geschichtsstunde, sondern ein klug inszenierter Blick auf einen zutiefst ambivalenten Moment in der deutschen Nachkriegsgeschichte: Thomas Manns Rückkehr 1949 ins Land, das ihn einst vertrieben hat. Es geht um mehr als nur eine Reise – es geht um Haltung, Zweifel, Würde und die ewige Frage, ob man wieder zurückkehren kann, ohne innerlich zu zerreißen. Voloj und Marx machen das mit viel Respekt, aber ohne in Ehrfurcht zu erstarren. Sie erzählen mit einem feinen Gespür für die Zwischentöne – die leisen Konflikte in Manns Innerem, die politische Schärfe seiner Reden, aber auch die Kuriositäten am Rande. Es menschelt zwischen den großen Zitaten, was der Geschichte guttut. Besonders stark fand ich die Flashbacks, die wie kleine Fenster in die Vergangenheit wirken – literarisch und visuell gut eingebettet. Die Illustrationen von Magdalena Adomeit sind ein echtes Highlight: präzise, atmosphärisch, oft poetisch, manchmal fast filmisch. Natürlich: Hier und da wäre weniger Erklärung mehr gewesen. Manche Passagen wirken ein bisschen belehrend, fast wie ein vertonter Schultafeltext. Aber das schmälert den Gesamteindruck kaum. Unterm Strich: Eine eindrucksvolle, ungewöhnliche Graphic Novel über eine historische Reise, die mehr erzählt als bloße Fakten. Für Literaturfans, Geschichtsinteressierte und alle, die sich trauen, Thomas Mann mal in Bildern zu begegnen – lohnenswert!

  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    27.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Ich kenne keine Zonen. Mein Besuch gilt Deutschland selbst, Deutschland als Ganzem, und keinem Besatzungsgebiet.«

    »Ich kenne keine Zonen. Mein Besuch gilt Deutschland selbst, Deutschland als Ganzem, und keinem Besatzungsgebiet.« Thomas Mann, der 1938 nach Amerika emigrierte, begab sich 1949 auf eine Europareise. 16 Jahre waren vergangen, seitdem er Deutschland verlassen hatte und nun führte ihn diese Reise durch mehrere deutsche Städte. Der Höhepunkt war jedoch die „Ansprache zum Goethejahr“, welche er am 25. Juli in der Frankfurter Paulskirche und am 1. August im Weimarer Nationaltheater hielt. Dabei wurde er durchaus bejubelt. Doch nicht von allen wurde sein Deutschlandbesuch positiv aufgefasst, besonders der Besuch beider Goethe-Städte wurde kritisiert. Dennoch ließ sich Thomas Mann nicht davon abbringen, schließlich gab es für ihn keine Zonen. Dieser Graphic Novel, entstanden aus einer Zusammenarbeit des Autors Julian Voloj, der Illustratorin Magdalena Adomeit und dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Friedhelm Marx, entführt die Lesenden in das von Krieg zerstörte Deutschland im Jahr 1949 und schildert Eindrücke dieser Reise deutlich. Dabei gibt es gleich zu Beginn und auch während des Weiteren Verlaufs Rückblenden, die zwar anfangs etwas verwirren, aber unfassbar gut gelungen und sogleich notwendig sind, um die Hintergründe der Reise nachvollziehen zu können. So erfährt man von Klaus Mann, der als Berichterstatter für die U.S. Army tätig war, dass die „Poschi“ – Manns Münchner Haus in der Poschingerstraße, welches zwanzig Jahre sein Zuhause war – während der Herrschaft der Nationalsozialisten beschlagnahmt und als sog. „Lebensborn“ missbraucht wurde. Auch die Fortsetzung der Reise, nachdem man über den Suizid des ältesten Sohnes informiert wurde, wird ebenfalls thematisiert. Darüberhinaus findet auch die Wagner-Verehrung der Nationalsozialisten sowie Erika Manns Arbeit als Korrespondentin Erwähnung. Eine wirklich tolle gelungene Graphic Novel, die mich sehr begeistert hat und hoffentlich vielen weiteren Lesenden Thomas Manns wichtigste Reise durch Deutschland näher bringt.

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