Rezension
Das Buch hat mich tief im Innersten berührt. Rainer Thielmann gelingt es, in die tieferen Schichten der Kultur, Spiritualität und Menschlichkeit einzutauchen. Seine Beobachtungen sind ehrlich, authentisch und oft voller Staunen – ein Spiegel seiner eigenen Transformation auf dieser Reise. Es ist, als ob die Seiten mit einer besonderen Energie aufgeladen wären, die den Leser unmittelbar in die Magie des Subkontinents zieht. Der Autor beschreibt Indien so lebendig, dass man die Märkte, die Tempel, die Wärme der Menschen fast spüren kann; in einer Ehrlichkeit und Nähe, die selten geworden ist. Seine Erfahrungen wirken nicht inszeniert, sondern authentisch und tief empfunden. Das macht den Band zu einem besonderen Schatz. indienaktuell.de
Wunderbare Fotos in großer Fülle und dazu Verse, die die persönlichen Erfahrungen Rainer Thielmanns auf seinem Weg als spirituell Suchender widerspiegeln. Leitend ist die Vedanta-Philosophie, von Ramakrishna und Vivekananda Ende des 19. Jahrhunderts verkündet. Großer Teil in Kolkata bzw. Westbengalen, außerdem Tamil Nadu und Kerala. Interessantes Glossar, Details zu den einzelnen Fotos im Bildnachweis im Anhang. Eine tolle Geschenk-Idee für jeden Indien-Liebhaber oder auch einfach für sich selbst. indienhilfe-herrsching.de
Rainer Thielmann reist mit offenen Augen und weit geöffnetem Herzen (...) Ich möchte nicht reisen, nicht jetzt, ich möchte in dem Buch verweilen, in den vorzüglichen Zeilen und wunderbaren Bildern, in der Stimmung, die diese in mir erwachen ließen. Danke, lieber Rainer Thielmann, für dieses Buch. annettegonserowski.blogspot.com/
Eine Reise für die Seele. Thalia Hagen (Empfehlung)
Der Autor, Fotograf und Songwriter Rainer Thielmann ist dem Zauber Indiens erlegen, den er in seinen Büchern feiert. Dabei verbindet er Fotografien aus dem indischen Alltag mit Poesie (...) In sieben Kapiteln versucht der Dichter eine ganz eigene Annäherung an die Magie Indiens, mal melancholisch, mal euphorisch, zwischendurch auch kritisch. Wer sich einlässt auf diese Reise ins Innere, kommt dem Land und auch der Vedanta-Philosophie näher. Am Ende womöglich auch sich selbst. Lilo Solcher, lilo-liest.de
Rainer Thielmanns Werk ist kein Reiseführer und keine Hochglanz-Hommage an Exotik. Es ist ein stilles, genau beobachtendes Porträt eines Landes, das sich nicht auf Postkartenmotive reduzieren lässt. Seine Fotografien zeigen nicht das inszenierte Indien, sondern das gelebte: Straßenszenen, Gesichter, Rituale, Momente der Kontemplation und der Bewegung. Auffällig ist dabei sein Blick für das Detail – für scheinbar Nebensächliches, das sich als Träger tiefer Bedeutung entpuppt. Diese Bilder stehen jedoch nicht für sich allein. Thielmann verbindet sie mit selbst verfassten Gedichten, die wie mentale Resonanzräume wirken. Sie kommentieren nicht, sie erklären nicht – und gerade darin liegt ihre Stärke. Die Texte bewegen sich zwischen Melancholie und Freude, zwischen Trauer und staunendem Erkennen. Sie sind weniger Beschreibung als Einladung zur Innenschau. Das Buch folgt damit seinem eigenen Motto: „Zauber der Sinne – seliges Sein“. Unübersehbar ist die geistige Nähe zur Vedanta-Philosophie, insbesondere zu Ramakrishna und Vivekananda, auf die Thielmann auch explizit verweist. Sein Anliegen ist ein humanistisches: aufmerksam zu machen auf das Verwobene allen Seins, auf die feinen, oft übersehenen Verbindungen zwischen Mensch, Natur, Geist und Kultur. Bild und Sprache arbeiten in diesem Buch zusammen, um dieses Verwobene zumindest ahnbar zu machen. Verstehen wird es sich letztlich nur durch eigene Erfahrung erschließen – eine persönliche Reise nach Indien bleibt, wie so oft, durch nichts zu ersetzen. Doch Thielmanns Buch kann ganz sicher ein Impuls zu einer solchen Reise sein. Fast wäre zu kritisieren gewesen, dass dem Werk ein stärker faktisch-erklärender Rahmen fehlt. Doch am Ende überrascht ein sorgfältig gestaltetes Glossar, das zentrale Begriffe, Orte, Persönlichkeiten und typisch indische Phänomene knapp einordnet. Es verleiht dem Band eine zusätzliche, informative Ebene, ohne dessen poetischen Charakter zu stören. So schließt sich der Kreis: „Indien von Innen 2“ ist weder bloß Bildband noch Gedichtsammlung, sondern eine eigenständige, künstlerisch-philosophische Annäherung an ein Land, das sich nie vollständig erschließen lässt. Ein rundum sehr gelungenes, erfrischendes und bisweilen inspirierendes Buch – obendrein in einem ansprechenden Layout. Tina Singh, theinder.net
Der Markt an Reisebüchern ist hart umkämpft. Rainer Thielmann kann für sich in Anspruch nehmen, eine eigene Gattung in diesem Segment erfunden zu haben: das Fotogedichtbuch. Darin treffen empfindsame Poesie und ausdrucksstarke Fotografien aufeinander. Indien hat es Rainer Thielmann besonders angetan. Ihm geht es dabei nicht darum, spektakuläre Reise-Hotspots abzuarbeiten und Instagram-taugliche Hochglanz-Fotografie abzuliefern. Im Mittelpunkt stehen vielmehr subjektive Eindrücke, die er in Gedichten und Fotografien festhält. Die Fotos machen die Texte verständlicher, zeigen, was sie ausgelöst hat, während die Texte den Bildern eine zusätzliche Dimension verleihen. Thielmanns Ansatz, das Fremde als Spiegel des eigenen Ichs zu begreifen, zeichnet so nicht nur eine Reise durch Indien nach, sondern auch eine Reise zu sich selbst. Dabei spielt die Spiritualität des Landes eine zentrale Rolle. Eine besondere Inspiration findet Thielmann im hinduistischen Mönch und Gelehrten Swami Vivekananda, der 1893 beim „Weltparlament der Religionen“ in Chicago den Hinduismus als offene Weltreligion mit philosophischem Kern vorstellte. Sein Ziel war es, eine Brücke zwischen Ost und West zu bauen. Auch Thielmann will Brücken schlagen und dem Leser die Spiritualität näherbringen, die Indien und seine Menschen so sehr prägt. OVB Oberbayerisches Volksblatt