Ein Silvesterabend in New York: Cleo, Britin mit Kunststipendium, Bohémienne aka ewig pleite, trifft Frank, Amerikaner, Inhaber einer Werbeagentur und ungleich gesettleter, im Aufzug einer Partylocation. Es ist die vielbeschworene Liebe auf den ersten Blick. Hals über Kopf stürzen die beiden sich eine amour fou, mit der sie selbst kaum Schritt halten können - geschweige denn die, die ihnen nahestehen.
Eine absolut süchtig machende New-York-Romanze, herzzerreißend und beglückend zugleich!
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Bewertung
5/5
16.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Absolute Perfektion
Selten fällt es mir so unfassbar schwer ein Buch in Worte zu fassen. Tragisch, humorvoll und mitreißend sind die Ersten, die mir einfallen, aber doch dieser Geschichte nicht gerecht werden. Denn dieses Buch ist einfach so viel mehr in jeglicher Hinsicht - mehr als eine einfache Liebesgeschichte, mehr als ein Coming-of-Age-Roman und so viel mehr als die typische zeitgenössische Literatur.
Alle Charaktere passen mit ihren Problem und Emotionen so perfekt in diese ganze Geschichte. Und die Sprache der Autorin ließ mich dem Buch nicht entkommen. Es ist kein Wort zu viel und kein Satz fehl am Platz. Themen wie Trauer, Wut, Sucht und Lust fügen sich nahtlos aneinander und ineinander ein.
Es ist die perfekte Mischung aus den besten Zügen der Literatur. Große Empfelung für alle, die einfach nur ein richtig gutes Buch lesen möchten!
Alexandra L.
aus Köln
4/5
16.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Realistisch und unerwartet gut
Der Sociql Media Hype hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht, die Bewertungen haben mich abgeschreckt.
Was oft als „langweilig“ in den Rezensionen beschrieben wird habe ich als sehr realistisch wahrgenommen. Wenn es nicht die Happy End Lovestory oder Mord & Totschlag ist sind wir schnell gelangweilt, dabei könnte die Geschichte eine Erzählung aus jedem Freundeskreis sein. Für mich hat es sich angefühlt wie der Rat einer großen Schwester, aus deren Fehlern man lernt.
TochterAlice
aus Köln
4/5
27.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Amour Fou und deren…
Eine Amour Fou und deren Entwicklung wird hier auf ungewöhnliche Weise beschrieben: die Autorin konnte mich nicht durchgehend für sich und ihre Protagonist*innen gewinnen, bekam aber immer und immer wieder die Kurve - bis ganz zum Schluss! Interessant ist, ist dass die einzige Ich-Erzählerin weder Cleopatra noch Frankenstein ist und auch erst ab etwa der Mitte des Buches auftaucht. Der Autorin gelingt es, eine ganze Reihe unterschiedlicher Charaktere einzufangen und mit- oder auch gegeneinander (am häufigsten aber ist beides der Fall) agieren zu lassen. Wie so oft, war für mich zu viel Sex in dem Buch, wenngleich ich die ehrliche und immer wieder flapsige Art der Beschreibung doch einigermaßen genießen konnte. Dennoch - es kam mir vor, als ob New Yorker an nichts anderes denken! Mir haben die "Blue Sisters" eine ganze Ecke besser gefallen, aber auch dieser Roman ist definitiv die Lektüre wert!
Bewertung
5/5
20.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Als wenn mir eine Freundin ihre Geschichte erzählt
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, diese Geschichte hat einfach soviel was einem im Leben verfolgt begegnet und das so verpackt einfach großartig geschrieben. Die nicht schönen Sachen wurden nicht beschöhnt, sonder realistisch erzählt, und das Ende, ja man lächelt.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
22.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessantes Buch über Beziehungen zwischen Menschen
Coco Mellors' Debütroman *Cleopatra und Frankenstein* ist eine fesselnde, bittersüsse Geschichte über Liebe, Selbstfindung und die Zerrissenheit moderner Beziehungen. Im Zentrum der Handlung stehen Cleo, eine junge britische Künstlerin, die sich auf der Suche nach sich selbst und einem stabilen Leben in New York wiederfindet, und Frank, ein erfolgreicher, aber emotional distanzierter Mann Mitte vierzig, der auf eine unerwartete Weise von Cleo angezogen wird.
Der Roman beginnt mit einem scheinbar klassischen Liebesmotiv: Cleo und Frank lernen sich auf einer Party kennen, und ihre sofortige Anziehung führt sie schnell in eine impulsive Ehe. Doch anstelle einer romantisierten Darstellung ihrer Beziehung, bietet Mellors eine tiefgründige und schonungslose Auseinandersetzung mit den emotionalen Herausforderungen und inneren Konflikten, die beide Charaktere mit sich herumtragen.
Besonders beeindruckend ist Mellors' Fähigkeit, ihre Figuren mit vielschichtigen, komplexen Persönlichkeiten auszustatten. Cleo ist nicht die typische junge Muse; sie kämpft mit Selbstzweifeln, Identitätsfragen und einem instabilen Lebensstil. Frank wiederum wird nicht als blosser Retter dargestellt, sondern als ein Mann, der in seiner Unfähigkeit, sich wirklich zu öffnen, gefangen ist. Diese Brüche in ihren Charakteren machen sie menschlich und nahbar, sodass man als Leser emotional stark involviert ist.
Stilistisch zeichnet sich *Cleopatra und Frankenstein* durch scharfsinnige Dialoge, lebendige Beschreibungen und eine feine Beobachtungsgabe aus. Mellors schafft es, die pulsierende Energie New Yorks einzufangen und gleichzeitig intime, verletzliche Momente der Einsamkeit und des inneren Aufruhrs zu vermitteln. Der Ton des Romans schwankt geschickt zwischen humorvollen, fast absurden Szenen und düsteren, melancholischen Passagen, was die emotionale Bandbreite der Erzählung verstärkt.
Ein weiteres starkes Element des Buches ist die Tiefe, mit der die Nebenfiguren dargestellt werden. Cleos und Franks Freundeskreis und Familie sind nicht blosse Statisten, sondern tragen wesentlich zur Entwicklung der Handlung bei und beleuchten die unterschiedlichen Facetten moderner Beziehungen und Lebensentscheidungen.
Was das Buch so besonders macht, ist die Art und Weise, wie Mellors Themen wie Liebe, Identität und Schmerz verwebt. *Cleopatra und Frankenstein* ist kein Buch, das eine klare Antwort auf die Frage nach dem Glück liefert. Vielmehr zeigt es, dass Liebe oft chaotisch, unvollkommen und voller Widersprüche ist. Es zwingt den Leser, über die vielen Formen nachzudenken, die Liebe und persönliche Erfüllung annehmen können – und wie selten sie ohne Verlust und Opfer kommen.
Insgesamt ist *Cleopatra und Frankenstein* ein brillanter und emotional packender Roman, der sich mit den Unsicherheiten und Schönheiten des Lebens auseinandersetzt. Mellors beweist mit ihrem Debüt eine bemerkenswerte Sensibilität für zwischenmenschliche Beziehungen und eine erfrischend unverblümte Darstellung von Liebe und Schmerz. Ein Buch, das noch lange nach dem Lesen nachhallt.
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