Produktbild: Großmütter

Großmütter Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2025

Verlag

Transit

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19,6/12,3/2 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Graugrün

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88747-416-4

Beschreibung

Rezension

Schweizer Fernsehen (SRF), 3sat Elke Heidenreich »Die beiden Großmütter landen am Ende in der Schweiz bei ihren Enkelinnen. Sie lassen ihre Männer zurück und wie sie das machen, ja, das ist richtig schön. Es ist ein schmales, sehr kluges Buch. Beide Großmütter schaffen es, sich am Ende an ihren Männern, die sie ein Leben lang gedemütigt und missbraucht haben, auf eine granantenmäßige Weise zu rächen, ohne dass Blut fließt. Sehr sehr schön.« Elke Heidenreich, Literaturclub (Schweizer Fernsehen, 3sat)
Auf nur 127 Seiten gelingt es der Autorin, einfühlsam und prägnant stellvertretend zwei Frauenschicksale zu schildern und dabei deutlich zu machen, wie die Unterdrückung von Frauen über soziale und nationale Grenzen weit hinausgeht. Liebevoll gestaltet und in zwei Farben voneinander abgesetzt, schaffen Autorin und Verlag ein Denkmal für alle Großmütter, „den toten und den lebenden und denen, die noch geboren werden. Feuilletonscout, Birgit Koss
Der Roman ist ein schwermütiges, aber auch ein enorm beglückendes Werk. In der Verknappung der Texte wird sehr viel Emotion und Herz spürbar. Eine Zuwendung zum Leben, die sich trotz der Pein ihren Weg freibricht. Auch wenn das Erkennen später kommt, gibt es Chancen und Wege. Dieser Roman ist ein wunderbarer, trauriger und literarischer Ausbruch, der uns ganz viel schenkt. Hauke Harder, Buchhandlung Almut Schmidt (bloggender Buchhändler und leidenschaftlicher Leser)
Es ist ein schmaler Band, der es allerdings in sich hat. Aufwendig gedruckt in zwei verschiedenen Farben, einer schwarzen Schrift und einer Schrift in einem rostroten Ton. In schwarzer Schrift erzählt eine alte Frau von ihrem Leben auf einem Schweizer Bauernhof. Es war ein hartes Leben. […] Der innere Monolog der zweiten, in Ich-Form erzählenden Großmutter ist in rostroter Schrift gedruckt. Sie lebt in Kamerun und erinnert sich an die Bürde und die Schmerzen ihres Lebens. […] Es ist schon erstaunlich, von diesen beiden Lebensläufen in Kamerun und in der Schweiz so eng nebeneinander geführt zu erfahren. So unterschiedlich die Kulturen sind, so vergleichbar ist die herabwürdigende Art, wie mit Frauen umgegangen wird. Tragischerweise sind es in beiden Lebensgeschichten eben nicht nur Männer, sondern auch Frauen, die mit anderen Frauen, in den Unterdrückungsmustern beider Gesellschaftssysteme verhaftet und nur selten zu liebevollen Gesten gegenüber einer anderen Frau fähig sind. Es gibt dagegen in beiden Lebensberichten auch schöne Momente. Erstaunlich ist, wie beide Frauen in sich einen unzerstörten Kern in ihren Herzen bewahrt haben und Kraft daraus schöpfen. Annemarie Stoltenberg, Norddeutscher Rundfunk Kultur
»Für ein besseres Leben der Töchter und Enkelinnen. Sehr einfühlsam zeichnet die Autorin ein Bild von zwei eigensinnigen und auf ihre Weise selbstbewussten Persönlichkeiten, denen sie eine unmittelbare, immer wieder auch lakonisch-selbstironische Erzählsprache in den Mund legt. Und: Dieses Buch prägt auch ein bitterschwarzer Humor. Auf wenigen Seiten behandelt ›Großmütter‹ sehr konzentriert und literarisch herausragend große Themen: die Emanzipation von Geschlechterrollen, Klassenzugehörigkeit, überkommenen Traditionen sowie transgenerationelle Traumata. Die beiden Großmütter bleiben namenlos, denn dieses wunderbare schmale Buch hat die Autorin ›Großmüttern zu Ehren‹, geschrieben, ›den lebenden, den toten und denen, die noch geboren werden‹.« Stephanie von Oppen, Deutschlandradio Kultur LESART
Zwei Omas, eine Erkenntnis: "Ich hätte viel öfter Nein sagen sollen". "Die Freiheit einer Frau reicht nur bis zum nächsten Nein eines Mannes." Diese Erfahrung machen die beiden Großmütter, die Melara Mvogdobo in ihrem gleichnamigen Roman nebeneinander stellt. Und Beide kommen gegen Ende ihres Lebens zu dem Schluss, Nein zu sagen. Mit einer Konsequenz, die überrascht und aufwühlt. Melara Mvogdobo hat einen so kurzen wie beeindruckenden Roman geschrieben. Auf 126 großzügig gesetzten Seiten gelingt es ihr, mit einfachen Sätzen großen Schmerz zu transportieren. Einen Schmerz, der sich am Ende Bahn bricht. Ohne übertriebenes Spektakel, aber mit Wirkung. Ein Buch, das schnell gelesen ist, aber lange im Kopf bleibt. Lukas Wessling, ntv
Dieses schmale Buch der jungen Autorin zeugt von deren enormem Können als Mensch und Künstlerin. Diese Stimme ist literarisch herausragend und ich habe Zeile um Zeile markiert und dann gemerkt, ich kann alles markieren, lese das Buch einfach gleich noch einmal. Wunderschön auch haptisch und optisch kommt „Grossmütter“ daher, denn dieser Roman ist in zwei Farben gedruckt, für jede Frauenstimme eine. Ein echt starkes Buch, wichtig, funkelnd, hoffnungsvoll! Wunderbarerweise soeben nominiert worden für den Schweizer Buchpreis 2025. Wertung: 9/10 Manuela Hofstätter, lesefieber.ch 14.9.2025
Melara Mvogdobo ist mit ihrem Roman «Grossmütter» für den Schweizer Buchpreis nominiert worden. Sie erzählt die Geschichte zweier Frauen, denen die ungeschriebenen Gesetze ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit nur eine Rolle zugedacht hatten: stumme Dienerinnen ihrer Ehemänner zu sein. Mit grossem Geschick verknüpft Mvogdobo die beiden Erzählstränge, indem sie abwechselnd die beiden Frauen in inneren Monologen zu Wort kommen lässt und aus diesen Episoden ihre Lebensgeschichten entwickelt. Ihre Odyssee des Leidens verläuft spiegelbildlich. Mögen auch Welten zwischen ihnen liegen, sie sind Schwestern im Unglück. … Melara Mvogdobo schreibt sehr drastisch, aber auch mit Witz. … Beiden Frauen gelingt es nicht, dieses Verhängnis von Gewalt und Unterwerfung zu durchbrechen. Erst die Generation der Enkelinnen ermöglicht ihnen den Ausbruch. Das klingt, als wär’s ein Märchen. NZZ, 22.9.2025
Im Blog »Biedermann und die Lobstifter #SchweizerBuchpreis 25/02«, 7.10., von Gallus Frei im literaturblatt.ch unterhalten sich zwei Kritiker, Gallus Frei und »Bär«, ein Pseudonym, über den Roman »Großmütter« und »Lázár« von Nelio Biedermann: »Bär« schreibt: »Zufällig ist mir unmittelbar anschliessend [an die Lektüre von Lázár] der schmale Band ›Großmütter‹ in die Hand gekommen. Welch grosser Kontrast! In einer äusserst knappen, ausdrucksstarken Sprache, sorgfältig in zwei verschiedenen Farben gedruckt, erzählen zwei Grossmütter ihr Leben. Ein kluges Buch mit Tiefgang! Mit Nachhall!«. Und die Antwort von Gallus Frei: »Danke für deine Einschätzungen, die ich eigentlich nur teile, auch wenn ich bisher nur über Melara Mvagdobos Roman «Großmütter» gelesen habe. … Aber nur schon dein kleiner Teaser lockt und steigert die Vorfreude, ist doch das Thema «Geschlechterspezifische Gewalt gegen Frauen» aktueller denn je … Ich freue mich auf das Buch!« https://literaturblatt.ch/biedermann-und-die-lobstifter-schweizerbuchpreis-25-02/
In der Schweizerischer Wochenzeitung WOZ, 9.10., ist Elodie Kolb sehr beeindruckt von »Großmütter«. Wie das gesamte schweizerische Feuilleton wundert sie sich, dass das Buch vor der Nominierung zum Schweizer Buchpreis in der Schweiz kaum Beachtung fand: »… an der Qualität oder der Aktualität des Büchleins liegt es auf jeden Fall nicht. … Im Wechsel erzählen zwei Großmütter von ihrem Leben – ein gelungener literarischer Effekt: En passant treten dadurch die vielen Übereinstimmungen der Biografien hervor. Durch die Austauschbarkeit der Stimmen entlarvt Mvogdobo die Unterdrückung von Frauen in patriarchalen Gesellschaft als strukturell, jenseits von ihren individuellen Umständen. Dass sich der Roman trotz der drückenden Ungerechtigkeit und Gewalt leicht liest, liegt nicht nur an der klaren Sprache, sondern vor allem auch an den leisen Auflehnungen, die der aufkeimenden Verzweiflung beim Lesen etwas entgegensetzen.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2025

Verlag

Transit

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19,6/12,3/2 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Graugrün

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88747-416-4

Herstelleradresse

Transit Buchverlag GmbH
Gneisenaustr. 2
10961 Berlin
DE

Email: transit@transit-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Wangen

    5/5

    15.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig!

    Ein großartiges Buch über zwei Frauen aus ganz unterschiedlichen Welten. Die eine wächst in einem armen Umfeld auf einem kleinen Bauernhof in der Schweiz auf. Die andere stammt aus einer großen wohlhabenden Familie in Kamerun. So unterschiedlich die Lebensverhältnisse dieser zwei Frauen auch sind, noch stärker sind die Ähnlichkeiten. Denn weltweit ist der Unterschied zwischen den Welten von Mann und Frau sehr viel größer als es die Welten einer Frau in Europa und einer Frau in Afrika je sein könnten. Lest das Buch, verschenkt es, redet darüber.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    15.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Frauen, zwei Welten – und doch dasselbe Schicksal

    Zwei Frauen, zwei Welten – und doch dasselbe Schicksal. Die Großmütter erzählt in einer knappen, fast gemeißelten Sprache von Unterdrückung, Widerstand und letztlich von Befreiung. Eine Großmutter wächst in einer armen Schweizer Bauernfamilie auf, die andere in einer wohlhabenden Familie in Kamerun. Ihre Herkunft könnte kaum unterschiedlicher sein, doch in einer entscheidenden Hinsicht gleichen sich ihre Geschichten: Die Männer bestimmen ihr Leben, und Gewalt ist eine allgegenwärtige Realität. Gesellschaftlich trennen sie Welten, aber ihre Erfahrungen als Frauen verbinden sie über Kontinente hinweg. Die Erzählstruktur ist einfach und wirkungsvoll: Zwei Perspektiven, zwei Stimmen, die einander kapitelweise ablösen – einmal in dunkler, einmal in heller Schrift (zumindest in der E-Book-Version). Beide Frauen erzählen ihre eigene Geschichte in der Ich-Form, nüchtern und doch voller Kraft. Trotz der Kürze – gerade einmal 125 Seiten – gelingt es dem Roman, ganze Lebensläufe zu skizzieren, mit all ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und dem leisen, aber unaufhaltsamen Aufbegehren gegen ein vermeintlich unabänderliches Schicksal. Es ist ein trauriges Buch, weil es von Ungerechtigkeit erzählt, aber es ist auch ein zärtliches Buch, voller Herzlichkeit. Und am Ende gibt es eine späte, aber dennoch befriedigende Rache. Ein literarisches Kleinod – klein im Umfang, groß in seiner Wucht Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • Gieseking

    Book Circle Community

    5/5

    30.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fernglas in die Generation der Grossmütter

    Das Buch “Grossmütter” von Melara Mvogdobo ist ein ergreifender Roman, der die Geschichte von zwei Frauen erzählt. Die beiden Frauen scheinen sich scheinbar gegensätzlich zu sein; eine wächst in einer Bauernfamilie in der Schweiz auf, die andere in einer wohlhabender Familie in Kamerun. Die scheinbare Gegensätzlichkeit wird sowohl durch die verschiedenfarbige Schrift aufgegriffen, als auch durch das Cover, auf dem die Frauen mit dem Rücken zueinander stehen. Beim Lesen wird nun deutlich, dass die Lebensläufe mehr Ähnlichkeiten haben, als auf den ersten Blick vermutet wird. Frau Mvogdobo erzählt auf eine mitfühlende Art und Weise von den traumatischen Erfahrungen und Schicksalsschlägen der Frauen. Auch philosophische Fragen des Lebens wie die Theodizeefrage oder das Hinterfragen der Handlungen und Ratschläge voriger Generationen werden thematisiert. Auf verhältnismäßig wenig Seiten, wird der Lebenslauf mit mehr Wendungen und Überraschungen beschrieben, als die Leserschaft erwarten würde. Eine absolute Empfehlung für die allgemeine Leserschaft, die bereit ist sich mit Generationsvermächtnissen und Gesellschaftskritik auseinanderzusetzen

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    29.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man fragt sich, ob es wirklich um den Plot geht

    Der Inhalt dieses Werks ist schnell erzählt: Zwei Frauen aus verschiedenen Kulturen blicken auf ihr Leben zurück. Es wird von inneren und äusseren Ereignissen erzählt, die Melara Mvogdobo mit Hilfe dieser beiden Figuren auf elegante weise verwebt (und in Kontrast zueinander stellt). Ich frage mich jedoch, ob es bei diesem Werk überhaupt um die Handlung geht oder ob wir vielmehr aufgefordert werden, die Figuren als Repräsentanten vieler Anderer zu sehen. Ich finde es beeindruckend, wie Mvogdobo es schafft, mit simpler Sprache die verschiedensten Emotionen aus den Lesenden hervorzuholen. Sie provoziert, berührt und regt zum Denken an. Manchmal hätte ich mir jedoch gewünscht, dass sie etwas mehr Freiraum zum “selber zusammensetzen” lässt. Oft wurden Dinge sehr explizit in Zusammenhang gebracht, die man so hätte stehen lassen können (z.B. das Hervorheben von Parallelen zwischen dem eigenen Verhalten und dem Verhalten der Eltern). Vielleicht braucht es hier noch etwas mehr Vertrauen in die Leserschaft, selbst Zusammenhänge herzustellen. Andererseits könnte dieses explizite Hervorheben auch eine stilistische Wahl Mvogdobos sein, die mir persönlich nicht besonders zusagt. Ich würde dieses Werk auf jeden Fall weiterempfehlen und zwar an jede Person, die sich Gedanken über das Leben von Frauen (in der Vergangenheit und heute) machen will.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    28.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Viel Inhalt auf wenig Seiten

    Ein beeindruckendes Buch, das mit wenigen Seiten und knapper Sprache ganz viel aussagt. Melara Mvogdobo zeigt dir, worauf sie hinauswill, überlässt das Nachdenken und Zusammensetzen dann aber dir. Immer wieder passierte es mir, dass ich nicht ganz sicher war, bei welcher Grossmutter ich mich gerade befinde. Und genau das ist das geniale daran. Obwohl die beiden Frauen auf verschiedenen Kontinenten aufwachsen, sind sie gezwungen, sich mit denselben Problemen und Ungerechtigkeiten herumzuschlagen. Die Autorin spielt mit diesen Umständen und zeigt so neben den Geschichten zweier starker Frauen auch noch die Wichtigkeit von Intersektionalem Feminismus auf. Ausserdem behandelt sie in ihrem Text transgenerationale Traumata, wie und ob man die Fehler der eigenen Eltern vermeiden kann und wie viel Kraft es braucht, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen. Und das alles in 128 Seiten. Chapeau!

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