Produktbild: Sally

Sally Der Weg zurück ins Leben

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,9 cm

Gewicht

451 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910563-22-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,9 cm

Gewicht

451 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910563-22-3

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    12.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Tänzerin und der Buchhalter des Todes

    Nach der Befreiung aus dem KZ lebt die jüdische Tänzerin Sally mit Tausenden anderen Holocaust-Überlebenden in einem Camp für Vertriebene in Bergen-Belsen. In einem nahegelegenen Heidedorf lernt sie Otto kennen, einen Hühnerhalter, der ihr durch sein Geigenspiel auffällt. Die beiden freunden sich an, allerdings trennen sich ihre Wege, als Sally auswandert mit ihrem Mann. Erst Jahre später erfährt sie, wer der geheimnisvolle Fremde war. „Der wichtigste Schauplatz dieses Buches ist die eigentümliche Welt des DP-Camps Belsen. Buchstäblich am Rande der Massengräber ist hier in der Nachkriegszeit innerhalb kurzer Zeit so etwas wie eine jüdische Kleinstadt entstanden. Dies ist selbst den meisten Heidebewohnern, die wie ich ganz in der Nähe leben, bis heute weitgehend unbekannt.« (Seite 322) In diesem Buch verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, die Figur von Sally Rosenstein zum Beispiel ist angelehnt an die Lebensgeschichte der Tänzerin Dolly Friedler-Kotz. Ganz und gar nicht fiktiv ist dagegen die zweite Hauptperson dieser Erzählung, denn der Name Adolf Eichmann dürfte fast jedem, der sich mit der Geschichte unseres Landes befasst und/oder beschäftigt hat, ein Begriff sein. In erster Linie ist das vorliegende Werk jedoch ein unglaublich gut recherchiertes Stück Geschichte, das Ereignisse enthält, die für mich bisher unbekannt waren. Als Beispiel nenne ich hier die »Operation Oasis«, betreffend die Fahrt der Exodus im Jahr 1947, sowie die »Celler Hasenjagd« im Jahr 1945, es waren jedoch sehr viele mehr. Durch den Einbau der geschichtlichen Fakten treten Sally und Otto manchmal in den Hintergrund, was okay für mich war, denn beide stehen stellvertretend für Tausende und Abertausende andere Menschen, denen Unrecht geschah oder die anderen unvorstellbare Dinge angetan haben. »Wenn schon das Deutsche Reich in Trümmern lag, dann sollten wenigstens noch die alten Eichen ihre knorrigen Zweige in den Himmel emporrecken und von nationaler Größe künden, und schließlich war auch sein eigener Name mit diesem Baum der Deutschen verknüpft.« (Seite 124) Beenden möchte ich meine Rezension mit Worten, die auf der Rückseite des Buches stehen und die für mich perfekt zusammenfassen, um was es geht: Ein packender Roman auf der Grundlage wahrer Begebenheiten, ein Roman über Liebe, Schuld und die Sehnsucht nach Heimat. Lesen!

  • Bewertung

    aus Stadthagen

    5/5

    29.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    die Banalität des Bösen

    Als ich die Anfrage vom Rote Katze Verlag erhalten habe, ob ich Sally von Heinrichthies lesen möchte, war ich gespannt. Den Autor kannte ich von zweien seiner Bücher, die sehr unterschiedliche Themen behandelten. In Sally geht es um ein Kapitel der Nachkriegsjahre,das vielen nicht so bewusst ist - in der Lüneburger Heide lebten Täter und Opfer eine zeitlang verstörend nah beiander. Der Autor geht nun der Frage nach, was wäre, wenn ein Täter unerkannt Kontakt mit den Opfern hätte? Die Protagonistin Sally ist angelehnt an eine reale Biographie, Otto hat tatsächlich einen realen Hintergrund. Obwohl klar ein historischer Roman und sehr fesselnd geschrieben, ist er doch so authentisch und faktisch gut recherchiert, dass er sich teilweise wie ein Sachbuch liest. Der Stil ist unaufgeregt und nüchtern, was aber die Situation, in der sich die Protagonisten befinden, gut verdeutlicht. Auch wenn der Titel auf zwei Büchern des Autors aufbaut, kann man das Buch problemlos ohne sie zu kennen lesen. Die besagten Bücher sind allerdings auf meine Wunschliste gewandert, das zur Vorwarnung ;-) Ein eindrücklicher Roman, der mich gefesselt hat.

  • Bewertung

    5/5

    22.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend und bewegend

    Der historische Roman lenkt den Blick auf eine jüdische Tä nzerin, die wie viele Holocaust-Überlebende nach der Befrfeiung auf die Ausreise nach Palästina wartet und noch mehrere Jahre nach dem Krieg in Bergen-Belsen lebt, wo sich auf britischem Kasernengelände so etwas wie eine jüdische Kleinstadt entwickelt hat. Hier spielt Sally Theater und tanzt, aber sie radelt auch durch die Umgebung - und dabei lernt sie einen Geigenspieler kennen, der nur wenige Kilometer von Bergen-Belsen entfernt Hühner hält. Die beiden flirten miteinander und kommen sich näher. Erst viele Jahre später wird Sally erkennen, wer der Mann war: Adolf Eichmann. Eine verstörende Begegnung am Rande der Massengräber. Spannend und bewegend erzählt!

  • wolf_im_buchrausch

    4/5

    23.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tanz mit dem Teufel

    Heinrich Thies hat hier eine fiktive Geschichte erschaffen, die gleichzeitig auf wahren Personen und Begebenheiten beruht. Nüchtern und unaufgeregt erzählt der Autor die Lebens- und Leidensgeschichte der Tänzerin Sally Rosenstein auf der Suche nach Sicherheit, Geborgenheit und Heimat. Doch wo findet man Heimat, wenn man überall zu den Vertriebenen gehört? In Israel, dem Land der Väter, das so ganz anders ist als Polen oder Deutschland, wo sie bisher ihr Leben verbracht hat? Der wahre Name des ruhigen, musikalischen Eiermanns Otto lautet Adolf Eichmann, der aufgrund seiner Rolle als Cheflogistiker des Holocausts unzählige Menschen in den Tod geschickt hat. Was Thies eindrücklich zeigt: Man kann Menschen nur vor den Kopf schauen und selten erahnen, was für ein Grauen sich hinter der Alltagsmaske verbirgt. Das Buch endet mit einem monatelang andauernden Prozess, der die Frage zu Schuld und Eigenverantwortung klären soll. Mir persönlich war es teils zu sachlich, wenn auch sehr gut recherchiert, so dass ich keine richtige Verbindung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Ansonsten regt die eindringliche Geschichte definitiv zum Nachdenken an und hallt nach.

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