Nick hat vor vielen Jahren Elternhaus und Heimat verlassen. Als seine Mutter stirbt, kehrt er zum ersten Mal wieder an den Ort seiner Kindheit zurück. Auf der Beerdigung treffen alle zusammen: sein jüngerer Bruder Ben, seine Jugendliebe Charlotte,
der Provinzmusiker Max und die Freundin seiner Mutter. In der Begegnung mit ihnen stößt Nick auf Ungereimtheiten und Fragen,
die sein Leben über Nacht auf den Kopf stellen. Wie ist seine Mutter gestorben und wer war sie wirklich? Welche Rolle spielen sein undurchsichtiger Bruder und Charlotte? Bei der Suche nach Antworten muss Nick sich seinen eigenen Täuschungen stellen.
»Das ist, was mich umtreibt: Dass die inneren und äußeren Umstände, in denen wir aufwachsen, in uns weiterwirken, über die Generationen hinaus.«
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
3 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Ein stilles, intensives Buch
Bewertung am 06.01.2026
Bewertungsnummer: 2694581
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich sehr berührt – auf eine leise, stille Art.
Das gleiche Leben. Nur anders. ist kein Roman, der laut wird oder sich in dramatischen Wendungen verliert. Es ist ein Buch, das langsam wirkt, das man nicht „verschlingt“, aber mit sich trägt. Ich habe es in ruhigen Momenten gelesen.
Im Mittelpunkt steht eine große Traurigkeit, die sich durch den gesamten Roman zieht. Der Tod der Mutter ist dabei nicht einfach ein Handlungselement, sondern etwas, das über allem liegt – wie ein Schleier. Diese Trauer ist nicht spektakulär, nicht aufdringlich, sondern ruhig, schwer und sehr realistisch. Genau das hat mich so berührt. Es fühlt sich an wie echte Trauer: mal dumpf, mal schmerzhaft klar, mal kaum spürbar und dann plötzlich wieder ganz präsent.
Der Protagonist Nick wirkt dabei sehr menschlich. Seine Unsicherheit, seine innere Distanz, sein Zögern – all das macht ihn glaubwürdig. Man begleitet ihn nicht, um eine große Entwicklung oder ein klares Ziel zu sehen, sondern um mitzuerleben, wie er sich durch Erinnerungen, Begegnungen und Stimmungen bewegt. Für mich liegt genau darin die Stärke des Romans.
Besonders eindrucksvoll fand ich die Atmosphäre des Buches. Der Heimatort, die Menschen von früher, die Gespräche – alles ist von einer gewissen Schwere durchzogen, ohne erdrückend zu sein. Es gibt viele ruhige Momente, in denen scheinbar wenig passiert, die aber emotional sehr dicht sind. Gerade diese Zurückhaltung macht das Buch so intensiv.
Die Sprache ist klar und unaufgeregt, manchmal fast poetisch, aber nicht überladen und trägt die Geschichte mit großer Ruhe. Es ist ein Buch, das nicht erklären will, sondern fühlen lässt. Man wird nicht an die Hand genommen, sondern darf selbst mitgehen, selbst spüren, selbst nachwirken lassen.
Ja, dieses Buch ist traurig. Aber es ist keine hoffnungslose Traurigkeit. Es ist eine stille, reife Traurigkeit, die zum Leben dazugehört. Für mich war das Lesen emotional fordernd, aber gleichzeitig sehr wertvoll. Es ist eines dieser Bücher, das mit einem ehrlichen Gefühl in Erinnerung bleibt.
Ein Buch, das in mir noch…
Robert aus Davidson am 30.12.2024
Bewertungsnummer: 2923214
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das in mir noch lange nachklingt. Die Mischung aus familiärer Geschichte, der Suche nach Identität und den vielen ungesagten Worten zwischen den Zeilen hat mich stark berührt. Universelle Fragen des Lebens auf eine persönliche und greifbare Art erzählt. Dabei bleibt die Handlung stets spannend und voller Überraschungen. Für mich eine klare Leseempfehlung!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.