Produktbild: Ósmann

Ósmann

Aus der Reihe detebe
3

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.03.2025

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,4/12,3/2,4 cm

Gewicht

299 g

Farbe

Elfenbein / Dunkellila

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07330-0

Beschreibung

Rezension

»Der Schweizer Autor Joachim B. Schmidt, der seit vielen Jahren auf Island lebt, erzählt dessen Lebensgeschichte so packend, dass man seinen neuen Roman nicht weglegen kann.«
»Lesen Sie selbst, am besten zweimal!«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.03.2025

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,4/12,3/2,4 cm

Gewicht

299 g

Farbe

Elfenbein / Dunkellila

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07330-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    5/5

    06.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein Frühjahres-Highlight

    Island um die Jahrhundertwende, Robben, die zu Frauen werden und eine mitreisende Geschichte die auf einer wahren Person basiert. Muss ich noch mehr sagen oder sind Sie schon interesiert? ;)

  • lese_freiheit

    5/5

    28.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pure Begeisterung

    Jón Magnússon Ósmann ist ein isländischer Fährmann – nicht mehr und nicht weniger. Und dennoch ist er nicht zu Unrecht zum Held seiner eigenen Geschichte auserkoren worden, die Joachim B. Schmidt hier auf unglaublich lebendige Art und Weise nacherzählt. So begegnet einem schon auf der ersten Seite ein feiner, unaufdringlicher Humor, der sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert und sich wie ein leiser Begleiter durch den Roman und dem Leben von Ósmann zieht. Dabei ist das Dasein zu Zeiten der Jahrhundertwende alles andere als leicht. Die Schicksalsschläge, die Ósmann im Laufe der Jahre treffen, sind so unberechenbar und rau, wie die isländische Natur selbst. Und doch bleibt sein Wesen erstaunlich unberührt davon. Er bewahrt seine Haltung und seine Menschlichkeit – ruhig, ehrlich und mit einem gutmütigen Herzen. Während sein Leben davon bestimmt zu sein scheint, Mensch und Tier sicher mit der Seilfähre über den Ós zu bringen, steht sein Fährhaus jedermann offen. Die Menschen um ihn herum kommen und gehen, getrieben vom Traum eines besseren Lebens jenseits des Atlantiks – nur Ósmann bleibt. Es ist ein wahres literarisches Denkmal, das der Autor diesem Fährmann aus vergangenen Zeiten setzt. Für mich ein absolutes Highlight, das mich über die Maßen begeistert, mitgerissen und vollends überzeugt hat! Ganz große Leseempfehlung!

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    01.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poesie finden in einer rauen Umwelt

    „Dies ist eine wahre Geschichte. Jedoch, der Autor erlaubt sich erzählerische Freiheit. Es sei ihm erlaubt.“ (S. 9) Mit diesem vorangestellten Zitat beginnt die Geschichte des isländischen Fährmannes, der Ósmann genannt wurde und um 1900 lebte. Die Erzählung beruht auf den Informationen der heute lebenden Urenkel dieses Mannes, mit denen der Autor Kontakt hatte sowie auf weiteren recherchierten Informationen, angereichert um die erzählerische Freiheit des Autors, eines nach Island ausgewanderten Schweizers. Es entsteht ein eindringliches und lange nachhallendes Portrait eines ganz besonderen Mannes, der in der rauen Umgebung Islands gelebt und gearbeitet hat, von ihr geprägt und von Schicksalsschlägen erschüttert wurde, und doch im Kern immer ein feinsinniger, sensibler, poetischer Mensch geblieben ist. Dieser Kontrast zwischen dem sehr anschaulich geschilderten harten Überlebenskampf in Island zu dieser Zeit und dem tiefsinnigen Charakter dieses Mannes ist für mich eines der ganz besonderen Merkmale, die dieses Buch auszeichnen. Viele Menschen lassen sich von einem harten Schicksal verhärten, da gibt es viele Beispiele dazu aus dem Leben und aus der Literatur. Hier treffen wir nun einen, der sich seinen weichen Kern sein Leben lang bewahrt hat. Ósmann arbeitet als Fährmann, er zieht eine Seilfähre über den Ós, ein solcher ist eine Flussmündung, daher auch der Spitzname, denn sein eigentlicher Name ist ein anderer. Der Geschichte vorangestellt ist eine Übersichtskarte des Gebietes des Ós, in dem Ósmann lebt und arbeitet, diese war beim Lesen für mich sehr hilfreich, um immer wieder mal nachschlagen und mir die Gegend besser vorstellen zu können. Hier begegnen wir nun Ósmann in verschiedenen Lebensaltern, vom kleinen „Nonni“ (der Spitzname der Eltern für ihn), der gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern in einer kargen Hütte aufwächst, über den jungen Mann, der Beziehungen eingeht, mehrere Kinder zeugt, einige Söhne als Baby begraben muss und nur eine einzige Tochter aufwachsen sieht, bis zum Mann mittleren Alters, der so viel gesehen, erlebt und durchlebt hat. Während seines ganzen Erwachsenenlebens wird er Menschen mit der Seilfähre über die Bezirkswasser bringen: eisige Gletscherflüsse, die von den Gletschern hin Richtung Meeresbucht strömen. Immer wieder mal können Ungeduldige es nicht erwarten, bis die Fähre bereitsteht, und versuchen, die seicht und harmlos wirkenden, aber sehr tückischen, mit vielen Strudeln und einer starken Strömung versehenen, Bezirkswasser auf eigene Faust, etwa auf dem Rücken der Pferde, zu furten – oft mit tragischem Ende. Wie gut, dass es Ósmann gibt, der so viele sicher von einem Ufer ans andere bringt! Noch besser wäre eine Brücke, für den Bau einer solchen setzt Ósmann sich auch immer wieder ein, leider erfolglos, es werden keine Mittel dafür bereitgestellt. Auch bringt er mal Bedürftige kostenlos über den Ós. Ósmanns sensible Psyche zeigt sich auch darin, wie verbunden sich dieser Mann der Mythologie und Poesie fühlt. Immer wieder meint er, Fabelwesen zu begegnen, wie etwa ganz am Anfang des Buches einer Robbenfrau – ein wichtiges Motiv nordischer Sagen – und er dichtet dazu, so wie auch sonst zu dem, was er im Alltag erlebt und fühlt: „Wird angeschwemmt und liegt im Sand, hat abgestreift das Robbengewand. Zum Abschied heb‘ ich hoch die Hand. Stets willkommen am Fabelstrand.“ (S. 27) Wir befinden uns vor dem Hintergrund einer Zeit, in der Island noch zu Dänemark gehört und die meisten Menschen über wenige Freiheiten verfügen, sich zum Beispiel nicht frei auf der Insel ohne Genehmigung zwischen den Orten genehmigen dürfen. Jedes Buchkapitel wird mit einem eindrucksvollen Zitat eingeleitet, das noch einmal komprimiert einen Eindruck der momentanen Herausforderungen gibt und jeweils damit endet, wie viele Winter Ósmann schon überlebt hat: „Schlimmster Winter, anhaltende Unwetterserie, Frosthärte und Schneestürme. Kalter Frühling. Begrünung erst während der Umzugstage Anfang Mai. Zwei Dutzend Leute besteigen das Auswanderer-Schiff Samoens. Und Ósmann hat 24 Winter überlebt.“ (Jahr 1886, S. 111) Denn einen Winter zu überleben, das ist nicht selbstverständlich. Die langen Winter sind oft extrem hart, Kälte, Hunger und Krankheiten plagen die Menschen, viele sterben jung und insbesondere die Kindersterblichkeit ist extrem hoch. Da verwundert es nicht, dass viele, sobald sich ihnen die Möglichkeit bietet, nach Nordamerika auswandern. Doch auch ein starker, aber tief in sich sehr sensibler Mann, hat nicht unendlich viel Kraft, die er all der Härte und all dem Leid entgegen setzen kann. An dieser Stelle eine kleine Triggerwarnung: wer sensibel auf die Themen Depression und Suizid reagiert, wähle bewusst, ob und wie man sich diesem besonderen und wertvollen, aber auch dunklen Buch aussetzen möchte, denn insbesondere am Ende wird es sehr dunkel um Ósmanns Psyche, wie sich auch in einem seiner letzten Gedichte zeigt: „Es lockt die Grabesstille. Um Fried und Ruh bemüht. Der letzte Funken Lebenswille, in den Ós fällt und verglüht.“ (S. 215) Es ist ein authentisches Ende für eine wahre Geschichte um einen sensiblen Mann aus dem hohen Norden, insbesondere vor dem Hintergrund bekannt hoher Suizidraten in den nordischen Ländern, die früher noch einmal deutlich höher waren. Und stimmt doch traurig und nachdenklich auch. Insgesamt war Ósmann für mich ein sehr wertvolles, besonderes Buch. Es war hart, zu lesen und mitzufühlen, wie schwer viele Menschen dort und auch Ósmann, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, vom Schicksal getroffen werden. Gleichzeitig hat das Buch in sich auch eine Tiefe, Stille und Poesie, die berührt. Ich habe mich in die isländischen Winterlandschaften versetzt gefühlt und insbesondere Ósmanns tiefe Verbindung zum Meer, zu den Eiswassern, zu all der Mystik dort, war für mich spürbar. Damit war sein Leben nicht nur ein hartes, sondern auch ein in vielen Bereichen auch sehr verbundenes und tief mit Sinn erfülltes, das aufzeigen kann, wie auch unter härtesten Umständen noch Raum für Poesie und Sensibilität bleiben kann. Ein wertvolles, authentisches und gut geschriebenes Buch, das ich absolut weiterempfehlen kann!

  • sommerlese

    5/5

    14.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buchhighlight dank großer Erzählkunst!

    Im Diogenes Verlag erscheint der Roman Ósmann von Joachim B. Schmidt. Im hohen Norden Islands bringt Jón Magnússon als Fährmann mit einer Seilwinde Mensch und Vieh über den Ós, die Flussmündung im Skagafjord. Er wird liebevoll Ósmann genannt, ein Hühne von Mann, kraftstrotzend und gesellig, ein Menschenfreund und Robbenjäger, Trinker und Poet. Seine Fährhütte dient vielen Menschen als Schutz vor Wetterkapriolen, sie wird zur Herberge, denn Ósmann ist gastfreundlich und teilt warme Speisen und Getränke. Das macht ihn zu einem beliebten Zeitgenossen, auf den man bauen kann. Dabei hat sich das Schicksal gegen ihn verschworen, im Land der Geister und Elfen war zu dieser Zeit die Kindersterblichkeitsrate hoch. In dieser ergreifenden Geschichte erzählt Joachim B. Schmidt vom Leben des 1914 verstorbenen isländischen Fährmanns Jón Magnússon Ósmann und lässt uns eintauchen in die isländische Landschaft und in die Seele der Menschen. Obwohl das Buch nicht chronologisch aufgebaut ist, gelingt die zeitliche Einbindung durch die vorangestellten Angaben der einzelnen Kapitel. Neben der Jahreszahl, den teilweise extremen Wetterbedingungen und und dem jeweiligen Alter Ósmanns enthalten sie auch Informationen zu Ernte, Krankheiten und Lämmersterben. Damit bekommt man einen Gesamteindruck unter welch schwierigen Bedingungen die Menschen im isländischen Norden ihr Leben fristen mussten. Ende des 19. Jahrhunderts zog es viele Isländer nach Amerika und Kanada, die langen, extremen Winter, Nahrungsmittelknappheit und die hohe Sterblichkeitsrate ließen ihnen oft keine andere Wahl. In dieser Zeit dient Ósmann fünf Jahrzehnte als Fährmann, pflichtbewusst, zu jeder Tages- oder Nachtzeit einsatzbereit, seine einzigen Freuden sind die Robbenjagd, gesellige, branntweinseelige Treffen mit Freunden und seine Familie. Er ist ein sympathischer Kerl, teilt seine Nahrung und hilft, wo er kann. Er spricht nicht viel, doch erzählt gerne Geschichte und seine etwas mystischen, unheilvoll klingenden Gedichte zeigen, dass er ein Poet ist. "Es lockt die Grabesstille, um Fried und Ruh bemüht. Der letzte Funken Lebenswille, in den Ós fällt und verglüht. " Zitat Seite 215 Die hervorragende Erzählweise Joachim B. Schmidts enthält bildhafte Schilderungen, zeigt allgegenwärtigen Aberglauben, düstere Witterungsbedinungen und lässt tief in die Seele seines Protagonisten Ósmann blicken. Dieses großartige Buch hatte auf mich eine Sogwirkung und zog mich in den Bann dieses Fährmanns, zeigte mir die karge Landschaft der isländischen Einöde und erzählte aus einer vergangenen Zeit, die den Menschen viel abverlangte. Interessant sind auch die Einschübe über den Besuch des dänischen Königs und die Tradition des Ringkampf, ein Erbe der Wikinger. Dieser einzigartig, berührender Roman macht das selbstbestimmte Leben des Fährmanns sichtbar. Mein Buchhighlight im April! Ein ergreifender, wunderbar erzählter Roman mit einer tollen Hauptfigur und isländischem Flair.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    10.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anders und großartig!

    ÓSMANN Joachim B. Schmidt Jón Magnússon, von allen nur Ósmann genannt, ist der Mann, der Menschen und Vieh mithilfe seiner Seilwinde über die Gewässer des Skagafjords bringt. Er ist Fährmann, ein Bär von einem Mann – Robbenjäger, Trinker und Poet zugleich. In vielen Kapiteln erfahren wir von seinem Leben, das Ende des 19. Jahrhunderts alles andere als leicht war. Viele Menschen wanderten damals nach Amerika oder Kanada aus, die Kindersterblichkeit war hoch, Hunger und lange, harte Winter forderten ihren Tribut. Wir begleiten unseren Protagonisten über fünf Jahrzehnte hinweg – nicht immer chronologisch – in seine Hütte direkt am Ufer des Ós, im hohen Norden Islands. Gemeinsam essen wir Gammelhai und Robbenfleisch, lernen seine Freunde, seine Familie und seine Söhne kennen, denen es leider nicht bestimmt war, lange zu bleiben. Ósmann muss man einfach mögen: Auch wenn er oft wortkarg ist, heißt er jeden in seiner Hütte willkommen, teilt Schnaps und geräucherten Fisch großzügig aus – und manchmal auch sein Herz. Für mich war es ein gelungener Ausflug nach Island. Joachim B. Schmidt verwebt in seinem neuesten Buch die Geschichte des 1914 verstorbenen Fährmanns Jón Magnússon mit fiktiven Elementen. Die Atmosphäre des Romans ist stellenweise düster – was jedoch perfekt zur rauen isländischen Kulisse passt und die Geschichte umso glaubhafter wirken lässt. Wer Lust auf eine außergewöhnliche Geschichte in einem ganz besonderen Schreibstil hat, dem lege ich dieses Buch wärmstens ans Herz. 5/5

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  • Zum Bewerterprofil von Yvonne Simone Vogl

    Yvonne Simone Vogl

    Thalia Gmunden – SEP

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    5/5

    03.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kraftvoll und wunderbar erzählt

    Joachim B. Schmidt nimmt uns mit nach Island zur Jahrhundertwende - die Geschichte beruht auf wahrem Hintergründen. Der Autor hat mich sofort gefangen mit seinem Stil und durch seine wunderbare erzählerische Art. Die Lebensgeschichte von Osmann entwickelt sich zu einem intensiven, kraftvollen und wunderbaren Leseerlebnis!

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