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Der Kaiser der Freude Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33212

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.05.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/4,5 cm

Gewicht

634 g

Farbe

Schwarz / Hellbraun

Auflage

1

Originaltitel

The Emperor of Gladness

Übersetzt von

Nikolaus Stingl + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28274-2

Beschreibung

Rezension

»Der zweite Roman des Shootingstars Ocean Vuong findet Hoffnung an den Rändern der amerikanischen Gesellschaft. Es sind Momente voller Herz, voller Empathie, die das Buch zu dem machen, was es ist: ein großer Familienroman.« Enrico Ipolitto, Der Spiegel, 10.05.24
»Vuongs Text ist schwermütig, durchwoben von synästhetischer Bildsprache, ohne pathetisch abzugleiten – und zugleich humorvoll, was ihn wie eine letztlich sauber genähte Wunde wirken lässt.« Cynthia Cornelius, Welt am Sonntag, 08.06.25
»Ocean Vuong erzählt von Existenznot in Amerika. Ein leiser, poetischer Roman.« Michelle Schleimer, Zeit Online, 21.05.25
»Ocean Vuongs zweiter Roman berührt als Feier des Außenseitertums. Eine umwerfende, im traurigsten Sinne amerikanische Geschichte.« Martin Thomas Pesl, Buchkultur, 13.06.25
»Vuong erzählt konsequent von der Kehrseite des amerikanischen Traums, gleichermaßen realistisch wie poetisch, ganz ohne Lamento. Ein Roman über ungewöhnliche Freundschaften, über eine migrantische Familie und ihre Sorgen und nicht zuletzt über die Geschundenen dieser Welt.« Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 17.05.25
»Poetische Prosa aus der Fast-Food-Küche, einfach grandios!« Ariane Heimbach, Brigitte, 02.07.25
»Ein trotziger Bildungsroman und episch ausschweifende Geschichte.« Maike Albath, SRF, 15.05.25
»Eine literarische Weiterentwicklung, die die Grenzen der Autofiktion neu auslotet.« Lynn Hruschka, Deutschlandfunk Kultur, 13.05.25
»Vuong vermittelt uns ein anderes Amerika, jenseits der in diesen Tagen üblichen Wahrnehmungsmuster. ›Der Kaiser der Freude‹ gibt den USA ihre schillernde Vielfalt, die unbezähmbar ist und den Reichtum des Landes bildet, zurück.« Maike Albath, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11.05.25
»Gälte es, den Roman mit einem Wort zu beschreiben, wäre es Zärtlichkeit. Ocean Vuong schreibt der Working-Class ein Denkmal voller Würde, Eifer, Hoffnung, Güte.« Michael Wurmitzer, Der Standard, 12.05.25
»Vuong schreibt mit großer Zartheit und innovativer Energie über ein ungleiches Paar.« Die 100 besten Bücher der Welt, Der Spiegel, 22.03.25
»Ocean Vuong ist der Chronist des amerikanischen Albtraums.« Lars Reichardt, SZ-Magazin, 09.05.25
»In kleinen Momenten kann so viel Größe liegen. ›Der Kaiser der Freude‹ ist voll von ihnen; es ist ein großer, übrigens hinreißend schön übersetzter Roman über den Menschen am Abgrund und die Rettung, die überall lauern kann.« Alexander Solloch, NDR Kultur, 12.05.25
»Dass Ocean Vuong Anmut und Gnade hinter Türen aufspürt, hinter denen sie wenige erwarten würden, dass er für sie eine Sprache findet, die von großer Sinnlichkeit und Wärme ist, ist das eine sehr Berührende an diesem Roman. Das andere ist, dass dieser Autor erkundet, unter welchen Umständen ein Mensch offen sprechen kann.« Marie Schoeß, Bayern 2, 12.05.25

Produktdetails

Verkaufsrang

33212

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.05.2025

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/4,5 cm

Gewicht

634 g

Farbe

Schwarz / Hellbraun

Auflage

1

Originaltitel

The Emperor of Gladness

Übersetzt von

  • Nikolaus Stingl
  • Anne-Kristin Mittag

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28274-2

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • V

    aus München

    5/5

    01.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herausfordernd aber absolut lohnenswert

    Nach "Auf Erden sind wir kurz grandios" war ich sehr gespannt auf den neuesten Roman von Ocean Vuong - und ich wurde nicht enttäuscht. Ein starkes Buch über die heutigen USA und deren unglamouröse Seiten. Der Außenseiter Hai lernt Grazina kennen, eine alte Dame, die den 2. Weltkrieg in Europa überlebt hat und deren Pfleger er wird. Hai fasst nach einer Krise, die fast im Selbstmord endete, wieder zaghaft Fuß und lernt in seiner zweiten Arbeitsstätte, einem Diner, andere, eben falls von der Gesellschaft abgehängte Kolleg*innen kennen, findet sich langam in einer Art Wahlfamilie ein. Das Buch war aufgrund seiner großen Fülle an schwierigen Themen (Krieg, Abhängigkeit, Selbstmord, Krankheit...) eine Herausforderung, deren Bewältigung sich aber absolut lohnt!

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    19.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wieder grandios

    Ocean Vuong: Der Kaiser der Freude Der zweite Roman von Ocean Vuong und ich hab mich nach dem grandiosen Debüt voller Erwartungen darüber hergemacht. Und was soll ich sagen? Es ist wieder ein großer Wurf! Erzählt wird die Geschichte von dem jungen vietnamesischen Hai, der seit seinem zweiten Lebensjahr in den USA lebt, drogensüchtig ist und ein Leben voller Lügen lebt und deswegen sterben möchte. Doch dann lernt er die alte litauische Grazina kennen und die beiden so unterschiedlichen Personen werden Freunde. Das Tollste an dem Buch ist seine absolute Menschenfreundlichkeit, der Blick auf (fast) alle Personen ist sehr liebevoll, obwohl es nun wirklich keine "Vorzeigemenschen" sind und sie viele Probleme mit sich rumschleppen. Ein Buch über das Amerika der Einwanderer und der Geringverdiener, die trotz allem versuchen ein gutes Leben zu führen und für ihre Mitmenschen dazu sein. Große Leseempfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bewegendes, sehr poetisches Porträt der Unsichtbaren

    Mit „Der Kaiser der Freude“ legt Ocean Vuong nach seinem gefeierten Debüt einen weiteren außergewöhnlichen Roman vor, der die Schattenseiten des amerikanischen Traums eindrucksvoll beleuchtet und all jenen eine Stimme gibt, die am Rand der gnadenlosen Konsumgesellschaft ums Überleben ringen. Mit viel Feingefühl thematisiert Vuong zudem Themen wie Migration, Rassismus, Identität, Außenseitertum, soziale Marginalisierung sowie die Last von Trauma und Erinnerungen. Angesiedelt ist die in vier Abschnitte gegliederte Handlung in der trostlosen fiktiven Kleinstadt East Gladness in Connecticut, die stellvertretend für das postindustrielle, abgehängte Amerika steht. Im Mittelpunkt steht Hai, der neunzehnjährige Sohn einer vietnamesischen Einwanderin, der an der eigenen Ausweglosigkeit und Einsamkeit zu zerbrechen droht und kurz vor einem Suizid steht. Während er auf einer Brücke steht, hält ihn Grazina, einer älteren, an Demenz erkrankten Frau mit litauischen Wurzeln, von seinem Vorhaben ab. Aus dieser zufälligen Begegnung entwickelt sich eine fragile, aber tief berührende Beziehung, die für beide zu einem Wendepunkt wird. Hai findet als Grazinas Pfleger nicht nur Unterkunft und eine Aufgabe bei ihr, sondern auch eine neue Form von Zuneigung, Halt und Zugehörigkeit. Vuong gelingt es, mit großer poetischer Kraft und Genauigkeit die trostlose Atmosphäre von East Gladness einzufangen - eine kontrastvolle Welt, in der Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Drogenkrise und Armut allgegenwärtig sind. Äußerst beeindruckend ist Vuongs bildgewaltiger Schreibstil; voller Metaphern und sinnlich-intensiver Beschreibungen taucht er das Alltägliche in eine schmerzlich-melancholische Schönheit. Zudem versteht es hervorragend, uns die widersprüchliche Gefühlswelt seiner Figuren sehr plastisch nahe zu bringen. Seine fragmentarische, von Rückblicken und inneren Monologen durchzogene Erzählweise ist von faszinierender Leichtigkeit, verlangt aber eine erhöhte Aufmerksamkeit. Ein besonderes Highlight sind die vielschichtigen, liebevoll gezeichneten Charaktere, die in all ihrer Fragalität und ihren Eigenheiten sehr lebensnah eingefangen sind. Sie stellen keine klassischen Helden dar, sondern verletzliche, gebrochene und vereinsamte Figuren, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden, aber trotz aller Widrigkeiten auch in ihrer kleinen Zweckgemeinschaft Nähe, Freundschaft und Solidarität finden können. Mit Hai hat der Autor einen beeindruckenden Protagonisten geschaffen, der mit seiner Identität, Herkunft und Erwartungen im Lebensalltag zu kämpfen hat. Mit großer Empathie und psychologischer Tiefe zeichnet er seine Unsicherheit, Sehnsucht nach Zugehörigkeit und seinen Kampf gegen seine Drogensucht und inneren Dämonen. Auch Grazina ist eine sehr beeindruckende Hauptfigur. Eindrucksvoll führt Vuong uns vor Augen, dass ihre Demenz nicht nur individuelles Vergessen, sondern auch eine kollektive Komponente des Erinnerns an andere Zeiten und Traumata umfasst und manchmal einen befreienden Schutz bietet. Gekonnt verdeutlicht er, dass das kollektive Verdrängen von Geschichte, Leid und Verantwortung sinnbildlich für ein grundlegendes gesellschaftliches Klima steht. Einfühlsam und glaubwürdig schildert Vuong die zarte, freundschaftliche Beziehung zwischen Hai und Grazina, die neben den alltäglichen Problemen und Missverständnissen auch berührende Momente von menschlicher Nähe und gegenseitigem Verständnis aufweist. Auch die Nebenfiguren wie Hais Cousin Sony und seine Arbeitskollegen im Diner sind vielschichtig und glaubwürdig ausgearbeitet. Sie stehen exemplarisch für die „Unsichtbaren und gesellschaftlich Abgehängten“ der amerikanischen Gesellschaft - Menschen, die von Armut, Sucht, Krankheit und Ausgrenzung gezeichnet sind, aber dennoch in der Gemeinschaft auch die faszinierende Kraft von menschlicher Verbundenheit erleben und die beflügelnde Hoffnung auf eine zweite Chance im Leben finden können. Mit schonungsloser Klarheit kritisiert Vuong in seinem anspruchsvollen und sehr facettenreichen Roman die zerstörerischen Folgen des Spätkapitalismus, der Prekarisierung von Arbeit und der gnadenlosen Ausgrenzung der Schwächsten. Gleichzeitig gelingt es ihm, inmitten der Hoffnungslosigkeit Momente von Zärtlichkeit, Freundschaft und Solidarität zu zeigen, die dem gelungenen Roman eine besondere emotionale Kraft verleihen FAZIT Ein herausfordernder und berührender Roman über die Kraft von Gemeinschaft und über die Möglichkeit von Schönheit und Würde in einer oft grausamen Welt. Ein ebenso schmerzliches wie hoffnungsvolles Porträt der Ausgegrenzten und Unsichtbaren in der amerikanischen Gesellschaft, das noch lange nachhallt!

  • Bewertung

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom es Nichtschaffen und kleinen Momenten

    "Die Superkraft der Jugend besteht darin, dass man dem Nichts am Nächten ist und darin gleicht sie dem hohen Alter." In seinem neuen Roman "Der Kaiser der Freude" erzählt Ocean Vuong Die Geschichte von Hai. Hai ist der Sohn einer vietnamesischen Mutter und gehört zu den Unsichtbaren Außenseiter der USA. Er der so viel für sich behalten muss, seine Homosexulaität, seine Tablettensucht uns dass er dadurch sein Studium geschmissen hat. Er aus dem etwas hätte werden können, das weiß er. Er aus dem scheinbar nichts wurde, so denkt er. So steht er an einer Brücke und möchte springen um seine Mutter nicht nochmal anlügen zu müssen. Doch dann tritt Grazina in sein Leben. Eine alte Dame aus Litauen, auch sie gehört zu den Vergessenen. Sie bei der die Demenz unaufhörlich voranschreitet und von Traumata der Roten Armee und der Wehrmacht verfolgt nimmt Hai bei sich auf. Hai nimmt eine Stelle in einem Schnellrestautant an wo er neben seinem Cousin noch weiter lebensabgehärter Menschen kennen lernt. Ein Roman über vom Leben gezeigte und vergesse Menschen. Von Menschen die es nicht schaffen, die von den Überforderungen des Lebens in die Knie gezwungen wurden. Die obwohl sie am Boden leigen doch die Hoffnung nicht so ganz aufgegeben wollen. Ein Roman wie ihn nur Ocean Vuong schreiben konnte.

  • bookloving

    aus Munich

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    *Ein bewegendes, sehr…

    *Ein bewegendes, sehr poetisches Porträt der Unsichtbaren* Mit „Der Kaiser der Freude“ legt Ocean Vuong nach seinem gefeierten Debüt einen weiteren außergewöhnlichen Roman vor, der die Schattenseiten des amerikanischen Traums eindrucksvoll beleuchtet und all jenen eine Stimme gibt, die am Rand der gnadenlosen Konsumgesellschaft ums Überleben ringen. Mit viel Feingefühl thematisiert Vuong zudem Themen wie Migration, Rassismus, Identität, Außenseitertum, soziale Marginalisierung sowie die Last von Trauma und Erinnerungen. Angesiedelt ist die in vier Abschnitte gegliederte Handlung in der trostlosen fiktiven Kleinstadt East Gladness in Connecticut, die stellvertretend für das postindustrielle, abgehängte Amerika steht. Im Mittelpunkt steht Hai, der neunzehnjährige Sohn einer vietnamesischen Einwanderin, der an der eigenen Ausweglosigkeit und Einsamkeit zu zerbrechen droht und kurz vor einem Suizid steht. Während er auf einer Brücke steht, hält ihn Grazina, einer älteren, an Demenz erkrankten Frau mit litauischen Wurzeln, von seinem Vorhaben ab. Aus dieser zufälligen Begegnung entwickelt sich eine fragile, aber tief berührende Beziehung, die für beide zu einem Wendepunkt wird. Hai findet als Grazinas Pfleger nicht nur Unterkunft und eine Aufgabe bei ihr, sondern auch eine neue Form von Zuneigung, Halt und Zugehörigkeit. Vuong gelingt es, mit großer poetischer Kraft und Genauigkeit die trostlose Atmosphäre von East Gladness einzufangen - eine kontrastvolle Welt, in der Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Drogenkrise und Armut allgegenwärtig sind. Äußerst beeindruckend ist Vuongs bildgewaltiger Schreibstil; voller Metaphern und sinnlich-intensiver Beschreibungen taucht er das Alltägliche in eine schmerzlich-melancholische Schönheit. Zudem versteht es hervorragend, uns die widersprüchliche Gefühlswelt seiner Figuren sehr plastisch nahe zu bringen. Seine fragmentarische, von Rückblicken und inneren Monologen durchzogene Erzählweise ist von faszinierender Leichtigkeit, verlangt aber eine erhöhte Aufmerksamkeit. Ein besonderes Highlight sind die vielschichtigen, liebevoll gezeichneten Charaktere, die in all ihrer Fragalität und ihren Eigenheiten sehr lebensnah eingefangen sind. Sie stellen keine klassischen Helden dar, sondern verletzliche, gebrochene und vereinsamte Figuren, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden, aber trotz aller Widrigkeiten auch in ihrer kleinen Zweckgemeinschaft Nähe, Freundschaft und Solidarität finden können. Mit Hai hat der Autor einen beeindruckenden Protagonisten geschaffen, der mit seiner Identität, Herkunft und Erwartungen im Lebensalltag zu kämpfen hat. Mit großer Empathie und psychologischer Tiefe zeichnet er seine Unsicherheit, Sehnsucht nach Zugehörigkeit und seinen Kampf gegen seine Drogensucht und inneren Dämonen. Auch Grazina ist eine sehr beeindruckende Hauptfigur. Eindrucksvoll führt Vuong uns vor Augen, dass ihre Demenz nicht nur individuelles Vergessen, sondern auch eine kollektive Komponente des Erinnerns an andere Zeiten und Traumata umfasst und manchmal einen befreienden Schutz bietet. Gekonnt verdeutlicht er, dass das kollektive Verdrängen von Geschichte, Leid und Verantwortung sinnbildlich für ein grundlegendes gesellschaftliches Klima steht. Einfühlsam und glaubwürdig schildert Vuong die zarte, freundschaftliche Beziehung zwischen Hai und Grazina, die neben den alltäglichen Problemen und Missverständnissen auch berührende Momente von menschlicher Nähe und gegenseitigem Verständnis aufweist. Auch die Nebenfiguren wie Hais Cousin Sony und seine Arbeitskollegen im Diner sind vielschichtig und glaubwürdig ausgearbeitet. Sie stehen exemplarisch für die „Unsichtbaren und gesellschaftlich Abgehängten“ der amerikanischen Gesellschaft - Menschen, die von Armut, Sucht, Krankheit und Ausgrenzung gezeichnet sind, aber dennoch in der Gemeinschaft auch die faszinierende Kraft von menschlicher Verbundenheit erleben und die beflügelnde Hoffnung auf eine zweite Chance im Leben finden können. Mit schonungsloser Klarheit kritisiert Vuong in seinem anspruchsvollen und sehr facettenreichen Roman die zerstörerischen Folgen des Spätkapitalismus, der Prekarisierung von Arbeit und der gnadenlosen Ausgrenzung der Schwächsten. Gleichzeitig gelingt es ihm, inmitten der Hoffnungslosigkeit Momente von Zärtlichkeit, Freundschaft und Solidarität zu zeigen, die dem gelungenen Roman eine besondere emotionale Kraft verleihen FAZIT Ein herausfordernder und berührender Roman über die Kraft von Gemeinschaft und über die Möglichkeit von Schönheit und Würde in einer oft grausamen Welt. Ein ebenso schmerzliches wie hoffnungsvolles Porträt der Ausgegrenzten und Unsichtbaren in der amerikanischen Gesellschaft, das noch lange nachhallt!

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    Harald Mitterecker

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetischer Gesellschaftsroman

    Der Roman behandelt zentrale Themen wie Existenznot, Einsamkeit, Hoffnung und die Suche nach Zugehörigkeit. Hai, ein queerer junger Mann vietnamesischer Herkunft, lebt in einem Städtchen in New England. Beim Versuch, sich von einer Brücke zu stürzen, lernt er Grazina, eine ältere Frau aus Litauen und Überlebende des Zweiten Weltkriegs, kennen. Grazina ist dement, und in ihrem Kopf kreisen die Geister ihrer Vergangenheit. Hai lässt sich überreden, ihr Pfleger zu werden, und findet in ihrem Haus einen Schutzraum, der beiden Halt gibt. Um ein bisschen Geld zu verdienen, beginnt er zudem, in einem Diner zu arbeiten, dessen Belegschaft aus Außenseitern besteht. Durch diese Gemeinschaft erlebt Hai Solidarität und Freundschaft jenseits von Identität, Herkunft und gesellschaftlicher Stellung. Man erfährt auch im Laufe der Zeit, warum Hai einen Selbstmordversuch macht. Es ist eine poetische und eindringliche Geschichte, die die Vielfalt der amerikanischen Gesellschaft und Lebensrealitäten von Randgruppen beleuchtet.
  • Zum Bewerterprofil von Marie F.

    Marie F.

    Thalia Pasching – Plus City

    Buchhändler*in

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    4/5

    18.07.2025

    eBook (ePUB)

    The American Nightmare

    In Zeiten von Trumpism und dem sich anbahnenden Zerfall der amerikanischen Gesellschaft schafft Ocean Vuong als junge Autorenstimme die Lebensrealität im "greatest country" in ihrer nüchternen Realität zu portraitieren. Vuongs schreibstil ist schonungslos, und doch auch zart und emotional. Die Dialoge sind oftmals schräg, aber das passt ja auch irgendwie - immerhin ist die Welt in der wir leben, also sowohl die Figuren im Buch als auch wir Leser, auch ziemlich absurd. Sehr empfehlenswert!

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