Fritz Schumann erzählt Geschichten von Menschen, die mit ihren Ideen und Überzeugungen die japanische Gesellschaft und Kultur gestalten. Wie rettet der letzte Bewohner sein Dorf in den Bergen? Warum macht eine Frau lebensgroße Puppen und stellt sie im Tal auf? Wofür kämpfen rebellische Rentner auf einer Insel? Und was macht die Menschen in Hatoyama so glücklich? Jenseits idealisierter Bilder zeigt uns Fritz Schumann Japan aus einer ungewohnten, aber umso faszinierenderen Perspektive. Japan, oft romantisch verklärt durch Kirschblüten, Kimonos und Teezeremonien, verbirgt tiefere, oft unerzählte Geschichten. Fritz Schumann bringt diese in seinen aufschlussreichen Japan Reiseberichten in seinem Reisebuch »Japan, wer bist du?« ans Licht. Doch was entdeckt man wirklich, wenn man hinter die Kulissen dieser schillernden Oberfläche blickt? In schwindenden Gemeinschaften ländlicher Regionen wie Ozuchi, wo Freiwillige aus aller Welt zusammenkommen, offenbaren sich die Spannungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wird es ihnen gelingen, das verlassene Bergdorf im Einklang mit der traditionellen "Satoyama"-Landschaft wiederzubeleben? Diese und andere Japan Geschichten lassen uns tief in die japanische Kultur eintauchen. In Nagoro, im "Tal der Puppen", schafft Ayano aus Stoffpuppen ein Abbild der ehemaligen Dorfgemeinschaft. Ein bewegendes Zeugnis der Einsamkeit, die durch die Landflucht entsteht. Welche unerwarteten Wendungen wird dieses stille Dorf noch erleben, während es gegen das Vergessen ankämpft? Diese Reisegeschichten aus Japan bieten einen Einblick in ein verborgenes Japan. Die Herausforderungen sind auch in Kamikatsu spürbar, wo das "Zero Waste"-Ziel die Gemeinschaft nicht nur ökologisch, sondern auch sozial herausfordert. Wie wird diese kleine Gemeinde die Welt beeinflussen, und was können wir von ihrem mutigen Experiment lernen? Die Lage wird besonders komplex in Gebieten wie Fukushima, wo die radioaktive Belastung das Leben tiefgreifend beeinflusst hat. Schumanns Berichte enthüllen die stille Verzweiflung und den unermüdlichen Optimismus der Betroffenen. Welche unerzählten Geschichten werden in den verlassenen Gassen und den wieder aufgebauten Gemeinschaften gefunden? Es sind Reiseberichte, die in keinem Japan Reiseführer zu finden sind. In Okunoshima stellt sich die Frage, wie ein Ort, der einst im Schatten dunkler Geheimnisse stand, heute eine scheinbar unbeschwerte touristische Attraktion sein kann. Was verrät dies über Japans Umgang mit seiner Vergangenheit und welche Lektionen warten darauf, enthüllt zu werden? Dieser Ort ist ein perfektes Beispiel für Japan Sehenswürdigkeiten, die tiefe historische Bedeutung haben. Von den ländlichen Regionen bis zu den Metropolen wie Tokio, gibt es unzählige Geschichten und Geheimtipps fernab von typischen Sehenswürdigkeiten, die darauf warten, entdeckt zu werden. Diese Geschichten zeigen die Vielfalt und die Tiefe der japanischen Kultur, die sowohl in der traditionellen Onsen-Badekultur als auch in den modernen Herausforderungen und Errungenschaften der Einwohner reflektiert werden.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Nina Albert
5/5
26.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Ich bin zutiefst dankbar“ -…
„Ich bin zutiefst dankbar“ - fukaku kansha shite orimasu Dieses wunderschöne Buch ist eine Sammlung äußerst ungewöhnlicher Geschichten von Menschen, die mit ihren Ideen die japanische Gesellschaft und Kultur beeinflussen und mitgestalten. „Wie kann man auf der Insel, auf der die größte Giftgasfabrik in Asien stand, Tourismus mit süßen Kaninchen betreiben?“ Warum sitzen in einer Schule in Nagoro mehr als einhundert Puppen? Und warum sind die Menschen in Hatoyama eigentlich so glücklich? Jenseits des Mainstream entdeckt der Leser Japan aus einer recht ungewöhnlichen, aber durchaus faszinierenden Perspektive. Der Autor ist ein erfahrener Fotojournalist, die Erlebnisse sind somit autobiografisch und sorgfältig recherchiert und wirken dadurch um ein vielfaches authentischer. Die Orte und Personen finden sich eher im Verborgenen, was die Erzählungen umso echter und eindrucksvoller macht. Große Farbfotos, edler Einband und liebevoll gestaltete Kapitel lassen vermuten, wieviel Zeit und Herzblut in diesem literarischen Werk verborgen sind. Im Anhang findet sich ein Quellenverzeichnis, in dem die wichtigsten Hinweise und Inspirationen der Recherche vermerkt sind. Hier findet man beispielsweise Links zu Dokumentarfilmen und kann dadurch das gelesene Wissen zusätzlich erweitern und die Geschichten lebendig werden lassen. Japans versteckte Orte entdecken und unkonventionelle Geschichten erfahren! | 5
Nina Albert
5/5
30.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Ich bin zutiefst dankbar“ fukaku kansha shite orimasu
Dieses wunderschöne Buch ist eine Sammlung äußerst ungewöhnlicher Geschichten von Menschen, die mit ihren Ideen die japanische Gesellschaft und Kultur beeinflussen und mitgestalten.
„Wie kann man auf der Insel, auf der die größte Giftgasfabrik in Asien stand, Tourismus mit süßen Kaninchen betreiben?“ Warum sitzen in einer Schule in Nagoro mehr als einhundert Puppen? Und warum sind die Menschen in Hatoyama eigentlich so glücklich?
Jenseits des Mainstream entdeckt der Leser Japan aus einer recht ungewöhnlichen, aber durchaus faszinierenden Perspektive. Der Autor ist ein erfahrener Fotojournalist, die Erlebnisse sind somit autobiografisch und sorgfältig recherchiert und wirken dadurch um ein vielfaches authentischer. Die Orte und Personen finden sich eher im Verborgenen, was die Erzählungen umso echter und eindrucksvoller macht. Große Farbfotos, edler Einband und liebevoll gestaltete Kapitel lassen vermuten, wieviel Zeit und Herzblut in diesem literarischen Werk verborgen sind. Im Anhang findet sich ein Quellenverzeichnis, in dem die wichtigsten Hinweise und Inspirationen der Recherche vermerkt sind. Hier findet man beispielsweise Links zu Dokumentarfilmen und kann dadurch das gelesene Wissen zusätzlich erweitern und die Geschichten lebendig werden lassen.
Japans versteckte Orte entdecken und unkonventionelle Geschichten erfahren!
Bewertung
aus Luckenwalde
5/5
13.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf anderen Wegen
"Japan, wer bist du?" von Fritz Schumann ist kein typischer Reiseführer und das war mir auch bewusst. Ich habe Japan erst einmal bereist und da natürlich nur einen kleinen Einblick in das Land und seine Kultur erhalten können.
Der Autor ist Fotojournalist und in der Lage viele großartige Geschichten über das and und seine Menschen zu erzählen.
Er hat sich hier ganz feine Orte rausgesucht, abseits der großen Touristenziele und grade darin zeigen sich dann die Besonderheiten des Landes. Mir haben diese 15 verschiedenen Orte, die er beleuchtet, einen guten Einblick gewährt. In die Traditionen des Landes, in die Moderne und die Verbindung zwischen beidem.
Er erzählt sehr menschlich, sucht sich einen kleinen besonderen Ort aus, wie ein kleines Bergdorf mit einem verbliebenem Bewohner, der sehr viel für die Erhaltung des Ortes tut. Dann beschreibt er den Ort, die Menschen, die Stimmungen. Dazu gibt es einige ausgewählte, farbige Fotografien. Der Ort wird auch auf einer Übersichtskarte gezeigt.
Mir gefällt diese Art des Berichtens sehr, man bekommt Einblicke, die man sonst so nicht finden würde. Für eine Reise sollte man sich zusätzlich einen klassischen Reiseführer mitnehmen. Das hier ist eher zum lesen, träumen und genießen, zum dazulernen.
Bewertung
aus Mönchengladbach
5/5
27.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kein normaler Reiseführer
Japan wer bist du? ist ein Reiseführer der anderen Art. Es finden sich Geschichten verschiedener Menschen. Das Buch ist hochwertig verarbeitet, hat einen Kartoneinband und 352 Seiten, erschienen im Reisedepeschen Verlag. Fritz Schumann bereist seit langem immer wieder Japan und schaut hinter die Kulissen. Japan ist ein interssantes Land, gerade weil die Menschen und ihre Kultur so unterschiedlich zu unserer sind. Kirschblüten, Kimonos und Tee sind immer die ersten Gedanken, die einem da aufkommen. Schöne heile Welt. Dabei gibt es da noch so vieles andere zu entdecken. Mir haben die einzelnen Geschichten sehr gut gefallen. Ich konnte teils sehr persönliche und auch nachdenklich stimmende Geschichten von Menschen kennen lernen, die alle eins gemeinsam haben - die Liebe zu ihrem Land und ihrer Kultur.
Hier finden sich 15 verborgene Orte, Fukushima ist für mich persönlich der bekannteste Ort. Anfangs findet sich eine Karte, auf der die einzelnen Orte eingetragen sind. Gut gefallen hat mir, dass es die Kapielüberschriften jeweils in Deutsch und Japanisch gibt. Das macht es alles noch authentischer. Jede Geschichte wird mit einseitigen, machmal auch doppelseitigen bunten Fotografien unterstützt, zu denen sich noch Anmerkungen im Anschluss befinden. Hinweise zu Quellenverzeichnissen einzelner Geschichten gibt es zum Schluss auch.
Mich konnte eigentlich jede Geschichte für sich vereinnahmen. Ich habe so Japan kennen gelernt ohne jemals da gewesen zu sein. Informativ und faszinierend, aber ebenso berührend und nachdenklich stimmend.
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