Die fabelhafte Geschichte eines kleinen Pilzes, der die große Welt veränderte
Er ist ein unscheinbarer Kerl, doch unter seinem spitzen Hut verbergen sich mächtige Kräfte. ›Kleine Dinge‹ beschreibt die geradezu magische Geschichte der Entdeckung von Psilocybe, den halluzinogenen Pilzen. Manches daran scheint einem Disneyfilm entsprungen: die exzentrischen Forscher (ein amerikanischer Bankier und seine russische Frau), die Schamanin María Sabina, Hüterin des heiligen Ritus ... Auf den Weg der »gringos« zu den Wunder-Pilzen in Mexiko folgt der Weg der »kleinen Dinge« gen Westen – wie sie als Magic Mushrooms unter Hippies und den Prominenten der Sixties Furore machten.
Die Geschichte der Magic Mushrooms
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Auf der Spur des halluzinogenen Psilocybe im Land der Mazateken
Bewertung am 19.02.2025
Bewertungsnummer: 2417252
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Seht her: Psilocybe.
Psilocybe, schön aufrecht auf der Erde, kaum größer als ein Däumling.
Psilocybe der Diskrete, der nicht viel hermacht."
Gordon Wasson und seine Frau Valentina befinden sich in den Flitterwochen, als sie ihre gemeinsame Leidenschaft für die Pilze entdecken. Er, ein erklärter Mykophob, sie, eine begeisterte Mykophil, werden mit ihre Pilzforschung für einen der größten Pilzrausche der 50ger und 60ger Jahre des letzten Jahrhundert sorgen.
Meine persönlichen Leeeindrücke
„Kleine Dinge“ ist ein Debüt der anderen Art. Benoit Coquil begibt sich auf Spurensuche nach dem kleinen, unscheinbaren, psychedelischen Pilz, der in einem abgelegenen mexikanischen Tal wächst, und baut eine wahre Geschichte nach, in der sich seine Romanfiguren dem Rausch des Winzlings hingeben. Es sind nicht viele in dem Buch und man bedarf keiner Personenliste. Doch zwei Figuren nehmen eine etwas besondere Stellung ein und ich möchte gerne näher auf sie eingehen.
Beginne ich mit der indigenen Schamanin Maria Sabina, die schon als Kind ihre besondere Begabung für das Weissagen erkennt und, um ihrer Tätigkeit wissentlich nachzukommen, sich einem uralten mexikanischen Pilzritual folgend, durch die Einnahme von Pilzen in eine andere Realität tragen lässt. Ihre Stellung im mexikanischen Dorf ist unumstritten, jeder kennt und achtet sie, bis der Boom um das Pilzlein das entlegene Tal überschwemmt und Nachbars Neid ihre Existenz bedroht.
Gordon Wasson, ein vom Erfolg gekrönter Manager der New Yorker Finanzwelt, kommt erst durch seine russische Frau in Berührung mit den Fungi. Seine anfängliche Ablehnung wird bald Passion und der kleine Wunderpilz hat es ihm besonders angetan. Zusammen studieren sie in ihrer Freizeit den Winzling und wollen, sozusagen aus Forschungszwecken, durch die Einnahme der kleinen Dinger ihre körperliche Wirkung am eigenen Leibe spüren. Sie sind neugierig und dürsten danach, ihren Wissenschaftshorizont zu erweitern. In den vielen Aufzeichnungen, die als Grundlage für den Roman herhalten, erfassten sie die Auswirkung der Pilze auf ihre Körper und Geist. Daraus machte Benoît Prosa, in einer ganz wunderbaren Form.
Dann allerdings gerät so ziemlich alles außer Kontrolle und die Meute kommt ins mexikanische Tal, auf der Suche nach dem Trip ins Jenseits.
Was den Roman zweifelslos auszeichnet, ist das Charisma des Authentischen. Wasson und die Schamanin sind greifbar dargestellte Romanfiguren, die faszinieren. Die sehr kurzen Kapitel aus verschiedenen Perspektiven erzählt, lassen die Geschichte sehr lebhaft, kurzweilig und rasant zu lesen wirken. Sie spornen zum Weiterlesen an und der humoristisch, leicht ironische Ton bietet ein tolles Leseerlebnis, dank auch der sehr gelungenen Übersetzung.
Das findet man nicht alle Tage. Dabei nimmt der Autor die Rolle des allwissenden Erzählers ein, der den Leser an die Hand nimmt, mit so einem wir mit ironischem Grundton garniert.
Hören Sie dazu die Rezension von Christoph Ohrem – WDR, dessen Rezension ich in meiner Buchbesprechung teilweise übernommen habe.
So verwundert es nicht, dass „Kleine Dinge“ zu meinen Lesehighlights in diesem noch jungen Buchjahr 2025 zählt!
Am Ende des Buches angekommen huscht der Gedanke, ob das Buch nicht vielleicht etwas Drogenverherrlichendes hat, durch meinen Kopf. Doch schnell schiebe ich den kleinen Zweifel beiseite, denn jeder vernünftige Leser weiß, wie er mit Drogen umzugehen hat.
Fazit
In „Kleine Dinge“ erzählt Benoit Coquil, wie der kleine magische Psilocybe, der in einem abgelegenen Tal Mexikos wächst, das Schicksal von einer Handvoll Menschen bestimmt. Das kurzweiliges Buch ist sehr lebendig geschrieben und berichtet von wahren Geschehnissen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Benoit Coquil´s Roman "Kleine Dinge" beschreibt die geradezu magische Geschichte der Entdeckung von halluzinogen Pilzen.
Der Autor lässt in kleinen Kapiteln den "Werdegang" des Magic Mushrooms entstehen.
Manches davon scheint einem Disney Film entsprungen zu sein.
Von Mexiko über die USA entsteht eine Verbreitung des "kleines Ding" und später wird sich auch die CIA dafür interessieren.
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