Helmut Katuschek, Polizeikommissar a. D., kann sich noch immer nicht an sein Leben im Seniorenheim gewöhnen, die Tage sind eintönig und seine Frau Margot geht ihm laufend auf die Nerven.
Das ändert sich schlagartig, als eine neue Mitbewohnerin Margots Aufmerksamkeit auf sich zieht. Und plötzlich zeigt sich auch für Helmut ein Lichtstreif am Horizont: Der beliebte Heimdoktor Schröter wird ermordet und Helmut ist plötzlich wieder in seinem Element …
Die Seniorenkrimi-Reihe von Julia Bruns:
›Die Langeweile stirbt zuletzt‹ (Band 1)
›Tote brauchen keinen Strandkorb‹ (Band 2)
›Donnerstag ist Schnitzeltag‹ (Band 3)
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Das Heim wird aufgemischt
aebbies.buechertruhe am 14.07.2025
Bewertungsnummer: 2539436
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Helmut Katuschek, Kriminalhauptkommissar a. D., kann aufatmen. Das langweilige Heimleben wird durch den Mord an Heimdoktor Schröter unterbrochen. Helmut kann wieder gemeinsam mit Fr. Dr. Böttcher ermitteln! Da stören eigentlich nur noch die Nörgeleien von Ehefrau Margot und die überaktive neue Heimbewohnerin Elwira, die einen Fitnesswahn hat und allen ihren Lebenswandel vorschreiben will.
Julia Bruns hat mit "Donnerstag ist Schnitzeltag" ihren dritten Krimi rund um die Senioren im Heim geschrieben. Auch hier geht es wieder sehr humorvoll zu. Die neue Bewohnerin Elwira mischt alle auf, nervt zunehmend und Helmut wird immer mehr von Ehefrau Margot bevormundet. Mit ihm hatte ich echt Mitleid, obwohl diese Plänkeleien wirklich witzig sind. Nur gut, daß er noch Frau Doktor und Jutta hat, auf die er bei seinen Ermittlungen zählen kann. Frau Doktor leidet an Demenz, was hier auf humorvolle Art thematisiert wird. Julia Bruns gelingt es, dieses traurige Thema so in die Handlung einzubinden, daß man trotz allem Spaß hat. Hier hat jeder Heimbewohner sein Päckchen zu tragen. Und jeder ist für sich liebenswert. Bei den ganzen Eskapaden rückt der Krimi in den Hintergrund, was aber überhaupt nicht stört. Die Autorin schreibt locker und leicht, so daß man hier wirklich gut unterhalten wird.
Absolute Leseempfehlung für Freunde humorvoller Krimis!
Mehr Seniorenposse als -krimi, aber sehr unterhaltsam
Renas Wortwelt am 20.06.2025
Bewertungsnummer: 2519965
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nun also Band drei um Kommissar a.D. Helmut Katuschek, der wieder einmal einen Mord im Seniorenheim aufklären darf. Diesmal erwischt es den zuständigen Arzt, der sich bei Helmut bereits ziemlich unbeliebt gemacht hatte, unterstellte der ihm doch Wahnvorstellungen. Und das nur, weil Helmut mit seinem verstorbenen Freund Herbert Schach spielt.
Besagter Arzt findet sich eines Tages eingezwängt in der Tür des Medikamentenschranks, wo er keines natürlichen Todes starb. Der Schrank wurde durchwühlt, doch Spuren finden sich erstmal nicht. Auffällig verhalten sich die Pflegerin Monika, die ohnmächtig neben der Leiche gefunden wurde, und der Interims-Heimleiter Lennox Bergmann. Zuerst aber gilt es herauszufinden, wer Motiv und Gelegenheit hatte. Letzteres ist in einem Seniorenheim, in dem ständig jemand durch die Gänge wandelt oder bei einem anderen Bewohner ins Zimmer kommt, eher schwierig.
Dieser Zustand der ständigen Überwachung, dazu die permanente Nörgelei seiner Angetrauten Margot, die Entwürdigung und Entrechtung der Insassen, das sind die Dinge, die Helmut Katuschek umtreiben und über die er immer wieder philosophiert. Für ihn wäre dieses Leben, das ihm Margot aufzwang, völlig unerträglich, gäbe es nicht die Rechtsmedizinerin a.D. Frau Dr. Olga Böttcher, quasi seine ehemalige Kollegin, die im selben Seniorenheim wohnt. Wenn sie nicht gerade völlig unvermittelt in ihre Demenzphasen versinkt, in welchen sie Helmut mit ihrem längst verstorbenen Ehemann Karl-Heinz verwechselt, dessen Skelett sie ständig mit sich herumführt, dann ist sie ihm eine große Hilfe bei den Ermittlungen. Gerade die Gespräche zwischen Helmut und Olga sind das Salz in diesem Roman, die Spitzfindigkeiten, die treffend-ironischen Kommentare, die insbesondere sie dabei abgibt, machen einen Heidenspaß.
Dabei stört es dann auch nicht so sehr, dass der Kriminalfall immer wieder ins Hintertreffen gerät, wenn die Geschichten und Episoden um die herrlich skurril beschriebenen Alten und Senilen mehr Raum einnehmen. Neu hinzugekommen zu den bisher bekannten Insassen sind die toughe und sportbegeisterte Elwira und der geheimnisvolle Bert Bo, die sich selbstredend beide ebenfalls sehr verdächtig verhalten.
Der Roman macht wirklich Spaß, wenn man über einige Längen hinwegsieht, die immer dann auftreten, wenn Helmut in immer der gleichen Leier über seine Margot klagt. So witzig das im ersten Band ist, so sehr schleift sich das inzwischen ab, so wie Margots Rolle an sich, der gefühlt manchmal zu viel Raum gegeben wird. Davon abgesehen aber sind wie gesagt insbesondere Helmut, Frau Dr. Olga und deren Freundin Jutta sehr sympathische, halbwegs lebensnahe Charaktere, denen man gerne begegnet.
Wer sich mit den Gedanken trägt, in ein solches Heim einzuziehen, sollte diesen Roman vielleicht lieber nicht lesen, allen andren kann ich ihn guten Gewissens empfehlen.
Julia Bruns - Donnerstag ist Schnitzeltag
dtv, Juni 2025
Taschenbuch, 317 Seiten, 13,00 €
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