Produktbild: Das Mädchen von Rawblood

Das Mädchen von Rawblood Gothic-Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

10.09.2024

Verlag

Festa

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

3461 KB

Übersetzt von

Heiner Eden

Sprache

Deutsch

EAN

9783986761653

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

10.09.2024

Verlag

Festa

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

3461 KB

Übersetzt von

Heiner Eden

Sprache

Deutsch

EAN

9783986761653

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  • Barbaras Bücherbox

    aus Niederbayern

    4/5

    05.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkel und düster, ganz im Sinne der alten Klassiker

    Inhalt: Als letzte lebende Villarcas, führen Iris und ihr Vater Alonso ein zurückgezogenes und einsames Leben in ihrem alten Haus. Bedienstete haben sie nur ihren Stallmeister Shakes und den Burschen Tom, um alles andere müssen sie sich selbst kümmern – ungewöhnlich für die Zeit und die Größe des Hauses. Während der Jahre verfällt das Anwesen immer mehr und sowohl Alonso als auch Iris werden eigentümlich. Als Iris sich den Warnungen ihres Vaters zum Trotz in den Stallburschen Tom verliebt, holt die Villarcas der Fluch ein, der seit Generationen über der Familie schwebt und Leid über jeden bringt, der fremde Menschen in das Haus holt. »Das Mädchen von Rawblood« ist beinah schon ein Gothic-Roman der alten Schule: häufig fühlte ich mich ein wenig wie auf Sturmhöhe, Manderly oder Thornfield Hall – die Atmosphäre von Rawblood ist einsam, drückend und ein wenig verstaubt. Überall blättert die Farbe ab, es riecht muffig – man fühlt es beim Lesen. Die Atmosphäre ist wirklich großartig. Durch die Sicht mehrerer Protagonisten begleiten wir die Villarcas und Rawblood durch über fünfzig Jahre voller Leiden und Schrecken, denn niemand von ihnen ist je glücklich geworden: sei es auf Rawblood oder anderswo. Die Geschichte dreht sich nicht direkt um Iris selbst, sondern um das Haus und die Entität, die es bewohnt. Denn etwas geht in Rawblood um, vielleicht genährt durch die grausamen Dinge, die im Keller durchgeführt wurden? Vielleicht durch das Leid der früheren Lady Rawblood? Oder durch die Tode, die es mit angesehen hat? Das Buch ist nur wenig unheimlich, viel mehr lebt es durch die Atmosphäre des 19. und frühen 20. Jahrhunderts,in die uns bereits Romane wie Sturmhöhe, Jane Eyre und Rebecca entführt haben. Doch die Atmosphäre in Rawblood ist so dunkel und düster, dass es selbst Sturmhöhe in den Schatten stellt. Was dort geschehen ist und was hinter dem Spuk steckt, hat mich nicht nur überrascht, sondern wirklich getroffen. Es fiel mir teilweise schwer, weiterzulesen. Der Schreibstil ist zudem etwas gewöhnungsbedürftig, besonders der Anfang ist mir schwer gefallen. Alles wirkt traurig, trist und beinah hoffnungslos. Ein tolles Buch, für das man aber in der richtigen Stimmung sein muss, denn so dunkle Gedanken, wie Rawblood hervorruft, muss man ertragen können.

  • lauras_garden_of_books

    4/5

    27.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der perfekte Spooky-Read

    REZENSION - 4,25 Sterne „Sie zu sehen bedeutet, den unermesslichen Schrecken zu kennen, der jenseits des Lichts des Feuers, jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegt. Der Vorhang ist gelüftet; dahinter liegt ein klaffender Abgrund. Nichts ist für immer. Alles ist Finsternis. Horror. Wir fallen durch das Dunkel. Es hört niemals auf. Wir finden keinen Boden. Wir treiben durch die endlose Leere und leiden. Es gibt kein Licht am Morgen.“ (S.285) Auch wenn „Das Mädchen von Rawblood“ das vierte Buch von Catriona Ward ist, das im Festa Verlag erschienen ist, so ist es doch eigentlich ihr Debut-Roman, für den die Autorin mit dem “British Fantasy Award” als “Bester Horror-Roman des Jahres” ausgezeichnet wurde. Ich mag Catriona Wards Bücher sehr - sie hat eine besondere Art, mystische, leicht horrorhafte Geschichten mit einer psychologischen Tiefe zu erzählen und uns Lesende mit überraschenden Auflösungen zu konfrontieren. Mein liebstes Buch der Autorin ist und bleibt nachwievor „Das letzte Haus in der Needless Street“. Auf Platz 2 steht bei mir “Sundial”, das ich ebenfalls richtig genial fand, und “Das Mädchen von Rawblood” reiht sich, vor “Little Eve”, auf dem dritten Platz ein. Die Handlung dieses Gothic-Romans erstreckt sich von 1839 bis 1919 und wir begleiten die Familie Villarca; auf ihr scheint ein Fluch zu lasten; denn alle Villarcas leiden an einer vererbbaren Krankheit die sie überfällt, wenn sie ihr Anwesen “Rawblood” verlassen. Auch dürfen sie nicht lieben, denn dann sucht sie das “Mädchen von Rawblood” heim und bringt ihnen den Tod. Iris und ihr Vater Alonso sind die letzten verbliebenen Villarcas. Alonso möchte seine Tochter um jeden Preis schützen, unterbindet ihre Freundschaft und aufkeimende Liebe zum Stallburschen Tom Gilmore und weiht sie nach und nach in das Familiengeheimnis ein. In Rückblicken erfahren wir, wie Alonso Villarca mit seinem Freund Forschungen betrieben hat, um Erbkrankheiten kontrollieren und bekämpfen zu können und wir erfahren ebenso nach und nach, wie es den Vorfahren von Iris ergangen ist. Und auch Iris möchte den Kreis durchbrechen, doch dann passiert etwas Schreckliches und Folgenschweres…. “So kommt es dazu, dass ich meinen Vater töte. So fängt es an.” (S.9, erster Satz). Das Buch ist ein perfekter “Spooky Read” Die Atmosphäre ist düster und beklemmend, Wards Schreibstil gewohnt einnehmend und fesselnd. Die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel haben mich dennoch manchmal etwas rausgeworfen; grade war ich angekommen in der Handlung und bei den Charakteren, so musste ich sie auch schon wieder verlassen. Ich möchte erwähnen, dass in diesem Buch Tierversuche durchaus einen großen Raum einnehmen und diese sehr krass beschrieben werden - das sollte man wissen - mich hat das teilweise an meine Grenzen gebracht. Zeitweise gab es auch ruhigere Abschnitte, dann zog sich die Schlinge aber wieder zu. Dieses Buch hat definitiv einen größeren Horror-Anteil als „Sundial“ und „Little Eve”; er deckt sich ungefähr mit dem „Haus in der Needless Street“, wobei hier noch durchaus der Ekel-Faktor mehr zum Tragen kommt. Das Ende habe ich nicht kommen sehen und die Autorin hat mich hier definitiv wieder überraschen können!

  • Blaxy87

    aus Hannover

    4/5

    27.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahnsinn mit Methode

    Gleich mal vorweg: "Das Mädchen von Rawblood" ist ganz anders, als ich erwartet hatte. Das ist nichts schlechtes - nur definitiv ganz anders. Was ich als Leserin serviert bekam, waren Atmosphäre der Extraklasse und einen Schreibstil, der absolut zum Niederknien ist! "Das Mädchen von Rawblood" war vor ein paar Jahren Catriona Wards Debüt - und auch wenn man bei den Nachfolgern, die hierzulande zuerst publiziert wurden, schon in den Genuss des Stils kam, wird jetzt deutlich wie außerordentlich gut diese Frau schon zuvor geschrieben hat. Ich bin zutiefst beeindruckt - inhaltlich peilt das Setting das späte 19. Bis das frühe 20. Jahrhundert an. Und Frau Ward ist hier nicht nur die Story gelungen, sondern hat auch perfekt den Wortlaut, den ich aus Klassikern dieser Epoche kenne, wiedergegeben. An manchen Stellen fühlte ich mich an Mary Shelleys "Frankenstein" erinnert, passend zur Story wurde dann aber ein Bogen geschlagen und ich hörte Jane Austen durch die Worte flüstern.. Ich betone es nochmal, Catriona Ward ist eine begnadete Schriftstellerin und verdient all ihre bisher erworbenen Auszeichnungen zurecht. Wenden wir uns dem Inhalt zu: Dem Klappentext habe ich entnommen, dass Iris und ihr Vater Anfang des 20. Jahrhunderts auf Rawblood leben. Dies ziemlich abgeschieden, aus Schutz - Schutz für sich selbst und für andere. Denn die Familie ist verflucht: Wer Liebe empfindet, muss sterben. Eine Frau sucht sie heim, Generation um Generation, und bringt Wahn, Tod und Qual mit sich.. Nun, wer hier Horror erwartet, der wird nur zum Teil gepleasured werden. Subtil, ja. Aber keinesfalls in Richtung Haunted House wie man es wahrscheinlich kennt. Viel mehr liest man hier die Lebensgeschichte einer Familie. Hauptakteurin ist Iris, der man auch zu Beginn der Geschichte folgt. Dann kommt der erste Zeitsprung und Perspektivwechsel. Und dann noch einer. Und noch einer.. Es entsteht ein Mosaik, welches das Gesamtbild erscheinen lässt. Mal kurz gehalten, dann wieder lang .. Alles hängt zusammen und fügt sich am Schluss ein. Apropos Schluss: An diesem fällt man wie Alice durch den Kaninchenbau und sieht die zurückliegende Geschichte nochmal mit ganz anderes Augen. Ein kluges Ende, und doch voller Wehmut. ...wie das ganze Buch. Im großen und ganzen empfand ich die Geschichte als tragisch. Nicht so schlimm, dass man Taschentücher bereithalten muss, dennoch leidet man teils mit, gerade weil man die Personen außerordentlich gut kennenlernt. Es ist eben nicht nur das Mädchen von Rawblood - oder irgendwie doch - es ist die Familiengeschichte. Ein Drama mit Kniff; Wahnsinn mit Methode - und das wunderschön und mit Anspruch erzählt. Ich fand es ganz wirklich toll. Hier und da etwas zu lang vielleicht, aber dementsprechend auch intensiv.

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