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Nacht der Ruinen Kriminalroman | Nominiert für den GLAUSER-Preis 2026

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25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2025

Abbildungen

Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,6/14,8/3,9 cm

Gewicht

602 g

Farbe

Mint / Dunkellila

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0034-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2025

Abbildungen

Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,6/14,8/3,9 cm

Gewicht

602 g

Farbe

Mint / Dunkellila

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0034-7

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

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  • Melreadsbooks

    5/5

    05.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fiktion und historische Begebenheit verweben sich zu einem wunderbar gewobenen Kriminalfall

    Nacht der Ruinen ist mein erstes Buch von Cay Rademacher, doch es hat mich neugierig gemacht auf seine weiteren Werke! Der Krieg in Deutschland liegt in seinen letzten Zügen. Die Alliierten haben das linksrheinische Köln eingenommen, während die Wehrmacht sich rechtsreinisch verschanzt und die Brücken hinter sich zerstört hat. Der amerikanischen Leutnant Joe Salomon erhält den Auftrag in der Domstadt einen Lynchmord an einem Bomberpiloten aufzuklären. Hierfür kehrt er in seine Heimatstadt Köln zurück, die er 1938 als jüdischer Flüchtling verlassen musste. Doch neben seinen Ermittlungen begibt er sich auch auf die Suche nach zwei Freunden aus den alten Tagen. Die Handlung verwebt geschichtliche Begebenheiten harmonisch mit fiktionalen Elementen, so dass der Leser einen sehr realistischen Einblick auf das Köln dieser Zeit bekommt. Durch die Beschreibung der Straßen, Ruinen und das Leben in den Trümmern fühlt man sich mitten hineinversetzt in das Jahr 1945. Durch die Ermittlungen werden viele im Naziregime begangene Verbrechen aufgedeckt und beleuchtet und man muss sich die Frage stellen wie hätte ich damals reagiert. Durch verschieden Wendungen bleibt die Lösung um den Fall des Lynchmordes bis zum Ende spannend und auch die Aufklärung was aus Joes Freund Jakub geworden ist lässt einen nur so an der Handlung kleben. Joe zur Seite steht der britische Kriegsreporter George Orwell, der kurz vor Veröffentlichung seiner Fabel Die Farm der Tiere steht. Und das macht das Buch für mich auch sehr besonders, denn es werden wahre Persönlichkeiten in dieses Buch eingeflochten, die tatsächlich zu dieser Zeit in Köln gewirkt haben. Ich empfehle diese Buch sehr gerne weiter an jeden Krimileser, der sich nebenbei auch nich ein wenig mit der deutsch-amerikanischen Geschichte auseinandersetzen möchte. Mich hat der Kriminalroman mehr als überzeugt!

  • Eva

    5/5

    02.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historischer Krimi mit berühmtem Personal

    Dichter Nebel wabert über den Ruinen von Köln, klirrend scharf schneidet das Sonnenlicht durch den Dunst. Der Romantiker, der Beobachter, der Amerikaner sieht, riecht und fühlt das zerbombte Köln, die Ruinen, die Stahltrosse und Trümmerhaufen. Er bahnt sich seinen Weg durch die Zerstörung, taucht ein mit allen Sinnen. Und trotz der Ruinen funkelt immer wieder die unbändige Schönheit des Lichts und der Hoffnung über dieser Stadt. Denn es ist seine Stadt. 1938 immigrierte der Jude Joseph Salomon mit seinen Eltern nach Amerika, um jetzt, im März 1945, als amerikanischer Soldat mit dem Spezialauftrag, einen Mord aufzuklären, nach Köln zurückzukehren. Wenn Dialoge im Sprachduktus der 1950er-Jahre durch das Zwielicht der Ruinen hallen, dann trägt dies maßgeblich zur dichten Atmosphäre des Thrillers bei. Es ist eine Freude, dem Verbrechen gemeinsam mit George Orwell, Irmgard Keun und Hermann Claasen an der Seite von Joe Salmon auf die Spur zu kommen. Hier verschmilzt Fiktion und Historie besonders eindrucksvoll. Doch nicht nur die Lösung des Falls ist tief in den Trümmern vergraben, auch die Vergangenheit des Zurückgekehrten. Auf dem Weg zur Lösung muss er auch in der eigenen Geschichte graben und sich den Geistern der Vergangenheit stellen. Dem Freund, der in Köln zurückgeblieben ist und der Frau, die er liebte. Was für ein sympathischer Protagonist! Verletzlich, niemals überlegen, emotional und loyal bis zum Äußersten. Ein Antiheld, der so menschlich agiert, dass all seine Aktionen und Gedanken nachvollziehbar sind. Es ist seine Zerrissenheit, die Handlung seine Wege offenhält und eine Entscheidung nicht unbedingt vorhersehbar macht. In sprachlich wunderbaren Bildern zeichnet Cay Rademacher die Wege seiner Figuren, die alle nahbar, humorvoll und sehr lebendig angelegt sind. Dem außergewöhlichen Erzähler gelingt ein poetischer Thriller, der brillant die historische Zeit kurz vor Kriegsende mit einem spannenden Kriminalfall verknüpft. Das gibt historische Einblicke in ein finsteres Zeitalter und erzählt ungewöhnlich frei von menschlichen Beweggründen in furchtbaren Zeiten. Was für ein großartiger Roman!

  • Bewertung

    aus Bern

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein packender historischer Kriminalroman

    Als Jugendlicher ist Joseph Salomon mit seinen Eltern nach der Reichskristallnacht aus Deutschland emigriert. Jetzt kehrt er als amerikanischer Offizier Joe Salmon zurück in seine Heimatstadt Köln, die in Trümmern liegt. Wegen seiner Deutsch- und Ortskenntnisse erhält er den Auftrag, in einem Fall von Lynchmord zu ermitteln. Ein amerikanischer Pilot ist mit dem Fallschirm in Köln gelandet und erschossen worden, obwohl er als Kriegsgefangener hätte behandelt werden sollen. Joe geht der Sache nach und ist entsetzt auf welche Spuren von Hass und Gewalt er immer wieder stösst. Er nutzt die Zeit aber auch, sich auf die Suche nach seinen Jugendfreunden Jakub und Hilda zu machen. Hilda findet er sehr schnell aber über Jakubs Schicksal will keiner etwas wissen. Ein packender, historischer Kriminalroman aus der Feder von Cay Rademacher, der es schon mit «Der Trümmermörder» und den beiden Folgebänden geschafft hat, die Welt der Menschen im Nachkriegsdeutschland lebendig zu beschreiben. In diesem Buch hat er Realität und Fiktion mit dem Auftreten von realen Personen perfekt verflochten. Wir begegnen unter anderem dem Kriegsberichterstatter George Orwell, der Autorin Irmgard Keun und dem ehemaligen Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer.

  • Werner L.

    aus Baden-Baden

    5/5

    29.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnder Kriminalroman

    Cay Rademacher entführt die Leser erneut in das zerstörte Hamburg der Nachkriegszeit und verwebt gekonnt historische Atmosphäre mit spannender Kriminalistik. Mit akribischer Detailgenauigkeit fängt er das Leben in den Trümmern ein und lässt seinen Ermittler, Oberinspektor Frank Stave, durch ein Labyrinth aus Not, Schwarzmarktgeschäften und politischen Spannungen navigieren. Besonders beeindruckend ist die dichte Atmosphäre, die Rademacher erschafft. Der Hunger, die Kälte und die ständige Angst der Menschen werden spürbar, ohne dass er sich in ausschweifenden Beschreibungen verliert. Stattdessen gelingt es ihm, durch präzise Sprache und gut recherchierte Details ein lebendiges Bild der Nachkriegsjahre zu zeichnen. Die Figur des Frank Stave ist erneut vielschichtig gezeichnet. Er ist kein makelloser Held, sondern ein Mann mit Vergangenheit, Zweifeln und moralischen Dilemmata. Gerade diese Ambivalenz macht ihn zu einer glaubwürdigen und faszinierenden Figur. Auch die Nebencharaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und spiegeln die gesellschaftlichen Umbrüche jener Zeit wider. Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo, wobei Rademacher geschickt historische Begebenheiten in die Kriminalgeschichte einfließen lässt. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, und die Auflösung ist logisch sowie zufriedenstellend. Insgesamt ist Nacht der Ruinen nicht nur ein fesselnder Kriminalroman, sondern auch ein historisch präzises Zeitdokument. Wer atmosphärisch dichte, kluge Krimis mit geschichtlichem Hintergrund schätzt, wird an diesem Buch große Freude haben.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefe Wunden

    Joseph Salomon ist nach der Reichskristallnacht mit seinen Eltern nach Amerika geflohen, hat die Heimat notgedrungen auf den letzten Drücker verlassen. In den letzten Kriegstagen kehrt er im März ‘45 als amerikanischer Lieutenant Joe Salmon in seine völlig zerstörte, ehemalige Heimatstadt zurück, bereit das zu tun, was man von ihm seit seiner Ausbildung im Camp Ritchie Maryland erwartet. Die dort ausgebildeten Ritchie Boys, deren wichtigste Qualifikation das Beherrschen der deutschen Sprache ist, sollen unterstützend beim Aufbau der amerikanischen Verwaltungen tätig sein, zwecks Informationsbeschaffung den Kontakt zu den Einheimischen suchen, Verhöre im Zug der Entnazifizierung führen oder, wie in Joes Fall, sich auf die Suche nach dem Mörder eines amerikanischen Piloten machen, der während eines Bombenangriffs auf Köln abgestürzt ist und wenig später mutmaßlich von einem Deutschen kaltblütig erschossen wurde. Aber Joe hat auch noch ein höchst privates Anliegen, das ihn nicht ruhen lässt. Er möchte unbedingt herausfinden, was mit seinen Freunden Jakub und Hilda geschehen ist, ob sie überlebt haben. Und ja, er wird schmerzhafte Antworten finden. Cay Rademacher verbindet Fakten mit Fiktion, was diesem Roman einen hohen Grad an Authentizität verleiht, ihn quasi zum Zeitdokument macht (siehe dazu auch die umfangreiche Literaturliste im Anhang). Literaten und Politiker haben ihren Auftritt: George Orwell begleitet als Kriegsreporter den Protagonisten durch die Ruinen der Stadt, immer auf der Suche nach einer Story, die verbotene Schriftstellerin Irmgard Keun ertränkt ihre Trauer über die Zustände in Cognac, Konrad Adenauer hat das schon das Ende des Krieges im Blick und betätigt sich als Strippenzieher. Mit „Nacht der Ruinen“ hat der Autor einmal mehr bewiesen, dass ein Kriminalroman viel mehr sein kann als Ermittlungsarbeit und Suche nach einem Mörder. Verantwortlich dafür ist neben der detaillierten und eindringlichen Beschreibung des zerbombten Köln zweifellos die Beantwortung der Frage, was dieser Krieg mit den Menschen gemacht hat. Ist sich jeder selbst der Nächste? Was ist gut, was ist böse? Haben diese alten Maßstäbe ihre Gültigkeit verloren? Oder geht es in erster Linie nur noch darum, die eigene Haut zu retten und zu überleben? Nachdrückliche Leseempfehlung, für Spannungsleser und historisch Interessierte gleichermaßen!

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