Viele Frauen stehen heute unter Druck: Sie müssen sich ständig verbessern und haben nie das Gefühl, »genug« zu sein. Häufig leben sie ihren Alltag deshalb entmutigt und enttäuscht. Freude kommt aber nicht durch eine neue Strategie der Selbstverbesserung, sondern durch die Verwurzelung unserer Identität in dem, was Gott über uns sagt und für uns getan hat.
Dieses Buch ruft Frauen dazu auf, von sich selbst wegzusehen, um ein Leben in Fülle zu finden, das Gott ihnen bietet. Es stellt die oft betonte Selbstverbesserung und Selbstermächtigung dem gegenüber, was die Bibel über ein Leben sagt, das im Evangelium verwurzelt und gefestigt ist.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
gerdys_buecher.reich
5/5
29.09.2026
Buch (Taschenbuch)
ein wichtiges Buch
Jen Oshman beschäftigt sich mit der Frage, warum so viele Frauen in der heutigen Zeit so unglücklich, hoffnungslos oder gar depressiv sind. Wir leben doch in einer Zeit, in der wir Frauen all die Freiheiten und Möglichkeiten haben, für die viele unserer Vorfahrinnen gekämpft haben.
Sie wirft einen Blick in die Geschichte und in die Entwicklung der Kultur und Weltanschauung und stellt fest, dass wir heute in einer Zeit leben, in der wir dazu angeleitet sind, unsere eigenen Realitäten und Wahrheiten zu definieren. Dadurch entscheiden wir selbst, was real ist und wofür unser Leben gut sein soll. Es geht um Relativismus und Idealismus.
„Individuelle Freiheit übertrumpft alle ehemaligen sozialen Normen und Werte. Sie ist endgültig und unübertreffbar.“ (S.27)
„Wir zerstören uns selbst, indem wir versuchen, uns selbst zu folgen.“ (S. 29)
Gott wurde aus der Gleichung gestrichen und damit auch die Energiequelle oder auch der Anker, der außerhalb von uns liegt, und an dem wir Energie, Freude, Richtung und Halt finden können. Wir vergöttern uns selbst und erwarten, dass sich die Welt unseren Bedürfnissen anpasst.
Genug von mir zeigt, warum das Mantra des Zeitgeistes „Du bist genug“ kein Rezept zum Glücklichsein ist. Weshalb wir trotzdem nicht alles in uns finden, sondern unter dem Druck, alles aus uns heraus schaffen zu müssen, letztlich zerbrechen.
Wir müssen erkennen, dass wir Teil einer großen Geschichte sind – Gottes Geschichte – und welche Rolle wir dann spielen. Wenn wir das erkennen und die Erkenntnis haben, dass wir mit Absicht „zu einem bestimmten Zweck geschaffen wurden“, werden wir aufblühen. (S. 47).
Die Autorin wendet den Blick auch nicht von der Gemeinde/Kirche ab, die oftmals von diesem neuartigen Denken infiltriert ist.
„Christliche Nachfolge hat sich in Selbsthilfe verwandelt.“ (S. 75)
Mit Reflexionsfragen am Ende jedes Kapitels lädt sie die Leserin dazu ein, ehrlich zu werden und die Dinge im eigenen Leben zu betrachten und wo nötig, zu korrigieren.
Interessant fand ich auch die verschiedenen Arten von Evangelien bzw. Glaubens- und Gottesvorstellungen, die die Autorin betrachtet hat:
„Anstatt die Herrschaft Gottes zu suchen, versuchen wir, ihn zu leiten. Anstatt uns dem allmächtigen Gott unterzuordnen, fordern wir von ihm, sich uns unterzuordnen. Wir versuchen, Gott in unserem Bild zu erschaffen, anstatt als von ihm geschaffene Wesen zu leben.“ (S.76)
„Wir sind eine Generation, die mit geistlichem Fast Food aufgewachsen ist. Wir haben ein verkürztes Evangelium und wir sind krank geworden.“ (S. 78)
Moralistisch-therapeutischer Deismus = Gott möchte, dass wir glücklich sind und nett zu anderen. Er wird nur gebraucht, wenn einer der beiden Werte in Gefahr ist, und alle guten Menschen kommen in den Himmel.
Wohlstandsevangelium = Du kannst gesund und wohlhabend sein, wenn du genug glaubst. Subtil besagt das: Gott will, dass wir glücklich und erfolgreich sind. Als Kind Gottes sollten mir kein Leid oder Schwierigkeiten begegnen.
Daraus kommt das Glaub-an-dich-selbst-Evangelium = Fast Food, weil ein in sich gekehrtes Evangelium = Gesetzlichkeit
„Das Herz von spirituellem Fast Food ist, uns zu sagen, wie wir uns benehmen sollen, anstatt uns zum Hinsehen aufzufordern. Hinsehen auf wen? Jesus! Die Abweichung vom christlichen Glauben kann dadurch erkannt werden, dass wir aufgefordert werden, unsere Verhaltensweisen und Gewohnheiten nach innen auf uns selbst zu richten und nicht nach außen auf unseren herrlichen Erlöser.“ (S. 81/82)
„Geistliches Fast Food dreht sich um Glück, aber führt nicht zu wahrer Freude tief in der Seele. Sie ist schnell, billig und leicht – genauso wie die entsprechende Mahlzeit für unseren Körper. Unsere innere Stärke trocknet aus und wir sind nach kurzer Zeit erneut hungrig. Wir werden nach dieser Wohlfühl-Botschaft süchtig und wollen mehr, aber jedes Mal, wenn wir etwas davon zu uns nehmen, ist es wie bei einer Droge: Es hat nicht die gleiche Wirkung wie beim letzten Mal Wir brauchen bei jeder Mahlzeit eine höhere Dosis, um uns anzutreiben und weiterzumachen.“ (S. 82)
Welch ein Augenöffner für mich! Ich habe jahrelang einen falsch geprägten Glauben vorgelebt und eingetrichtert bekommen. Dadurch war ich in meinem Glaubensleben immer wieder an dem Punkt, dass ich alles hinwerfen wollte, da ich nicht mehr konnte und die Resultate fehlten. Ich bin auf dem Weg, ein neues und gesundes Denken zu entwickeln, und eine tiefe Beziehung zu Jesus zu leben, und doch falle ich wohl immer wieder in alte Muster zurück und versuche, durch eigene Kraft, bestimmte Regeln etc. die Dinge zu erreichen. Doch Gott ist gnädig.
Zusammenfassend kann gesagt werden:
Dem, was wir lieben, folgen wir. Was wir lieben, lenkt uns, und wir sind, was wir lieben.
Wir sollen Gott und unseren Nächsten mehr lieben als alles andere. Tun wir das nicht, bekommen wir Probleme.
Genug von mir ist ein Buch, das herausfordert, den Finger auf den wunden Punkt legt und zum Umdenken bewegt.
Eine ganz besondere Empfehlung von mir, auch wenn es einen Punkt gab, den ich noch anmerken möchte: Ich fand es doch erschreckend, wie selbstverständlich manche fragwürdigen Erziehungsmethoden angepriesen wurden. Da hätte ich mir einen etwas differenzierteren Umgang mit gewünscht.
Bewertung
5/5
21.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein empfehlenswertes Buch auch für Frauengruppen
Die Autorin zeigt immer wieder auf, dass man 2 Quellen anzapfen kann: Das eigene Ich/Vergötterung von uns Selbst oder eben Gott und was für fatale Folgen es haben kann, wenn wir nicht ihn sondern uns anbeten. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist eine echte Bereicherung im Glaubensalltag. Es ist super geeignet für Frauengruppen und ich persönlich glaube, dass man da einen größeren Nutzen draus ziehen kann, wenn man das Gelesene miteinander besprechen und reflektieren kan. Am Ende jedes Kapitels gibt es Fragen zur persönlichen Reflexion und um Gespräche in der Gruppe führen zu können.
Das Buch führt klar und deutlich auf, wie wir wahre ewige Freude bekommen können: in dem wir nicht für uns Selbst, sondern für unseren Gott leben und ihm die Ehre geben.
Das Buch durfte ich als E-Book Probelesen und würde es immer und immer wieder empfehlen.
annislesewelt
aus Wülfrath
5/5
26.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Mit großem Interesse habe ich…
Mit großem Interesse habe ich dieses Büchlein von Jen Oshmann gelesen. Gerade in einer Zeit, in der wir uns zumeist um uns selbst drehen und uns verwirklichen wollen, ist es wichtig, sich mal bewusst zu machen, wofür wir wirklich leben (sollten). Ganz natürlich und leicht verständlich geht die Autorin in diesem Buch darauf ein, wie der Wandel der Zeit uns Frauen geformt hat, was Gottes Absichten mit uns sind und wie wir immer gefestigter in seiner Nähe werden können, um dann nach seinem Willen leben zu können. Es geht nicht darum, alles zu bekommen, was uns scheinbar glücklich macht, sondern in der tiefen Beziehung zu Jesus innere Freude zu bekommen. Hier in diesem Buch wird der Weg zur tiefen Freude und einer intensiven Beziehung zum großen Gott leicht verständlich erklärt. Mir hat es sehr gefallen, es spricht zu Herzen und rüttelt auf. Die Reflexionsfragen am Ende eines Kapitels bieten zudem eine tolle Möglichkeit, sich intensiver mit dem Gelesenen zu beschäftigen oder sogar in kleinen Gruppen, Haus- oder Freundeskreisen darüber zu sprechen. "Genug von mir" ist eine wertvolle Lektüre, in der es darum geht, zu verstehen, dass unsere Identität in Gottes liegt und wir nur durch und mit ihm wahre Freude und wahres Glück erleben werden.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.