Ein fürstliches Schloss im Westerwald, das auf einem
mächtigen Basaltfelsen über der Stadt Westerburg thront.
Der Geist eines Grafen, der an die Burgfeste gebunden ist und über seine Untertanen wacht.
Und nicht zuletzt ein sagenhafter Schatz, der unter dem siebten Hund verborgen ist ...
Sebastian ist neun Jahre alt, als es ihn auf Schloss Westerburg verschlägt und er den Grafen Peter kennenlernt, der dort seit fast achthundert Jahren sein Dasein als Geist fristet. Eine innige Freundschaft entwickelt sich zwischen dem umherspukenden Ritter und dem schüchternen Jungen, die sich über die Jahre hinweg verfestigt. Als unsichtbarer bester Freund ist Graf Peter auch mit Rat und Tat an Sebastians Seite, als dieser sich mit sechzehn zum ersten Mal verliebt: ausgerechnet in Felix, den coolen Konditorlehrling. Gleichzeitig wächst die Sorge um den Erhalt der Westerburg, die nur durch eine schwerwiegende Entscheidung ihres Schlossgeistes gerettet werden kann ...
Queeres Jugendbuch
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Nicht nur ein Jugendbuch, auch für die Eltern geeignet
Bewertung am 25.10.2024
Bewertungsnummer: 2324968
Bewertet: eBook (ePUB)
Schon, als das Buch angekündigt wurde, habe ich gedacht: Mist, das Buch kommt Jahre zu spät. Das hätte mein kleiner Bruder lesen sollen, als er merkte, dass er nicht darauf steht, die Mädels unter der Dusche zu sehen, sondern sich lieber in der Jungsumkleide umgeschaut hat.
Im Verlaufe des Buches kam mir der Gedanke, dass meine Eltern das Buch hätten lesen sollen, vielleicht wäre dann vieles anders gekommen.
Jetzt habe ich es ausgelesen, und ich möchte an alle appellieren, die diese Zeilen lesen: Wenn ihr einen Teenager kennt, der Probleme mit seiner Homosexualität oder seinem Umfeld hat, dann lasst ihn das Buch lesen.
Und seine Eltern auch!
Die vor allem!!!
Zum Inhalt: Graf Peter wurde vor 800 Jahren getötet, indem er von der Burg gestürzt wurde. Noch im Fallen schwor er Rache. Die gemeinen Mörder warfen seinen Hund Pollux hinterher (mögen sie in der Hölle schmoren!), der treue Hund wurde ebenfalls zum Geist. Hunde sind immer treu ihren Herren gegenüber! Mit ins Grab hat er jedoch das Geheimnis genommen, wo er seinen Goldschatz aufbewahrt hat. Alle wissen nur: Beim 7. Hund.
Seitdem spukt der Graf mit seinem Hund durch die Gemäuer, hat kalte Füße und regt sich darüber auf. Da er nicht von Menschen, jedoch von Tieren wahrgenommen wird, dressiert er die um die Burg fliegenden Vögel. Pollux jagt unterdessen begeistert die Katzen. Als die Elektrizität erfunden wird, experimentiert er damit herum und schafft es sogar, Lampen anzuschalten.
In den Achtziger Jahren lebt Graf Karl als legitimer Besitzer auf der Burg, er engagiert eine Alleinerziehende Mutter als Haushälterin. Ihr Sohn Sebastian ist 7 Jahre alt. Und mit diesem nimmt Peter Kontakt auf. Wie, sage ich jetzt nicht, aber ein SOL musste einfach erfunden werden! Für Peter ist Sebastian der Sohn, der zu früh verstarb, für Sebastian ist Peter der väterliche Freund, den er immer gesucht hat.
Als Sebastian älter wird, merkt er, dass er nicht auf Mädchen steht. Aber er will das gar nicht! Er will normal sein! Er will nicht anders sein! Er will in keine Schublade gesteckt werden und wie die Village People herumlaufen, er will einfach nur er sein!
Aber was werden seine Eltern sagen? Was wird Graf Peter sagen?
Und warum will er den Bäcker-Azubi küssen?
Fazit: Das Buch macht Mut, zu sich selbst zu stehen. Es zeigt Wege auf. Lieber Teenie, du bist nicht allein, es gibt noch mehr wie dich. Und es zeigt auch den Eltern, die unsicher über die sexuelle Orientierung ihres Nachwuchses sind: Hier, schaut mal, es ist verdammt sch...egal, was die Nachbarn sagen. Es ist euer Kind, es ist unsicher, helft ihm, sich selbst zu verstehen. Es ist nicht krank, es muss nicht therapiert werden, es möchte nur bedingungslos geliebt werden, egal, ob homo oder hetero.
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