Drei Freunde. Zwei gebrochene Versprechen. Ein verschwundenes Manuskript.
Als Lektorin brennt Ingrid Erikson für Bücher, talentierte Autoren und gute Geschichten. Doch seitdem ihre beste Freundin Cece überraschend gestorben ist, kann sie nicht mehr lesen. Keine gute Voraussetzung für ihren Beruf! Zumal ihre neue Programmleiterin ihr das Leben ohnehin zur Hölle macht.
Als überraschend Ceces Cousin Joel im Verlag auftaucht und sie bittet, mit ihm nach Hause zurückzukehren, um Ceces letzten Wunsch zu erfüllen, ist Ingrid hin- und hergerissen. Einerseits sieht sie endlich einen Lichtstreifen am Horizont: Ihre beste Freundin war zugleich ihre Topautorin, und falls sie ihr spurlos verschwundenes letztes Manuskript fände, könnte Ingrid ihre Karriere womöglich doch noch retten. Andererseits würde sie alles lieber tun, als Zeit mit Joel zu verbringen - dem Mann, der der Grund dafür ist, dass sie nicht an Happy Ends im wahren Leben glaubt ...
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Plädoyer für eine zweite Chance
Bewertung aus Staufenberg am 21.01.2025
Bewertungsnummer: 2391569
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieser Titel hat mich sofort angesprochen, klingt er für mich wie ein rührendes Versprechen. Verbunden mit dem Begriff „zwischen den Zeilen lesen“ hat dieser Roman der amerikanischen Autorin Nicole Deese mich nicht nur von der ersten Zeile an in seinen Bann gezogen, sondern mich auch tief eintauchen lassen in die Lebensgeschichte von drei jungen Menschen, deren Lebenswege nicht so verliefen, wie sie sie es sich ausgemalt hatten.
Hinzu kommt, dass in diesem Roman die Liebe zu Büchern eine wichtige Rolle spielt und mir ganz neue Einblicke und Perspektiven vermittelt, über die ich mich sehr gefreut habe.
Ingrid und Cece verbindet seit Kindertagen eine feste Freundschaft, zu der sich im Laufe der Zeit auch ein Cousin von Cece einfindet: Joel. Dass sich zwischen Joel und Ingrid eine besondere Beziehung entwickelt und beide ein Paar werden, ändert nichts an der tiefen Freundschaft zwischen Ingrid und Cece, einer talentierten Geschichtenerfinderin und -erzählerin. Ingrid, Lektorin in einem eher kleineren Verlagshaus, gelingt es, ein erstes Manuskript ihrer Freundin an den Vorgesetzten weiterzuvermitteln, wodurch es dem Verlag gelingt, eine sehr erfolgreiche Romanserie auf den Markt zu bringen. Doch durch den tragischen Tod von Cece bleibt nicht nur das Manuskript für den letzten Band der Serie, in dem alle noch offenen Fragen geklärt werden, verschollen. Er hinterlässt auch tiefe Spuren bei Ingrid mit der Folge, dass sie keinen Bezug mehr zu Büchern hat mit gravierenden Auswirkungen auf ihre berufliche Tätigkeit. Und in diese tiefe Trauer und innere Zerrissenheit erfährt Ingrid ausgerechnet durch Joel, von dem sie sich bereits lange vor Ceces Tod schmerzhaft getrennt hat, dass es einen letzten Brief mit einer Aufgabe von Cece gibt, deren Erledigung ausschließlich durch Ingrid und Joel erfolgen kann.
Diese auf wenigen Seiten sehr einfühlsam geschilderte Ausgangssituation für die nachfolgenden Entwicklungen, Ereignisse und Erkenntnisse gibt großzügigen Raum für die Themen Trauerbewältigung, Aussöhnen mit der Vergangenheit, Vergebung und auch die Rückkehr von Liebe und Vertrauen. Dass dabei aber auch der Glaube und das Vertrauen in Gottes Beistand und große Vaterliebe gerade von Ingrid und Joel zwar in sehr leichter und verständlicher Form, aber doch auch direkt und in überzeugender Form eingearbeitet wird und eine wichtige und bedeutende Rolle spielt, zeichnet diesen Roman ganz besonders aus.
Es war tatsächlich der erste Roman, in dem ich zuerst das Nachwort mit sehr persönlichen Ausführungen der Autorin gelesen habe. Kann dafür keinen Grund nennen, aber nachdem ich in das Romangeschehen eingestiegen war, bekam ich wahrscheinlich einen ganz anderen Zugang zu der Geschichte. Hat mich die Romanhandlung bereits tief berührt und angesprochen, so gilt dies in gleichem Maße für das persönliche Nachwort der Autorin.
Eine Geschichte um Freundschaft, Trauer und eine zweite Chance
Schneiderlein am 15.12.2024
Bewertungsnummer: 2364777
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nicole Deese hat mit ihrem Buch „Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder“ eine spannende und sehr berührende Geschichte über die Höhen und Tiefen einer Freundschaft erzählt.
Der Leser lernt auf seiner Reise durch das Buch Cece, Ingrid und Joel kennen, die sich als Jugendliche kennengelernt und eine tiefe Freundschaft zueinander entwickelt haben. Dann kommt das Leben dazwischen: Enttäuschung, Tod und Trauer lassen Lebensträume platzen.
Genial finde ich die Idee, die Geschichte auf zwei Zeitebenen zu erzählen, wobei die eine Zeitebene als Geschichte in der Geschichte erzählt wird. Als Leser darf man die Protagonisten nicht nur kennenlernen, sondern man ist sehr schnell dabei mit ihnen zu denken und zu fühlen.
Das Buch ist wunderschön geschrieben und die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Gegen Ende des Buches kann man es kaum mehr aus der Hand legen und ist einerseits erleichtert am Ende angekommen zu sein, anderseits traurig, dass man die liebgewonnenen Protagonisten nun ziehen lassen muss.
Die Geschichte um Ingrid, Cece und Joel zeigt sehr schön auf, dass es sich lohnt zweite Chancen zu ergreifen, dass Vergebung notwendig ist und dass Trauer zum Leben gehört.
Das Buch hat mich absolut begeistert und das Nachwort der Autorin sehr berührt.
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