Kyo wird von der Konferenz der Existenzen auf eine zum Scheitern verurteilte Mission geschickt: Frieden zwischen Menschen und Tieren zu schließen. Wortwörtlich am Boden der Realität aufgeschlagen trifft er auf eine nihilistische Friedenstaube und das Mädchen Kami. Gemeinsam suchen sie einen Weg, die Welt mitsamt all ihren Schatten lieben zu lernen und nach einem Ort, an dem das Unmögliche möglich werden kann. Ein Ort, an dem Milch und Honig rückwärts fließen. Friedenstaube Levi sucht hauptsächlich nach Kokoswasser. Eine mitreißende Geschichte über Tierleid und Liebe... und die Rolle, die seltsame Vögel dabei spielen können.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
3 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Eine erreichbare Utopie!
Bewertung am 15.01.2025
Bewertungsnummer: 2387390
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Titel „Wo Milch und Honig rückwärts fließen“ klingt im ersten Moment nach einer Utopie, wobei diese als ein Ort gesehen werden kann, der ganz im Wortsinne, Nicht-Ort, ein Überall oder am besten die ganze Welt umfassend. Selbst der Beginn klingt märchenhaft, denn die Tiere sprechen miteinander und suchen einen Weg, mit den Menschen Frieden zu schließen, was nichts weniger bedeutet, als dass sie dieser Spezies zutrauen, sich zu ändern und in ein friedfertiges Miteinander zu finden. Sie glauben so sehr daran, dass sie bereit sind, einen der ihren zu einer Menschenkonferenz zu schicken, um dort die Botschaft zu verkünden. Die Wahl fällt Kyo, einem schillernd blauen Vogel.
Wer schon der Zusammenkunft entgegenfiebert, wird zunächst enttäuscht, denn der kleine, tapfere Vogel schafft es nicht einmal bis zur Konferenz, sondern stürzt so unglücklich ab, dass er sich einen Flügel bricht. Die Friedenstaube mit Namen Levi, die er trifft, offenbart ihm, dass er der erste Gesandte war. Es war so aussichtlos, dass ihn nun nichts mehr außer Kokoswasser interessiert. Doch Kyo will trotzdem nicht aufgeben, auch wenn er keine Ahnung hat, wie es weitergeht. Da wird er von einem Mädchen gefunden, das sich Kami nennt. Die beiden, Vogel und Mensch, werden beste Freundinnen. Kami beginnt durch diese Freundschaft zu erkennen, wie unterschiedlich wir verschiedene Tierarten behandeln. Während sie ihrem Kyo Massageeinheiten zukommen lässt, damit er seinen Flügel wieder benutzen kann, isst sie Hühner, die ebenso leben wollten. Doch es ist so normal, dass sie bis zu dieser besonderen Art der Begegnung mit einem Vogel, nicht darüber nachgedacht hat. Deshalb hört sie auf, Vögel zu essen. Sie bleibt allerdings nicht dabei stehen, sondern es ist eine Initialzündung für das Erkennen von Ungerechtigkeit in unserem Umgang mit der Tierwelt. Dazu braucht es weder moralisierender Reden noch den erhobenen Zeigefinger. Die Autorin lässt uns mitgehen mit Kami, auf ihrer Entdeckungsreise in die Welt des Lebendigen und Miteinander. Es ist leicht, die Erkenntnisse, die sie macht, mitzuverfolgen. Die Leser*innen werden nicht geschubst, sondern sacht an der Hand genommen. Ein Miteinander ist möglich, wenn wir verstehen. Dementsprechend ist das offene Ende folgerichtig, denn Kami ist auf ihrer Reise erst am Anfang und lädt damit jede*n Einzelne ein, ihn weiterzugehen, so dass man beginnt, darauf zu vertrauen, dass aus dem, was zunächst als Utopie erschien, Realität werden kann. Es ist ein Wagnis, sich in einer Zeit auf ein Miteinander einzulassen, die so sehr daran arbeitet, alle und alles zu entzweien. Es ist Ausdruck des Vertrauens in die Kraft des Lebens, die zwar verschüttet werden, aber niemals gebrochen werden kann.
Manchmal ist weniger mehr ❤
Bewertung am 01.10.2024
Bewertungsnummer: 2306308
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Es geht um den Vogel Kyo, der von seiner Kolonie zu den Menschen geschickt wird, um ihnen die immer schlimmer werdenden Lebensbedingungen mitzuteilen.
Nachdem er wortwörtlich auf den Boden der Tatsachen angekommen ist, wird er von Kami gefunden und es entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft zwischen den beiden. Durch die Begegnung wird Kami bewusst, wie Menschen und Tiere zusammenleben. Am Ende hat Kyo irgendwie doch seinen Job erledigt, indem er Kami das Bewusstsein für Tiere vermittelt hat.
Manchmal kann wenig auch viel erreichen ❤
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.