Vier Freundinnen. Eine gemeinsame Vergangenheit. Ein tödliches Geheimnis. Bea, Miriam, Sarah und Clara sind unzertrennlich - bis Clara eines Tages ohne jede Spur verschwindet. Alles deutet darauf hin, dass sie einfach abgehauen ist, die Polizei stellt die Ermittlungen schon bald ein. Doch vierzehn Jahre später werden Claras Überreste im Wald gefunden, und eine unheilvolle Reise in die Vergangenheit beginnt. Gut gehütete Geheimnisse drängen ans Tageslicht und schon bald wird den Mädchen von damals klar - der Tag der Abrechnung rückt näher ...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog
aus Damme
5/5
28.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannung Pur bis zum Schluss
In das Cover kann man ganz viel hinein interpretieren, wenn man es denn möchte. Auf den ersten Blick sieht man den Titel und dahinter einen Finger, der an die Lippen gelegt ist. Bei dem Ausschnitt muss ich sofort an die Geste für Psst denken, was vermutlich auch beabsichtigt ist. Schaut man dann noch etwas länger auf das Cover, sieht man die vier großen schwarzen Buchstaben von Pakt, die scheinbar die Psst-Geste noch weiter in den Hintergrund schieben. Für mich passt das Bild sehr gut zum Buch.
Der Schweigepakt von Sophie Edenberg ist inzwischen der fünfte Roman, den ich von der Autorin lesen durfte. Diesmal entführt mich das Drama nach Eichgraben, einem Ort in Österreich. Ein Land, das ich bisher nur aus Romanen kenne. Dort waren Bea, Clara, Miriam und Sarah ein eingeschworenes Team auf dem besten Weg ihre Matura (bei uns Abitur) zu machen. Doch von einem Moment auf den anderen ist Clara spurlos verschwunden. Erst 14 Jahre später tauchen plötzlich ihre Überreste in Eichgraben auf und geben dem Fall eine ganz neue Wendung. Wer hat Clara umgebracht?
Die Geschichte ist von Anfang an spannend. Alle beteiligten Personen haben ihre eigene Erzählstimme, so bekomme ich als Leser einen allumfassenden Überblick über das Geschehen. Als Ich-Erzähler fungieren zum Einen die drei Freundinnen der Vermissten: Bea, Miriam und Sarah. Zum Anderen die Geschwister Lisa und Moritz und dessen bester Freund Tobias. Durch Rückblenden zum Tag des Geschehen darf auch das Opfer selbst erzählen. Durch den Wechsel der Erzähler wird die Spannung kontinuierlich aufgebaut. Als Leser habe ich das Gefühl mehr zu wissen als die Beteiligten. Und gerade wenn ich dachte, ich kann das Rätsel lösen, kommen weitere Erkenntnisse zu Tage, die meine Überlegungen über den Haufen werfen. So erfahre ich nahezu zeitgleich mit den Figuren im Roman, was tatsächlich an dem Tag geschehen ist, der den Schweigepakt für Bea, Miriam und Sarah erforderlich machte.
Niemand darf jemals erfahren, was wir getan haben. Niemals – hört ihr?
Für mich war es eine spannende Geschichte, die mich bis zum Schluss fesseln konnte. Sie zeigt sehr schön, wie sich aus Kleinigkeiten was ganz großes und übles entwickeln kann. Einmal mehr zeigt ein gutes Buch wie wichtig Zivilcourage ist. Hast du Lust auf eine spannende Geschichte, die dich in den ländlichen Raum Österreichs entführt? Dann bist du hier genau richtig. Es gibt viele spannende Momente voller Angst, Wut und Traurigkeit.
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