Ganz unterschiedliche Lebenswege warten auf die Schwestern vom Dorfladen – doch ihre Heimat wird ihre Herzen für immer verbinden …Dingelbach, am Fuße des Taunus, 1925. Der kleine Dorfladen der Familie Haller ist nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt, das Herzstück, des ganzen Ortes. Aber Einiges hat sich doch verändert. Frieda besucht weiterhin die Schauspielschule in Frankfurt und steht kurz vor ihrem Abschluss. So ganz loslassen kann sie ihre Heimat allerdings nicht, hängt sie doch sehr vor allem an ihrer kleinen Schwester Ida. Diese ist der schlaue Kopf der Familie und besucht inzwischen ein Gymnasium in Frankfurt. Die älteste und vernünftigste der Schwestern, Herta, ist immer noch die größte Stütze ihrer Mutter im Dorfladen. Aber auch in ihrem Leben wird es einen großen Umbruch geben ... Werden die Schwestern den Weg, den das Leben verspricht gut meistern und ihr Glück finden?Gekürzte Lesung mit Simone Kabst15h 38min
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4.0/5.0
Bewertung
4/5
01.02.2026
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Der Dorfladen 2 - Was das Leben verspricht
Inhalt siehe Klappentext.
Vor wenigen Wochen habe ich den 3. Band von Anne Jacobs‘ „Dorfladen“ gelesen und dabei festgestellt, ich hatte vor einem knappen Jahr nur Band 1 gehört, Band 2 war mir durchgerutscht. Auch in der „falschen“ Reihenfolge, gerade weil ich ja nun schon weiß, wie Band 3 endet, kommt man recht schnell in der Geschichte, im Taunusdorf Dingelbach im Jahr 1925, an. Die vielen Namen sind mir inzwischen, gerade durch die kürzlich beendete Lektüre, geläufig, und ich finde, Sprecherin Simone Kabst, die hier mit 15:43 Stunden eine gekürzte Lesung hält, liest jeden Einzelnen ziemlich passend. Gehört klingt der hessische Dialekt besser als gedruckt. Ich bevorzuge die 1,25-fache Geschwindigkeit, so lässt sich die ländliche Geschichte, die vermutlich bewusst in recht einfachen Sätzen gehalten ist, so wie man eben damals „uffm Dorf“ erzählte, am angenehmsten hören. Man muss bedenken, dass man sich 100 Jahre in der Vergangenheit befindet, dass sich das Dorfleben hauptsächlich ums tägliche Überleben dreht, ob und wie man seine Felder bewirtschaftet oder aberntet, ohne vom Wetter ausgetrickst zu werden, ob man sich einen Einkauf im Dorfladen leisten kann, wenn es schon für die Einkaufstour in den Taunus oder gar Frankfurt nicht reicht. Der Dorftratsch bestimmt die nachbarschaftlichen Verhältnisse, mal gut, mal schlecht, es gibt auch hier immer wieder Personen, die sich für etwas Besseres halten und das die anderen spüren lassen.
Helga wird angeprangert, weil sie sich von ihrem Mann Otto Schütz, seines Zeichens Dorfbürgermeister, getrennt hat - hätte er es ebenso gemacht, wäre er sicher der Dorfheld gewesen. Weiß die Marie, auf was sie sich einlässt? Oder ist es genau umgekehrt - weiß der Otto, was auf ihn zukommt? Keiner ist besser, als der andere. Traurig, dass hier immer Frauen die Dummen sind, damals, wie heute. Wie das auf Dauer werden wird mit dem Oskar Michalski und der Helga? Kurzes Abenteuer oder große Liebe? Dörflich und historisch auf seine Weise aufregend.
Fabrikbesitzerin Ilse Küpper wird ebenso schief angeschaut, weil sie, als auf die 40 zugehende, alleinstehende Frau!, die Zügel in der Hand hat und nicht ihr Bruder Josef. Ihn und seine Frau mag ich gar nicht, sie tun so groß und weltgewandt mit ihrer Gaststätte, aber wer zahlt im Endeffekt dafür? Einfach unangenehme Zeitgenossen…Ilse steht ihren Mann, tut, was sie will und lässt sich auch bei der Wahl ihrer Gesellschaft bzw. ihres Mannes nicht reinreden. Josef findet immer etwas auszusetzen, er fühlt sich in seinem männlichen Stolz verletzt und kann nicht eingestehen, dass er selbst Schuld an seiner Lage ist.
Teils auflockernd, teils etwas zäh und in die Länge gezogen sind Friedas Erlebnisse in Frankfurt an der Schauspielschule. Nesthäkchen Ida dagegen eckt im Frankfurter Gymnasium an, weil sie ehrlich und direkt ist und sich nichts gefallen lässt. Man spürt die enge Bindung zwischen den Schwestern Ida und Frieda, die älteste Schwester Herta ist irgendwie immer außen vor, sie gibt sich aber auch keine Mühe, etwas aus sich zu machen, schiebt gerne Migräne oder Unwohlsein vor. Mutter Marthe steht tagein, tagaus im Laden, nimmt die Töchter ungefragt als billige Arbeitskräfte, das ist ihr wichtiger als deren Schul- und Ausbildung. Traurig, Marthe lässt nicht mit sich reden und hat kein Verständnis für die Unterstützung durch die Frankfurter Oma.
Süß ist die Freundschaft zwischen Heinz, Sohn von Bürgermeister Otto Schütz und Ehebrecherin Helga, mit der lungenkranken Julia Grossmann, die mit ihren Eltern nach Frankfurt ziehen muss, auch weil die Eltern zu stolz sind, und die ihre Krankheit nicht ernst nehmen. Die Haller-Schwestern werden kreativ, um dem Mädchen zur Genesung hilfreich sein zu können, man nutzt Beziehungen zu Lehrer Hohnermann und Bankier Goldstein, um eine Spendenaktion aufzuziehen. Endlich ist bei den Dörflern mal etwas los, das vom schweren Alltag ablenkt, auch wenn der Grund eher traurig ist. In schwierigen Situationen hält man eben zusammen, schließlich will man sehen und gesehen werden und besser als der Nachbar darstehen. Im Großen und Ganzen gute Unterhaltung, wenn man es zeitweise einfach und ländlich mag, von mir gibt es 4 Sterne.
Bewertung
5/5
19.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr authentische Beschreibung der Zeit zwischen den 2 Weltkriegen.
Anfangs dachte ich, es wäre eine etwas langatmige Geschichte, aber man liest sich zunehmend hinein und lebt förmlich mit den Protagonisten mit und hofft, dass sie mit allen ihren Schwierigkeiten klar kommen. Ein wunderbarer authentischer Einblick ins Dorfleben.
Manja Wenzel
5/5
27.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Schöner Historischer Roman
Das Buch war ein Geschenk...es hat mir so gut gefallen,das ich die anderen Teile auch unbedingt lesen möchte.
Schöner Schreibstil,konnte ich eben so weg lesen.
Spannende Geschichte.
Bewertung
aus Göppingen
5/5
04.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine gelungene Fortsetzung
Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß vielleicht, dass Anne Jacobs Reihe um die Tuchvilla eine meiner allerliebsten Buchreihen ist. Im Dezember habe ich dann endlich mit ihrer neuen "Dorfladen Saga" angefangen und nun den zweiten Band abgeschlossen - meine Eindrücke möchte ich gleich wieder mit euch teilen.
Auch der zweite Band spielt also wieder im fiktiven Ort Dingelbach, am Fuße des Taunus. Nun befinden wir uns im Jahr 1925: Der Dorfladen der Familie Haller ist noch immer das Herz des kleinen Ortes. Marthe Haller und ihre drei Töchter Herta, Frieda und Ida halten den Laden am Laufen – und mit ihm das Dorfleben. Herta ist, wie im ersten Band, sehr arbeitsam und die größte Stütze ihrer Mutter bei der Arbeit im Dorfladen. Frieda geht in Frankfurt auf die Schauspielschule und Ida besucht dort das Gymnasium - wie es schon am Ende des ersten Bandes der Fall war.
Anne Jacobs knüpft mit dem zweiten Band ihrer Dorfladen-Saga nahtlos an den ersten an. Weil ich beide Bände so kurz nacheinander gelesen habe, konnte ich quasi nahtlos an der Handlung anknüpfen - das war definitiv gut so, denn bei den vielen Figuren hätte ich sonst Angst gehabt, zwischendrin etwas zu vergessen.
In diesem Band lesen wir erstmals auch Kapitel aus der Perspektive von Heinz, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich schon im ersten Band mehr aus seiner Sicht erleben wollte. Seine kindliche Sichtweise ist feinfühlig und authentisch umgesetzt und zeigt eindrucksvoll, wie schnell ein elfjähriger Junge in schwierigen Zeiten erwachsen werden muss. Auch Ida, die kluge und wissbegierige Jüngste der Familie, habe ich sehr gern begleitet. Friedas Weg entwickelt sich konsequent weiter, während Herta und Helga mit stillen Enttäuschungen kämpfen – Figuren, die einem gerade deshalb besonders nahegehen. Spannend fand ich zudem die Einblicke in Ilses Fabrik und ihren Kampf gegen ihren Bruder: eine starke, moderne Frau, die ihrer Zeit voraus ist. Lehrer Hohnermann ist auch wieder mit dabei und hat so manchen Einfluss auf die Dingelbacher. Schon im ersten Band hätte ich gerne noch mehr von ihm gelesen und das war auch im zweiten Band nicht anders.
Was diesen Band für mich besonders macht, ist die Mischung aus Herzlichkeit, Dorftratsch, Konflikten und historischen Details. All das fand ich im ersten Band schon klasse, aber hier noch mehr, weil ich die Charaktere mittlerweile so ins Herzgeschlossen habe. Anne Jacobs erzählt langsam und gründlich, aber nicht langweilig. Zu Beginn des ersten Bandes hatte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht, jetzt im zweiten Band finde ich Tempo und Umfang des Buches genau richtig, so wie sie sind. Man spürt, wie viel Liebe sie in ihre Figuren und die Atmosphäre gelegt hat. Für mich war dieser zweite Teil sogar noch intensiver als der erste – es fühlte sich an, wie nach Hause zu kommen. Ich konnte es kaum erwarten, die Schicksale der Dingelbacher weiter zu verfolgen. Meine liebsten Charaktere sind Ilse, Lehrer Hohnermann und mittlerweile auch Heinz. Ich freue mich, dass ich so spät in die Saga eingestiegen bin, denn ich habe schon den dritten Band hier liegen!
„Der Dorfladen – Was das Leben verspricht“ ist insgesamt eine packende, tiefgründige Fortsetzung, die das Dorf Dingelbach noch tiefer zum Leben erweckt. Eine wunderbar unterhaltsame Lektüre mit starken Charakteren und immer neuen Abenteuern. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung - sowohl für die Fans der Tuchvilla-Reihe, als auch für alle, die gerne Familiengeschichten lesen.
Bewertung
aus Gudensberg
5/5
03.11.2025
Buch (Taschenbuch)
der Dorfladen Teil 2
Ein wunderschöner Roman der einen hereinzieht in das damalige Leben.Die Probleme der einfachen Menschen aber auch der besseren Gesellschaft.Liebe und Hass und die stumpfe Denkweise der Menschen besonders auf dem Land.Schön dass die Handlung in und um Frankfurt spielt,nach diesem Buch fallen einem viele Erzählungen der Oma wieder ein und man bekommt eine Vorstellung von ihrem Leben.
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5/5
10.04.2025
eBook (ePUB)
"Wer Angst hat, der verliert."
Der zweite Teil der Dorfladen-Saga erzählt über das harte Leben im Dorf mit strengen Dorfregeln und voller Sorgen um die Zukunft. Dorfbewohner, die an ihren Höfen hängen, ohne Wissen und Bildung.
Werden es die Schwestern vom Dorfladen schaffen, sich eine Welt jenseits von Dingelbach zu öffnen?
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