Ich habe das Buch, dem eine witzige Idee zugrunde liegt, im September 2024 gelesen - also vor den Wahlen im November. Der 40jährige Taugenichts und Lebemann Sebastian Bachofen erwacht nach einer durchzechten Nacht im Körper von Donald Trump. Der erste Schock wird nicht kleiner, als Bachofen realisiert, dass er nicht von jetzt auf gleich aus dem gealterten Body des unterdessen wiedergewählten Präsidenten der USA rauskommt. Der Weg dazu ist nicht ohne Stolpersteine und natürlich gibt es Leute in seinem Umfeld, die Verdacht schöpfen, als sich „Trump“ so gar nicht wie gewohnt benimmt. Allen voran natürlich seine Gattin Melania – in ihr findet er auch eine Verbündete auf dem Weg in seinen Luxusbody zurück. Das Buch ist wunderbare Unterhaltung an einem verregneten Sonntag, denn es bringt einem so manchen Lacher und Schmunzler, dass man gern mal meint, die Sonne blinzle durchs Wolkengrau. Die knapp 180 Seiten lesen sich leicht. Es ist kein hochstehender Literaturklassiker, aber ein Buch, das einen grinsen, lächeln und zwischendurch auch mal schallend lachen lässt. Stellenweise ein bisschen sehr bodenständig geschrieben, bleibt einem doch auch hin und wieder das Lachen im Hals stecken. Die Grenze zwischen Satire und Zynismus ist ein schmaler Grat. Aber die Vorstellung, dass Donald das Pariser Abkommen unterschreibt, gefällt mir sehr gut. Am Ende blieb ein zwiespältiges Gefühl: Was, wenn er doch gewählt wird?
Nun, wir haben Donald wieder - und zwar nicht mit dem Geist von Sebastian Bachofen. Leider. Jetzt wäre eigentlich eine Fortsetzung angezeigt. Ich würde sie sofort kaufen.
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