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Die Geschichte der Maria Schneider "Dieses Buch zu lesen fühlte sich an, als säße ich in einem alten Kino in Paris." Sonja Heiss

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.04.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,6/13,3/2,7 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tu t'appelais Maria Schneider

Übersetzt von

Grit Weirauch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00731-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein zutiefst zärtliches und aufwühlendes Portrait über eine Frau, die an der Tatsache, dass sie sich nicht gewehrt hat, zerbrochen ist.« ("Elle")
»So poetisch wie schonungslos.« ("Hörzu")
»Das Buch über sie ist ein zärtliches und schonungsloses Poträt einer gebrochenen Frau. [...] Ein Buch, das sich wie ein Abschiedsbrief liest und tief berührt.« ("Vogue")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.04.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,6/13,3/2,7 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tu t'appelais Maria Schneider

Übersetzt von

Grit Weirauch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00731-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Gelungene Hommage

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 15.05.2025

Bewertungsnummer: 2491392

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

DIE GESCHICHTE DER MARIA SCHNEIDER Vanessa Schneider Maria Schneider war die uneheliche Tochter des Schauspielers Daniel Gélin. Schon als Minderjährige nahm er sie mit zu Partys und in Clubs – mitten hinein in die Welt der Film- und Partyszene. Über Nacht wurde sie selbst berühmt, als sie an der Seite von Marlon Brando die Hauptrolle in „Der letzte Tango von Paris“ spielte. Doch der Film des italienischen Regisseurs Bernardo Bertolucci war in den 1970er-Jahren ein Skandal. Er zeigt eine 19-jährige Frau, die von einem fast 50-jährigen Mann anal vergewaltigt wird. Was das Publikum damals nicht wusste: Maria Schneider kannte die Szene vorher nicht. Sie stand nicht im Drehbuch. Bertolucci und Brando hatten sie sich zuvor heimlich ausgedacht, um den Film „authentischer“ wirken zu lassen. Maria sollte die Erniedrigung nicht spielen, sondern spüren – um genau das vor der Kamera sichtbar zu machen. Obwohl die Penetration am Set nur simuliert wurde, war der emotionale Schaden real: Maria Schneider war fassungslos, tobte und zerstörte das gesamte Set. Dieses traumatische Erlebnis hatte schwerwiegende Folgen. Fortan bekam sie nur noch Rollen angeboten, die sie nackt zeigen sollten – Angebote, die sie strikt ablehnte. Sie geriet in eine Abwärtsspirale, nahm harte Drogen, trank bis zur Bewusstlosigkeit, ihr Körper bald gezeichnet vom Heroin. Halt fand sie nirgends – auch nicht bei engen Freunden wie Brigitte Bardot, Alain Delon oder ihrem späteren Liebhaber Bob Dylan. Maria Schneider starb 2011 im Alter von nur 58 Jahren. „Du warst achtundfünfzig Jahre alt, als du uns verlassen hast. Kein Alter, um zu sterben, sagt man. Dabei hätten wir ehrlich gesagt nie gedacht, dass du es überhaupt erreichen würdest.“ (S. 6) Vanessa Schneider hat ein eindringliches Porträt über ihre Cousine geschrieben, für die die #MeToo-Bewegung zu spät kam. Eine Hommage an eine zerbrechliche Seele, die von rücksichtslosen, erfolgshungrigen Männern ausgenutzt wurde. Ein tief berührendes und sprachlich anspruchsvolles Buch – eindringlich, ehrlich aber nicht immer leicht zu lesen. 3½/5

Gelungene Hommage

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 15.05.2025
Bewertungsnummer: 2491392
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

DIE GESCHICHTE DER MARIA SCHNEIDER Vanessa Schneider Maria Schneider war die uneheliche Tochter des Schauspielers Daniel Gélin. Schon als Minderjährige nahm er sie mit zu Partys und in Clubs – mitten hinein in die Welt der Film- und Partyszene. Über Nacht wurde sie selbst berühmt, als sie an der Seite von Marlon Brando die Hauptrolle in „Der letzte Tango von Paris“ spielte. Doch der Film des italienischen Regisseurs Bernardo Bertolucci war in den 1970er-Jahren ein Skandal. Er zeigt eine 19-jährige Frau, die von einem fast 50-jährigen Mann anal vergewaltigt wird. Was das Publikum damals nicht wusste: Maria Schneider kannte die Szene vorher nicht. Sie stand nicht im Drehbuch. Bertolucci und Brando hatten sie sich zuvor heimlich ausgedacht, um den Film „authentischer“ wirken zu lassen. Maria sollte die Erniedrigung nicht spielen, sondern spüren – um genau das vor der Kamera sichtbar zu machen. Obwohl die Penetration am Set nur simuliert wurde, war der emotionale Schaden real: Maria Schneider war fassungslos, tobte und zerstörte das gesamte Set. Dieses traumatische Erlebnis hatte schwerwiegende Folgen. Fortan bekam sie nur noch Rollen angeboten, die sie nackt zeigen sollten – Angebote, die sie strikt ablehnte. Sie geriet in eine Abwärtsspirale, nahm harte Drogen, trank bis zur Bewusstlosigkeit, ihr Körper bald gezeichnet vom Heroin. Halt fand sie nirgends – auch nicht bei engen Freunden wie Brigitte Bardot, Alain Delon oder ihrem späteren Liebhaber Bob Dylan. Maria Schneider starb 2011 im Alter von nur 58 Jahren. „Du warst achtundfünfzig Jahre alt, als du uns verlassen hast. Kein Alter, um zu sterben, sagt man. Dabei hätten wir ehrlich gesagt nie gedacht, dass du es überhaupt erreichen würdest.“ (S. 6) Vanessa Schneider hat ein eindringliches Porträt über ihre Cousine geschrieben, für die die #MeToo-Bewegung zu spät kam. Eine Hommage an eine zerbrechliche Seele, die von rücksichtslosen, erfolgshungrigen Männern ausgenutzt wurde. Ein tief berührendes und sprachlich anspruchsvolles Buch – eindringlich, ehrlich aber nicht immer leicht zu lesen. 3½/5

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