Produktbild: Hillbilly-Elegie

Hillbilly-Elegie Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise. »Ein mitreißendes, bewegendes, kluges Buch.« Der Spiegel

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

Yes Publishing

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19,1/13,5/2,8 cm

Gewicht

324 g

Farbe

Cool Grey / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Gregor Hens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96905-361-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

Yes Publishing

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19,1/13,5/2,8 cm

Gewicht

324 g

Farbe

Cool Grey / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Gregor Hens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96905-361-4

Herstelleradresse

Yes Publishing
Nymphenburger Straße 86
80636 München
DE

Email: info@yes-publishing.de

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1 Sterne

Toll geschriebenes Buch über die USA die man nicht kennt

Bewertung am 26.01.2025

Bewertungsnummer: 2396118

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Habe das Buch verschlungen. Wer nur an der West- und Ostküste der USA war versteht die Wahl von Trump 2016 und 2024 nicht. Ein guter Start um sich dem Thema Trump zu nähern ist diese Buch

Toll geschriebenes Buch über die USA die man nicht kennt

Bewertung am 26.01.2025
Bewertungsnummer: 2396118
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Habe das Buch verschlungen. Wer nur an der West- und Ostküste der USA war versteht die Wahl von Trump 2016 und 2024 nicht. Ein guter Start um sich dem Thema Trump zu nähern ist diese Buch

subjektives Trump-Erklärbuch für Leute, welche die USA nur als LifeStyle-Metropolen kennen

Bewertung aus Zürich am 29.07.2025

Bewertungsnummer: 2552667

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

James David Vance, im «orwellschen» 1984 geboren, wuchs arm in den Appalachen von Kentucky in zerrütteten Familienverhältnissen auf. Als einer der ganz Wenigen gelang ihm über das Militär der Ausbruch aus dem Elend. Er schloss Jura an der Yale-Universität ab und wurde Direktor einer Investmentfirma. Als 31-Jähriger schrieb er 2016 dieses Buch, in welchem er nicht nur seinen Werdegang, sondern mehr noch sein verarmtes, perspektivloses Umfeld von Millionen weisser Amerikaner ulster-schottischer Herkunft in den grossen Landstrichen zwischen den Küsten beschrieb. Natürlich ist seine Schilderung, was mit Leuten passiert, wenn die Wirtschaft zusammenbricht, genauso wie die Frage nach den Ursachen und möglicher (Nicht-)Lösungen subjektiv, und man sollte sich durchaus die Frage stellen, ob man von ihm und seinem Buch aufs Ganze schliessen darf. Definitiv ist er aber ein Zeitzeuge und damit glaubwürdiger Repräsentant von denen, die selbst - auch bei uns - nie eine Stimme haben, die man selbst nie hört, und denen man in den US-Ferien meist auch nie begegnet oder nie begegnen will oder die man als alleinerziehende Wellfare-Queens und -Kings sogar als selbst verschuldete Versager verachtet. Er beschreibt das Land der Fast-Food-Ketten, Wohnwagensiedlungen, Sozialwohnungen und der lottrig, vergammelten Farmhäuschen im Nirgendwo des Hügellandes, wo Arbeitslose die Ehre von Frauen und Töchtern mit Waffen verteidigen, weil Männer das so müssen, gute Noten in der Schule nur was für Mädchen sind und Eltern kriminell werden, um ihren Kindern den völlig überflüssigen China-Kram für Weihnachten zu kaufen, den sie sich sonst nicht mal mit Steuer‑Rückzahlungen für Bedürftige leisten können. Gegenden, wo nur Alkohol, Drogen, Sekten und Militär vermeintlich gegen den Frust chronischer Arbeitslosigkeit helfen, wo Menschen mit Lebensmittelgutscheinen bezahlen und kein Geld für die Krankenkasse bleibt und wo die meisten ihre Anstellung, wenn sie dann mal eine haben, wieder wegen chronischer Disziplinlosigkeit, Depression oder schlicht mangelnder Motivation, weil man sich an den Sozialstaat gewöhnt hatte, auch gleich wieder verlieren. Umso stärker der Reflex, auf jede Kritik mit Aggression zu triggern, jede Beleidigung zu ächten und jede blutige Auseinandersetzung zwecks Demonstration der Männlichkeit (das einzige was man noch zu kontrollieren glaubt) anzunehmen und dafür im Knast zu landen, dort, wo die Meisten ohnehin schon jung geschieden, alleinerziehend oder alleingelassen ohne Vorbilder und Perspektiven ein Dasein als hoffnungslos verwahrloste «Messis» führen und Kinder sich selbst, den ausnahmslos riesigen Fernsehern, Handys oder Gangs überlassen werden. Kein Wunder, liegt die Lebenserwartung dieser Gegenden bei 67 und damit 15 Jahre unter dem amerikanischen Schnitt! Das Buch hebt die Bedeutung intakter Familien hervor und verweist damit indirekt auf alles, was dabei hilft: Jobs, Schulen, Erwachsenenbildung, Krankenkassen, Kirchen, Vorbilder und dazu einen funktionierenden Sozialstaat, der nicht mit der Giesskanne verteilt, sondern gezielt dort fördert, wo noch Hoffnung und Wille bestehen, und dann halt auch mal sein lässt, wo sich Menschen gehen lassen. Wenn aber ganze Städte mit dem Zusammenbruch von Grossfirmen kollektiv in die Armut versinken und im Niedergang dann auch noch die Armen der Umgebung anziehen, fehlen diesen Gemeinden logischerweise die Steuereinnahmen, um mehr als das Überleben zu sichern – notabene leiden viele im «reichen» Amerika auch heute noch an Hunger – auch wenn sie übergewichtig sind. Und was für ein Land, in dem Teenager die Verantwortung tragen, ihre jüngeren Geschwister durchzubringen, wenn die Eltern im Knast oder in der Entzugsanstalt weilen. J.Ds glaubwürdige Sichtweise auf das «andere» Amerika sollte deshalb Gewicht und Stimme haben, wenn im Abstrakten und «Wissenschaftlichen» über den Rechtsruck der zunehmend verarmenden USA debattiert wird, wo sich der US-Wähler als Mittelwert von einem Vermögenden, auf den 100+ Arme kommen, rechnet. Und wenn jemand dieses Buch aus rein politischen Gründen schlecht bewertet, und wie mir scheint - in der Rezension lediglich die stereotypen Vorurteile verbreitet, ohne das Buch wirklich gelesen und noch weniger verstanden zu haben, dann ist das genau der Teil des globalen Problems, gegen welches dieses Buch hilft: Den abgehobenen Snobismus einer selbst ernannten und gemäss J.D. oft nicht verdienten "Elite" (wo gem. seiner persönlichen Erfahrung Vernetzung und Herkunft weit höher als effektive Leistung gewertet wird und wo man ohne die richtigen Mentoren nicht vorankommt), die glaubt, die Sachlage besser beurteilen zu können, als jemand, der mit allen Facetten seines Lebens Teil dieses Elends war, und damit weiss, wovon er spricht. J.D. wird mit diesem Buch zum Vorbild und zum pragmatischen Lösungsweg für diejenigen, die Vorbilder nur aus gewalttätigen Serien und als Marvelhelden kennen. Natürlich ist das Buch keine grosse «Literatur», und es hat mich angesichts der erwähnten, namhaften Unterstützer und Mentoren beim Schreiben des Buches schon erstaunt, dass jemand mit einem Yale-Abschluss es nicht auf ein ansprechenderes «Niveau» bringt. Aber vielleicht soll das Buch ja auch nicht von «Eliten», sondern von den damit gemeinten Hillbillys gelesen werden. **Fazit**: Wer nur den Metropolen-Lifestyle der West- und Ostküste der USA gesehen hat, wird die Wahl von Trump 2016 und 2024 nicht verstehen. Ein guter Start, um sich dem Thema Trump zu nähern, ist dieses Buch.

subjektives Trump-Erklärbuch für Leute, welche die USA nur als LifeStyle-Metropolen kennen

Bewertung aus Zürich am 29.07.2025
Bewertungsnummer: 2552667
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

James David Vance, im «orwellschen» 1984 geboren, wuchs arm in den Appalachen von Kentucky in zerrütteten Familienverhältnissen auf. Als einer der ganz Wenigen gelang ihm über das Militär der Ausbruch aus dem Elend. Er schloss Jura an der Yale-Universität ab und wurde Direktor einer Investmentfirma. Als 31-Jähriger schrieb er 2016 dieses Buch, in welchem er nicht nur seinen Werdegang, sondern mehr noch sein verarmtes, perspektivloses Umfeld von Millionen weisser Amerikaner ulster-schottischer Herkunft in den grossen Landstrichen zwischen den Küsten beschrieb. Natürlich ist seine Schilderung, was mit Leuten passiert, wenn die Wirtschaft zusammenbricht, genauso wie die Frage nach den Ursachen und möglicher (Nicht-)Lösungen subjektiv, und man sollte sich durchaus die Frage stellen, ob man von ihm und seinem Buch aufs Ganze schliessen darf. Definitiv ist er aber ein Zeitzeuge und damit glaubwürdiger Repräsentant von denen, die selbst - auch bei uns - nie eine Stimme haben, die man selbst nie hört, und denen man in den US-Ferien meist auch nie begegnet oder nie begegnen will oder die man als alleinerziehende Wellfare-Queens und -Kings sogar als selbst verschuldete Versager verachtet. Er beschreibt das Land der Fast-Food-Ketten, Wohnwagensiedlungen, Sozialwohnungen und der lottrig, vergammelten Farmhäuschen im Nirgendwo des Hügellandes, wo Arbeitslose die Ehre von Frauen und Töchtern mit Waffen verteidigen, weil Männer das so müssen, gute Noten in der Schule nur was für Mädchen sind und Eltern kriminell werden, um ihren Kindern den völlig überflüssigen China-Kram für Weihnachten zu kaufen, den sie sich sonst nicht mal mit Steuer‑Rückzahlungen für Bedürftige leisten können. Gegenden, wo nur Alkohol, Drogen, Sekten und Militär vermeintlich gegen den Frust chronischer Arbeitslosigkeit helfen, wo Menschen mit Lebensmittelgutscheinen bezahlen und kein Geld für die Krankenkasse bleibt und wo die meisten ihre Anstellung, wenn sie dann mal eine haben, wieder wegen chronischer Disziplinlosigkeit, Depression oder schlicht mangelnder Motivation, weil man sich an den Sozialstaat gewöhnt hatte, auch gleich wieder verlieren. Umso stärker der Reflex, auf jede Kritik mit Aggression zu triggern, jede Beleidigung zu ächten und jede blutige Auseinandersetzung zwecks Demonstration der Männlichkeit (das einzige was man noch zu kontrollieren glaubt) anzunehmen und dafür im Knast zu landen, dort, wo die Meisten ohnehin schon jung geschieden, alleinerziehend oder alleingelassen ohne Vorbilder und Perspektiven ein Dasein als hoffnungslos verwahrloste «Messis» führen und Kinder sich selbst, den ausnahmslos riesigen Fernsehern, Handys oder Gangs überlassen werden. Kein Wunder, liegt die Lebenserwartung dieser Gegenden bei 67 und damit 15 Jahre unter dem amerikanischen Schnitt! Das Buch hebt die Bedeutung intakter Familien hervor und verweist damit indirekt auf alles, was dabei hilft: Jobs, Schulen, Erwachsenenbildung, Krankenkassen, Kirchen, Vorbilder und dazu einen funktionierenden Sozialstaat, der nicht mit der Giesskanne verteilt, sondern gezielt dort fördert, wo noch Hoffnung und Wille bestehen, und dann halt auch mal sein lässt, wo sich Menschen gehen lassen. Wenn aber ganze Städte mit dem Zusammenbruch von Grossfirmen kollektiv in die Armut versinken und im Niedergang dann auch noch die Armen der Umgebung anziehen, fehlen diesen Gemeinden logischerweise die Steuereinnahmen, um mehr als das Überleben zu sichern – notabene leiden viele im «reichen» Amerika auch heute noch an Hunger – auch wenn sie übergewichtig sind. Und was für ein Land, in dem Teenager die Verantwortung tragen, ihre jüngeren Geschwister durchzubringen, wenn die Eltern im Knast oder in der Entzugsanstalt weilen. J.Ds glaubwürdige Sichtweise auf das «andere» Amerika sollte deshalb Gewicht und Stimme haben, wenn im Abstrakten und «Wissenschaftlichen» über den Rechtsruck der zunehmend verarmenden USA debattiert wird, wo sich der US-Wähler als Mittelwert von einem Vermögenden, auf den 100+ Arme kommen, rechnet. Und wenn jemand dieses Buch aus rein politischen Gründen schlecht bewertet, und wie mir scheint - in der Rezension lediglich die stereotypen Vorurteile verbreitet, ohne das Buch wirklich gelesen und noch weniger verstanden zu haben, dann ist das genau der Teil des globalen Problems, gegen welches dieses Buch hilft: Den abgehobenen Snobismus einer selbst ernannten und gemäss J.D. oft nicht verdienten "Elite" (wo gem. seiner persönlichen Erfahrung Vernetzung und Herkunft weit höher als effektive Leistung gewertet wird und wo man ohne die richtigen Mentoren nicht vorankommt), die glaubt, die Sachlage besser beurteilen zu können, als jemand, der mit allen Facetten seines Lebens Teil dieses Elends war, und damit weiss, wovon er spricht. J.D. wird mit diesem Buch zum Vorbild und zum pragmatischen Lösungsweg für diejenigen, die Vorbilder nur aus gewalttätigen Serien und als Marvelhelden kennen. Natürlich ist das Buch keine grosse «Literatur», und es hat mich angesichts der erwähnten, namhaften Unterstützer und Mentoren beim Schreiben des Buches schon erstaunt, dass jemand mit einem Yale-Abschluss es nicht auf ein ansprechenderes «Niveau» bringt. Aber vielleicht soll das Buch ja auch nicht von «Eliten», sondern von den damit gemeinten Hillbillys gelesen werden. **Fazit**: Wer nur den Metropolen-Lifestyle der West- und Ostküste der USA gesehen hat, wird die Wahl von Trump 2016 und 2024 nicht verstehen. Ein guter Start, um sich dem Thema Trump zu nähern, ist dieses Buch.

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