Die Musik Puccinis – dieser süße Wohlklang, diese verführerische Eleganz – fasziniert Opernfreunde seit Generationen. Legenden ranken sich um ihren Schöpfer: Der gefeierte Komponist war mit aller Welt bekannt, hielt enge Freundschaften und zerstritt sich gnadenlos, war gefürchtet für seine Zornesausbrüche und glättete mit bestechendem Charme die Wogen. Er lebte in Wohlstand, besaß mehrere Villen, eine Hochseeyacht, liebte schnelle Autos, das Reisen, gutes Essen und die Frauen. Seine Affären sind ungezählt. Bekannt ist hingegen die Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten: achtzig! Und rauchend verstarb er über den letzten Takten zu »Turandot«. – Ein solches Leben lässt sich prächtig in Anekdoten erzählen. Wenn noch dazu mit innigem Verständnis und tiefer Kenntnis seiner Musik, dann wird aus kleinen Anekdoten ganz große Oper!
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MaWiOr
aus Halle
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02.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit „La Bohème", „Tosca",…
Mit „La Bohème", „Tosca", „Turandot“ und „Madame Butterfly" war Giacomo Puccini (1858-1924) neben Giuseppe Verdi der bekannteste italienische Opernkomponist. Seine Opern zählen noch heute zu den meistgespielten Werken des internationalen Repertoires. Ein Geheimnis seines Erfolges war die enge Zusammenarbeit mit seinen Librettisten. 2024 jährte sich Puccinis Todestag zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass widmet der Eulenspiegel Verlag in seiner beliebten Reihe „Ein Lebensbild in Anekdoten“ ihm eine Neuerscheinung. Die Journalistin und Schriftstellerin Dorothee Nolto, die auch schon für die Gebrüder Humboldt verantwortlich zeichnete, hat wieder zahlreiche Anekdoten aus Puccinis Leben zusammengetragen. Da erfährt man, dass am liebsten nachts komponierte, dass während er „Tosca“ komponierte, er an einer Midlife-Crisis litt oder dass er am Boden zerstört war, als die Uraufführung der „Butterfly“ in der Mailänder Scala ein Desaster wurde. Gefürchtet waren auch seine Zornesausbrüche, eben ein impulsiver Italiener. Er hatte zwar hochkarätige Gönner, aber oft ödeten ihn die gesellschaftlichen Verpflichtungen an. Seine Notenschrift war schwer entzifferbar und, so wird berichtet, noch auf dem Totenbett hätten sich seine Finger bewegt, wie auf einem Klavier. Fazit: eine sehr interessante und unterhaltsame Anekdotensammlung, die uns Giacomo Puccini näherbringt. Eine wunderbare Lektüre, nicht nur für Opernfreunde.
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