Die Jagd beginnt und Prinz Lyndon hat nur ein Ziel: Einen der seltenen, weißen Hirsche fangen. Nur mit dessen Herz kann der Bann, der auf seiner kleinen Schwester lastet, gebrochen werden.
Das sagen zumindest die Legenden.
Lyndon ahnt nicht, dass er drauf und dran ist, bei der Jagd auf das Herz sein eigenes aufs Spiel zu setzen.
Denn mit dem Tod des weißen Hirsches ist auch sein eigenes Schicksal besiegelt.
Tauche ein in das Märchen vom Königssohn und der Waldprinzessin.
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Runde, aber harmlose Gut-gegen-Böse-Geschichte
passionandwords.de am 04.05.2025
Bewertungsnummer: 2482201
Bewertet: Hörbuch-Download
Die Geschichte startet wie in einer Fabel, in der die Tiere die Akteure sind. Die Geschichte wandelt sich aber bald zu einer richtigen Fantasy- oder genauer gesagt Romantasy-Geschichte. Sie wird erzählt aus der Ich-Perspektive der letzten weißen Hirschkuh, Liz, einem magischen Wesen, dass für das Gleichgewicht zwischen den Tieren sorgt und heilende Kräfte besitzt.
Als Liz von der schweren Erkrankung ihrer Freundin, der jungen Prinzessin erfährt, macht sie sich in ihrer menschlichen Gestalt auf ins Schloss, um sie zu heilen. Obwohl ihresgleichen von den Menschen Jahrhunderte lang gejagt wurde und sie befürchten muss, bei ihrer Entdeckung ebenfalls getötet zu werden. Ihr Charakter ist so sanft und gütig. Sie ist unglaublich opferbereit.
Ins Schloss gelangt Liz, indem sie vorgibt, auf das Heiratsgesuch des Prinzen, dem Bruder ihrer Freundin, Lyndon, zu reagieren. So kommt die Liebesgeschichte zwischen ihr und Lyndon in Gang.
Prinz Lyndon kämpft mit seiner Rolle als Königssohn, einerseits einmal regieren zu sollen, andererseits, sich seinem autoritären Vater unterwerfen zu müssen. Ihn verzehrt die Sorge um seine Schwester und dann fällt auch noch sein Vater der gleichen geheimnisvollen Krankheit zum Opfer wie seine Schwester. Die alte Hexe, der sein Vater vertraut, treibt ihn dazu an, einen weißen Hirsch zu finden und ihm das Herz rauszuschneiden. Nur mit diesem könnten seine Angehörigen geheilt werden.
Alles zusammen macht die Geschichte sehr spannend. Man macht sich die ganze Zeit Sorgen, dass Liz im Schloss entdeckt wird, wenn sie sich nachts in ihre Hirsch-Gestalt verwandelt. Wem kann sie vertrauen? Wem kann sie sich offenbaren? Wem nicht? Was führt die Hexe im Schilde? Auf welche Seite wird sich Lyndon schlagen? Kann sie ihn überzeugen, dass seine Familie auch geheilt werden kann, ohne dass ein weißer Hirsch dafür getötet werden muss? Die Ereignisse spitzen sich im Laufe des Buches zu. Es zerreißt einen förmlich vor Spannung und Dramatik. Intrigen, Enthüllungen und der klassische Kampf Gut-gegen-Böse geben dem Ganzen zusätzliche Würze.
Der Schwerpunkt der Geschichte liegt mehr auf diesen Fragen als auf der Liebesgeschichte und den Herausforderungen, die eine solche Liebe mit sich bringen würde: Die Liebe zwischen einem unsterblichen Wesen und einem sterblichen Menschen. Die Frage, wie das Volk darauf reagieren würde, wenn sein zukünftiger König sich mit einem Wesen vermählt, dass Jahrhunderte von den Menschen bejagt wurde und dessen Herz als Heilkräftig gilt. Diese und die ganzen weiteren Fragen werden nicht groß problematisiert. Und auch die Lösung des im Vordergrund stehenden Spannungsplots wurde mir am Ende zu schnell und einfach transparent.
In Summe wirkte die Geschichte auf mich, als ob sie eher für jüngere Leser:innen geschrieben wurde. Neben dem recht einfachen Gut-Böse-Schema war die Intrige etwas vorhersehbar und die Liebesgeschichte zwischen Liz und Lyndon sehr harmlos und jugendfrei.
Achtung Romance-Fans – alle anderen am besten nicht weiterlesen:
Das Happy End ist kein vollständiges Happy End. Es gibt noch einige offene Enden. Mit Blick auf das Erscheinungsdatum gehe ich aber nicht davon aus, dass noch eine Fortsetzung kommt, so dass man damit leben können muss.
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Kategorisierung
Romance-Sub-Genre: Romantasy
Altersgruppe der Hauptfiguren: Adult
Plot-Trope: Afraid to commit, Celebrity, Nature girl, Secret identity, Strong female main character, Transactional relationship
Setting-Trope: Upper Class
Geschlechterkonstellation: Hetero
Beziehungsstruktur: Monogam
Spannung: Packend
Psychologische Tiefe: Oberflächlich
Glaubwürdigkeit: Teils teils
Sympathiefaktor der Hauptfiguren: Sympathisch
Humor: Wenig
Klassisches Rollenmodell: Teils teils
Anzahl Spicy Szenen: -
Spielart Spicy Szenen: -
Explizitheit Spicy Szenen: -
Originalität der Erzählweise: Teils teils
Erzählperspektive: Ich-Erzähler:in
Nicht nur das Cover ist wunderschön, sondern auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.
Bewertung am 16.07.2024
Bewertungsnummer: 2245725
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Sie ist die Letzte ihrer Art; sie ist die letzte weiße Hirschkuh mit heilenden Kräften.
Deswegen ist es für Liz unglaublich gefährlich, die Tiefen ihres Waldes zu verlassen. Aber als sie erfährt, dass ihre Freundin aus Kindheitstagen, die Prinzessin von Walllivien schwer krank ist, steht für sie fest, dass sie nicht still rumsitzen kann, während ihre Freundin langsam stirbt, gleichwenn dieses Unterfangen ihren Tod bedeuten könnte.
Liz schafft es mit einem klugen Täuschungsmanöver bis ins innere des Schlosses. Trotz einiger Hürden (unter anderem ihrer eigenen Gefühle zum Prinzen) scheint es so, als würde ihr Vorhaben tatsächlich klappen. Doch dann durchkreuzt eine böse Hexe ihre Pläne und Liz landet in höchster Lebensgefahr.
Wird sie es schaffen, dass ihre magischen Fähigkeiten unentdeckt bleiben und sie zurück in ihr Waldkönigrech kann?
Mit viel Liebe zum Detail hat Ryvie ein Märchen geschaffen, das von Gut und Böse, Freundschaft, Liebe, Mut, Vertrauen, Hoffnung (ach was weiß ich wie vielen weiteren wichtigen Eigenschaften) erzählt. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, weil ich nicht abwarten konnte, herauszufinden, ob Liz und Lyndon ihr Happy End bekommen, ob die Prinzessin gerettet werden kann und welches Schicksal Dessandra Malifinka widerfährt.
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